SWV NÖ-Pöchhacker: Kleine und mittlere Unternehmen sollten entlastet und nicht durch eine sechste Urlaubswoche belastet werden

„Eine sechste Urlaubswoche für alle würde die Arbeit verteuern und wäre für diese Betriebe nicht finanzierbar“

St. Pölten (OTS) - Eine Entlastung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und des Faktors Arbeit fordert der Vizepräsident und Spartenvorsitzende des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Niederösterreich (SWV NÖ) im Gewerbe und Handwerk, KommR Anton Pöchhacker.

Die generelle Einführung einer sechsten Urlaubswoche lehnt er ab, weil diese die Arbeit verteuern würde und für die KMU nicht zu finanzieren wäre.

"Neue Arbeitsplätze lassen sich nicht von der Politik verordnen. Sie müssen von den Unternehmen geschaffen und erwirtschaftet werden. Mehr als zwei Drittel aller in der Wirtschaft beschäftigten ArbeitnehmerInnen sind in kleinen und mittleren Unternehmen tätig. Will man, dass mehr Arbeitsplätze geschaffen werden, muss man gerade diese Betriebe entlasten. Sie sind ein Jobmotor, obwohl ihnen der Abgabendruck und die Benachteiligung gegenüber großen Konzernen, die vergleichsweise wenig Steuern zahlen, bereits jetzt das Leben schwer machen."

"Derzeit erhalten ArbeitnehmerInnen eine sechste Woche Urlaub, wenn sie seit 25 Jahren im selben Betrieb tätig sind. Würde nun - wie es manche vorschlagen - generell eine sechste Woche Urlaub für alle Beschäftigten eingeführt werden, würde das den Faktor Arbeit erheblich verteuern, weil die Betriebe für den von ihnen bezahlten Lohn weniger Arbeitsstunden erhalten."
"Das könnten sich viele Unternehmen einfach nicht leisten. Eine Folge wäre, dass die Konsumenten für Produkte und Dienstleistungen mehr bezahlen müssten. Zu befürchten wäre außerdem, dass Betriebe wegen der Verteuerung der Arbeit von der Anstellung weiterer MitarbeiterInnen Abstand nehmen müssten."

"Österreich hat in den letzten Jahren unter den Staaten des Euro-Raums den höchsten Anstieg bei den Arbeitskosten verzeichnet. Man sollte im Hinblick auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft diese Entwicklung nicht weiter anheizen. Genau das würde mit einer sechsten Urlaubswoche aber passieren."

"Um wirksame Impulse für die Konjunktur und den Arbeitsmarkt zu setzen, darf man den drückenden Rucksack, den die KMU schon jetzt tragen müssen, nicht noch schwerer machen. Stattdessen müssen Steuern und Abgaben gesenkt werden, damit der Faktor Arbeit spürbar entlastet wird", stellt Wirtschaftsverband NÖ-Vizepräsident Anton Pöchhacker abschließend fest.

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