- 28.04.2015, 09:58:33
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VP-Leeb: Traurige Bilanz der rot-grünen Stadtregierung im Bildungsbereich
Zahl der außerordentlichen Schüler in Wien seit 2010 um 53 Prozent gestiegen
Utl.: Zahl der außerordentlichen Schüler in Wien seit 2010 um 53
Prozent gestiegen =
Wien (OTS) - "Laut Rot-Grünem Regierungsübereinkommen soll Wien eine
Bildungsmetropole sein ´in der jeder alles lernen kann und damit ein
Leben voller Chancen vor sich hat´. Die Realität auch nach 5 Jahren
Rot-Grün ist ernüchternd. Es finden sich weder in den
Bildungserfolgen noch in den nackten Zahlen Verbesserungen", so ÖVP
Wien Bildungssprecherin Gemeinderätin Isabella Leeb.
Gab es im Schuljahr 2010/2011 noch eine Zahl von unter 8.000
außerordentlichen Schülern, so liegt die Zahl aktuell bei über
12.000. Das ist eine Steigerung von 53% in nur 4(!) Jahren. Sieht man
sich die Zahlen im Detail an, so sind die Hintergründe erschreckend.
In Wien besuchen derzeit rund 100.000 Schülerinnen und Schüler eine
Pflichtschule. 60.743, also rund 60%, mit einer anderen Erstsprache
als Deutsch. Setzt man also diese mit der Anzahl der
außerordentlichen Schüler in Verhältnis, so werden 20% aller Kinder
mit Migrationshintergrund als außerordentliche Schüler im System
geführt.
Die Stadt Wien setzte ab 2009 auf die Einführung des beitragsfreien
Kindergartens, den Einsatz von Sprachförderinnen und das 1+1
Fördermodell . "Verglichen mit den Zahlen und Fakten aus der Realität
muss man leider sagen, dass zwar viel investiert wird, die Ergebnisse
sind jedoch ernüchternd, beschämend und besorgniserregend.
Heterogenität ist heute die Normalität, aber das Wiener System
scheitert daran. Maßnahmen und Ressourcen zur Qualitätssicherung
wachsen nicht in gleichem Maße, sind unterdotiert und qualitativ
nicht ausreichend", so die Bildungssprecherin weiter.
"Wir brauchen daher umgehend eine Qualitätsoffensive sowohl in
Kindergärten als auch in Volksschulen", so Leeb weiter, die folgende
Forderungen in diesem Zusammenhang ins Treffen führt.
Die Forderungen der ÖVP Wien
- Ernsthafte Evaluierung aller von der Stadt Wien derzeit geführten
Maßnahmen (1+1 Förderung, Sprachförderinnen)
- Kassasturz im Wiener Bildungsressort
- Intensivierung der Kontrollen in Kindergärten, vor allem in
Richtung Qualität (Sprachinseln!) - Aufstockung des Kontrollpersonals
- Verbesserung des Betreuungsschlüssels in Wiener Kindergärten
(15/25)
- Entlastung der Lehrer in den Pflichtschulen durch ausreichend
Schulpsychologen und Verwaltungspersonal - Rückführung der Ressourcen
für die Förderung 2.0 an die Schulstandorte.
- Vorbereitungsklassen für zugezogene Kinder und Jugendliche, wobei
man die Lehrinhalte über das Thema Sprache hinaus auch auf
gesellschaftliche und soziale Hintergründe erweitern muss.
Kleingruppen mit intensiver Schulung.
"Die Bildungsverantwortlichen in Wien sind sich ihrer Verantwortung
nicht bewusst. Sie setzen die Zukunft unserer Kinder mutwillig aufs
Spiel und damit auch den sozialen Frieden in der Stadt. Die SPÖ setzt
auf Schlagworte wie "Gratisnachhilfe" und schiebt die Verantwortung
auf den Bund. Die Wiener Grünen haben 5 Jahre lang zum Thema Bildung
geschwiegen und waren de facto nicht vorhanden. Wenn nicht
schleunigst Maßnahmen ergriffen werden, wird das System kippen. Die
außerordentlichen Schüler von heute sind die Arbeitslosen von
morgen!", so Leeb abschließend.
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