• 30.04.2015, 08:48:17
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FSG-Katzian: Arbeitszeit fair verteilen!

Alle Kräfte bündeln, um Arbeitslosigkeit zu bekämpfen – AMS-Mittel nicht kürzen

Utl.: Alle Kräfte bündeln, um Arbeitslosigkeit zu bekämpfen –
AMS-Mittel nicht kürzen =

Wien (OTS) - "Die Arbeitslosigkeit in Österreich erreicht traurige
Rekordhöhen. Während immer mehr Menschen gar keine Arbeit haben oder
unfreiwillig Teilzeit arbeiten und von ihrem Einkommen nicht leben
können, arbeiten andere so viel, dass sie davon krank werden: Die
österreichischen ArbeitnehmerInnen haben mit 41,8 Wochenstunden die
zweitlängste Wochenarbeitszeit in der EU. Laut Arbeitsklimaindex der
AK-OÖ arbeiteten 2014 bereits 34 Prozent der Beschäftigten in ihrer
Freizeit, 17 Prozent im Urlaub und 14 Prozent sogar im Krankenstand.
Alleine im Vorjahr wurden außerdem 270 Millionen Überstunden
geleistet, jede fünfte davon sogar ohne Bezahlung. Das ist eine
absurde Situation, die deutlich macht: Arbeit muss neu und fair
verteilt werden", kommentiert Wolfgang Katzian, Vorsitzender der
Fraktion Sozialdemokratischer Gewerkschafterinnen (FSG) im ÖGB
anlässlich des Tages der Arbeit.

Mit der Lohnsteuersenkung sei ein sehr wesentlicher Schritt gelungen,
um die Kaufkraft der Menschen zu sichern, die Konjunktur zu beleben
und Arbeitsplätze zu sichern, jetzt gehe es um weitere Maßnahmen, um
den Arbeitsmarkt langfristig zu stabilisieren, meint Katzian weiter:
"Dazu gehört auch eine Verkürzung der Arbeitszeit. In einem ersten
Schritt müssen Unternehmen, in den denen besonders viele Überstunden
geleistet werden, dafür einen höheren Beitrag zur
Arbeitslosenversicherung leisten: Ein Euro pro geleisteter Mehr- oder
Überstunde könnte dazu einen wesentlichen Beitrag leisten. Wird
Mehrarbeit nicht korrekt abgegolten, muss das konkrete Sanktionen zur
Folge haben und zur Verdoppelung der ArbeitnehmerInnenansprüche
führen. Der Mehrarbeitszuschlag für Teilzeitbeschäftigte ist ab der
ersten tatsächlich geleisteten Stunde zu bezahlen. Außerdem ist das
Urlaubsrecht so zu modernisieren, dass die sechste Urlaubswoche für
alle ArbeitnehmerInnen erreichbar wird."

Die steigende Arbeitslosigkeit müsse mit allen Mitteln bekämpft
werden, warnt Katzian außerdem erneut davor, die Mittel des
Arbeitsmarktservices (AMS) für aktive Arbeitsmarktpolitik zu kürzen.
Gerade in Zeiten des erhöhten Bedarfs brauchen die Betroffenen
genauso wie die Beschäftigten beim AMS und die Anbieter von
Schulungen und Kursen jede mögliche professionelle Unterstützung,
also eine zielgerichtete, langfristig gesicherte Betreuung und keine
Kürzungen, so Katzian abschließend: "Die sozialdemokratischen Werte,
das Einstehen für eine soziale, gerechte und solidarische
Gesellschaft, sind heute aktueller denn je - die Menschen müssen von
ihrer Arbeit leben können. Dafür gilt es alle Kräfte zu bündeln,
diese Verantwortung haben wir wahrzunehmen!"

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