• 01.05.2015, 09:15:37
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Faymann in ÖSTERREICH: "Sechs Wochen Urlaub für alle"

Kanzler für Arbeitszeitverkürzung - Klage gegen Großbritannien in Sachen Atomkraft fix: "Wir werden sie in wenigen Wochen einbringen."

Utl.: Kanzler für Arbeitszeitverkürzung - Klage gegen Großbritannien
in Sachen Atomkraft fix: "Wir werden sie in wenigen Wochen
einbringen." =

Wien (OTS) - Im Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH
(Sonntagsausgabe) verlangt Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) eine
sechste Urlaubswoche für alle. Faymann wörtlich: "Ja, ich unterstütze
die Gewerkschaft bei sozialpartnerschaftlichen Verhandlungen für die
sechste Urlaubswoche."

Faymann spricht sich generell für eine Arbeitszeitverkürzung aus:
"Arbeitszeitverkürzung ist richtig - aber in klugen Schritten, im
europäischen Gleichklang und natürlich nur in Übereinstimmung der
Sozialpartner. In einer Welt, in der immer mehr Roboter die Arbeit
übernehmen, ist es logisch, dass es auf kurz oder lang in Richtung
Arbeitszeitverkürzung geht."

Faymann bestätigt im ÖSTERREICH-Interview Österreichs Klage gegen
die EU-Entscheidung in Sachen britisches Atomkraftwerk: "Wir haben
die Klage fertig und werden sie in wenigen Wochen beim Europäischen
Gericht einbringen. Wir klagen gegen die Entscheidung der
EU-Kommission, dass Großbritannien den teuren Ausbau eines
Atomkraftwerkes finanzieren darf."

Faymann sieht diese Klage auch "als Signal" in Richtung Europa.
Die mögliche Reaktion Großbritanniens sieht Faymann gelassen: "Es
kann schon sein, dass David Cameron - wenn er nächste Woche überhaupt
gewählt wird - uns ... Schwierigkeiten machen will. Aber wir
Österreicher sind dafür bekannt, dass wir in Sachen Atomkraft eine
klare Haltung und dass wir da auch Kampfkraft haben. Wir waren lange
Zeit die Gallier Europas, die einsam gegen die Atomkraft gekämpft
haben - und demnächst werden von 28 EU-Staaten bereits die Hälfte
ohne Atomkraft auskommen. Das heißt, wir haben den Kampf gegen die
Atomkraft schon zur Hälfte gewonnen. Und gegen Zyniker wie David
Cameron, die Brandreden für AKWs halten, werden wir jetzt mit Klagen
vorgehen."

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