• 28.04.2015, 13:04:43
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SP-Vettermann: VP-Leeb voll im FPÖ-Jargon

Sie sehen eine ‚traurige Bilanz’ im Bildungsbereich - wir sehen Kriegsflüchtlinge, denen wir helfen

Utl.: Sie sehen eine ‚traurige Bilanz’ im Bildungsbereich - wir
sehen Kriegsflüchtlinge, denen wir helfen =

Wien (OTS/SPW-K) - "Ja, rund 60.000 unserer 100.000
PflichtschülerInnen haben eine andere Muttersprache als Deutsch",
sagt der Bildungssprecher der SPÖ Wien, Gemeinderat Heinz Vettermann.
Der Zuwachs an außerordentlichen SchülerInnen (Schüler, die die
Unterrichtssprache Deutsch nicht ausreichend beherrschen) auf über
12.000, den sie als "traurig" titulieren, ist auch darauf
zurückzuführen, dass geflüchtete Familien (vorwiegend aus Syrien) -
samt Kindern - eine neue Heimat in Österreich gefunden haben. "Wenn
Sie diese Zahlen als Referenz für ihre Kritik heranziehen, sollten
Sie sich auch über die Hintergründe informieren. Wo wir Menschen
sehen, die vor Krieg und Armut flüchten, denen wir eine neue, sicher
Heimat bieten wollen, sehen sie ‚eine traurige Bilanz’", so Heinz
Vettermann in Richtung VP-Leeb. Zusätzlich erinnerte Vettermann
daran, dass es in der Vergangenheit bereits deutlich höhere Zahl an
außerordentlichen SchülerInnen gegeben habe: Im Schuljahr 2003/04
waren es beispielsweise 13.846 - und das bei insgesamt weniger
Kindern mit nicht-deutscher Muttersprache als heute. Vettermann:
"Auch das zeigt, worum es der ÖVP eigentlich geht: reine Panikmache!"

"Und ja, wir investieren in unsere Kinder. Die 1+1 Sprachförderung im
Kindergarten greift. Wir können jedoch QuereinsteigerInnen aus den
Pflichtschulen nicht in den Kindergarten zurückschicken, damit sie
dort Deutsch lernen. Auch wenn Sie offensichtlich nicht allzu
bewandert sind im Wiener Bildungssystem - das werden Sie wohl
verstehen", so Vettermann. Von den eigenen Vorbereitungsklassen für
zugezogene, bereits schulpflichtige Kinder, wie Leeb sie fordert,
hält Vettermann nichts: "Eine Segregation der Kinder bringt nichts.
Ganz im Gegenteil. Das führt zu Ausgrenzung, schürt Vorurteile und
ist in integrationspolitischer Hinsicht schwachsinnig."

"Erst letztens hat Ihre Partei im zuständigen Gremium gegen den
Ausbau von Ganztagsschulen gestimmt. Dabei ist genau das eine
kostengünstige, sinnvolle Maßnahme, um außerordentlichen Schülern die
deutsche Sprache näherzubringen, weil sie in einem deutschsprachigen
Umfeld sind und mit Gleichaltrigen ‚spielerisch’ Deutsch lernen -
zusätzlich zum Deutschunterricht", sagt Vettermann.

Abschließend merkte Vettermann kritisch an, dass es nötig sei, die
derzeit bestehende Deckelung von Sprachförderkursen durch den
Stellenplan des Bundes aufzuheben: "Wir brauchen hier die Ressourcen
vom Bund, die es tatsächlich braucht. Daher weg mit der Deckelung im
Stellenplan: Jedes Kind, das Förderung braucht, muss auch ausreichend
Förderung bekommen!"

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