• 02.05.2015, 08:00:01
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„profil“-Interview: Lacina: „Unfair, Kärnten allein die Schuld zu geben“

Ex-Finanzminister Ferdinand Lacina kritisiert Hans-Jörg Schelling – auch Bund trägt Verantwortung am Hypo-Debakel

Utl.: Ex-Finanzminister Ferdinand Lacina kritisiert Hans-Jörg
Schelling – auch Bund trägt Verantwortung am Hypo-Debakel =

Wien (OTS) - In einem Interview in der Montag erscheinenden Ausgabe
des Nachrichtenmagazins "profil" übt der frühere Finanzminister
Ferdinand Lacina Kritik an Finanzminister Hans-Jörg Schelling.
Schellings Vorschlag, Kärnten möge Anleihen der Hypo-Bad Bank Heta
über Kredite zurückkaufen, würde Kärnten wegen der damit verbundenen
Risiken "überfordern". Außerdem müsste Kärnten das dafür notwendige
Geld erst recht wieder bei der Bundesfinanzierungsagentur aufnehmen.
Der Bund würde also "erneut, aber verspätet" belastet.

Lacina, einst Mitglied des Aufsichtsrates der Kärntner
Landesholding, sieht darin eine "politische Kindesweglegung" durch
den Bund. Kärnten trage zwar die Verantwortung für die "enormen
Garantieübernahmen. Aber es wäre unfair, ihm jetzt allein die Schuld
zu geben", so der frühere SPÖ-Politiker, der einst auch im
Aufsichtsrat der Kärntner Landesholding saß, im "profil"-Interview.
"Die Bankenaufsicht hat schlecht funktioniert, und nach der
Verstaatlichung wurde die Causa von einigen Finanzminister(inne)n
jahrelang verschleppt." Nun müsse die Republik Kärnten solidarisch
helfen. Denn eine Pleite Kärntens sei "politisch unmöglich, weil sie
Rückwirkungen auf die anderen Bundesländer und die Republik insgesamt
hätte".

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