ÖAMTC: Nein zur Sperre der Ringstraße für Individualverkehr

Club will durchsetzen, dass die Wienerinnen und Wiener selbst abstimmen

Wien (OTS) - Gestern präsentierte Vizebürgermeisterin Vassilakou ihre Visionen von der Zukunft der Wiener Ringstraße. Wenig überraschend sehen die Konzepte ein weitgehendes Verbot von individueller Mobilität auf die Ringstraße vor. Bernhard Wiesinger, Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung: "So sehr die Vassilakou-Bilder auch mit bunten Luftballons behübscht sind, bedeuten sie in Wahrheit einen massiven Anschlag auf die Bewegungsfreiheit von tausenden Wienerinnen und Wienern." Eine Sperre oder Verengung der der Ringstraße auf eine Fahrspur würde weiträumige Staus und zahleiche Umwegkilometer zur Folge haben, so wie dies leidgeprüfte Autofahrer von zahlreichen Ringsperren her kennen. Für die Umwelt würde ein autofreier Wiener Ring also deutlich negative Auswirkungen haben.

"Bei einem Querschnitt von 60 Metern werden derzeit nicht einmal 10 Meter für den Fließverkehr verwendet. Bevor eine Sperre des Rings für Autoverkehr in die Bewegungsfreiheit von zahlreichen Menschen eingreift, müssen die Wienerinnen und Wiener selbst darüber entscheiden, ob sie das wollen. Es kann nicht sein, dass eine Minderheit mit viel Tagesfreizeit der Mehrheit, die zur Arbeit fährt, ihren Willen aufzwingt", kritisiert der Chef der ÖAMTC-Interessenvertretung. Sollte die Wiener Stadtpolitik die Ringstraße ohne Bürgerentscheid sperren wollen, kann man sich beim Club auch vorstellen, eine solche Abstimmung per Unterschriften für eine Volksbefragung zu erzwingen. Wiesinger: "Dafür braucht es in Wien rund 60.000 Unterschriften. Der Club hat in Wien rund 380.000 zahlende Mitglieder. Wir sind recht optimistisch, im Ernstfall die nötigen Unterschriften zusammenzubekommen."

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Kommunikation
+43 (0) 1 711 99-21218
kommunikation@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0002