- 28.04.2015, 10:00:02
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Crash-Test: E-Bikes auf dem Autodach als unterschätzte Gefahr
200.000 Elektro-Fahrräder in Österreich – Tendenz steigend Mehr Sicherheit: Fahrradträger auf der Anhängerkupplung Allianz empfiehlt Überprüfung der Befestigungselemente
Utl.: 200.000 Elektro-Fahrräder in Österreich – Tendenz steigend
Mehr Sicherheit: Fahrradträger auf der Anhängerkupplung
Allianz empfiehlt Überprüfung der Befestigungselemente =
Wien (OTS) - Das Allianz Zentrum für Technik (AZT) hat umfangreiche
Crash-Tests mit Pedelecs durchgeführt: Wie die Ergebnisse zeigen,
treten beim E-Bike-Transport mit dem Auto zusätzliche Gefahren auf,
da diese im Vergleich zu herkömmlichen Fahrrädern ein deutlich
höheres Eigengewicht aufweisen. "Wer Elektro-Fahrräder falsch
befestigt, riskiert nicht nur Schäden am eigenen Pkw, sondern
gefährdet dabei auch andere Verkehrsteilnehmer", erklärt Kurt
Benesch, Leiter des Allianz Kundenservices.
Pedelec Transport: Fahrradträger auf der Anhängerkupplung
Im Straßenverkehr spielen Pedelecs - Fahrräder mit einem Elektromotor
als Unterstützung - auch hierzulande eine immer bedeutendere Rolle.
Aktuell sind laut Zahlen des VCÖ in Österreich mehr als 200.000
Pedelecs unterwegs, das sind in etwa doppelt so viele wie 2012.
Bereits jedes achte neugekaufte Fahrrad war im vergangenen Jahr ein
Elektro-Fahrrad. Im Rahmen einer aktuellen Untersuchung legten die
Experten der Allianz Sicherheitsforschung einen Schwerpunkt auf die
Frage, welche Risiken beim Transport von Pedelecs auftreten: "Die
Versuche haben gezeigt, dass Fahrradträger, die auf der
Anhängerkupplung montiert werden, deutlich besser für den Transport
von Pedelecs geeignet sind als Dachträger. Bei Unfällen besteht das
Risiko, dass die Räder vom Dachträger katapultiert werden und
unkontrolliert umher fliegen", sagt Melanie Kreutner,
Versuchsingenieurin im Allianz Zentrum für Technik. "Entscheidend ist
in jedem Fall nicht nur die Gesamtlast des Trägers, sondern auch die
der jeweiligen Schiene. Wird der einzelne Halter überlastet, bricht
er und kann das Pedelec nicht mehr in der Position halten." Viele
marktübliche Fahrradträger sind für den Transport von Pedelecs nur
bedingt geeignet, da Elektro-Fahrräder aufgrund des elektrischen
Antriebs, des Akkus und des verstärkten Rahmens meist mehr als 20
Kilogramm wiegen. Die Allianz empfiehlt daher, sich vor dem Transport
von Elektro-Fahrrädern zu vergewissern, dass die Halter für das
Gewicht des Pedelecs ausgelegt sind. Außerdem sollte man während der
Fahrt immer wieder Pausen machen und kontrollieren, ob noch alle
Befestigungselemente intakt sind.
Test 1: Pedelecs auf der Anhängerkupplung
Für die Untersuchungen wurden drei Pedelecs zu je 26,8 kg (inkl.
Akkus) mit einem Fahrradträger auf der Anhängerkupplung befestigt,
der für maximal drei Fahrräder mit je 15 kg, also einem maximalen
Gesamtgewicht von 45 kg zugelassen war. Insgesamt war die Halterung
damit um 35,4 kg überladen. Bei einem simulierten Ausweichmanöver mit
50 km/h wurde das Auto durch das Verdrehen des Fahrradhalters auf dem
Kugelkopf vom innersten Pedelec eingedellt und die Rückleuchte
beschädigt. Beim Überfahren von Bodenwellen, Schlaglöchern und auf
Feldwegen brach am Fahrradträger der Befestigungsarm für das äußerste
Pedelec und die Räder wurden nur noch durch Befestigungsbänder auf
dem Träger gehalten. Nach den Tests konnte die Fahrt jeweils aus
Sicherheitsgründen nicht fortgesetzt werden. Es bestand die Gefahr,
dass sich entweder ein Pedelec oder der gesamte Träger vom Auto löst.
Test 2: Pedelecs auf dem Dachträger
Für den Transport von Elektro-Fahrrädern auf dem Dachträger wurden
zwei Räder ohne Akkus mit je 24,5 kg auf zwei Haltern von
unterschiedlicher Stabilität befestigt. Der robustere Fahrradhalter
ist auf ein Fahrrad mit maximal 20 kg ausgelegt, während der andere
eine maximale Traglast von 15 kg aufweist. Ein Frontalcrash mit circa
50 km/h zeigte, dass der schwächer ausgelegte Fahrradhalter das
Pedelec nicht halten konnte. Die Befestigungselemente brachen, und
das Rad wurde nach vorne vom Dach geschleudert. Zwar konnte der
robustere Halter das Pedelec festhalten, jedoch löste er sich unter
der Last des Grundträgers mit dem Rad vom Dach. Im Straßenverkehr
wären die Folgen höchstwahrscheinlich verheerend gewesen und
beträchtliche Schäden am eigenen aber auch an Drittfahrzeugen die
Folge.
Downloads im Internet unter
https://www.allianz.at/privatkunden/media-newsroom/
Foto: Kurt Benesch ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
Foto: Melanie Kreutner ((C) Allianz) - Abdruck honorarfrei
Pressemeldung als PDF
Link zum Crash-Test-Video:
http://www.safetyfirst.tv/kategorien/sicherheit-service
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