VP-Leeb: Traurige Bilanz der rot-grünen Stadtregierung im Bildungsbereich

Zahl der außerordentlichen Schüler in Wien seit 2010 um 53 Prozent gestiegen

Wien (OTS) - "Laut Rot-Grünem Regierungsübereinkommen soll Wien eine Bildungsmetropole sein ´in der jeder alles lernen kann und damit ein Leben voller Chancen vor sich hat´. Die Realität auch nach 5 Jahren Rot-Grün ist ernüchternd. Es finden sich weder in den Bildungserfolgen noch in den nackten Zahlen Verbesserungen", so ÖVP Wien Bildungssprecherin Gemeinderätin Isabella Leeb.

Gab es im Schuljahr 2010/2011 noch eine Zahl von unter 8.000 außerordentlichen Schülern, so liegt die Zahl aktuell bei über 12.000. Das ist eine Steigerung von 53% in nur 4(!) Jahren. Sieht man sich die Zahlen im Detail an, so sind die Hintergründe erschreckend. In Wien besuchen derzeit rund 100.000 Schülerinnen und Schüler eine Pflichtschule. 60.743, also rund 60%, mit einer anderen Erstsprache als Deutsch. Setzt man also diese mit der Anzahl der außerordentlichen Schüler in Verhältnis, so werden 20% aller Kinder mit Migrationshintergrund als außerordentliche Schüler im System geführt.

Die Stadt Wien setzte ab 2009 auf die Einführung des beitragsfreien Kindergartens, den Einsatz von Sprachförderinnen und das 1+1 Fördermodell . "Verglichen mit den Zahlen und Fakten aus der Realität muss man leider sagen, dass zwar viel investiert wird, die Ergebnisse sind jedoch ernüchternd, beschämend und besorgniserregend. Heterogenität ist heute die Normalität, aber das Wiener System scheitert daran. Maßnahmen und Ressourcen zur Qualitätssicherung wachsen nicht in gleichem Maße, sind unterdotiert und qualitativ nicht ausreichend", so die Bildungssprecherin weiter.

"Wir brauchen daher umgehend eine Qualitätsoffensive sowohl in Kindergärten als auch in Volksschulen", so Leeb weiter, die folgende Forderungen in diesem Zusammenhang ins Treffen führt.

Die Forderungen der ÖVP Wien

- Ernsthafte Evaluierung aller von der Stadt Wien derzeit geführten Maßnahmen (1+1 Förderung, Sprachförderinnen)

- Kassasturz im Wiener Bildungsressort

- Intensivierung der Kontrollen in Kindergärten, vor allem in Richtung Qualität (Sprachinseln!) - Aufstockung des Kontrollpersonals

- Verbesserung des Betreuungsschlüssels in Wiener Kindergärten (15/25)

- Entlastung der Lehrer in den Pflichtschulen durch ausreichend Schulpsychologen und Verwaltungspersonal - Rückführung der Ressourcen für die Förderung 2.0 an die Schulstandorte.

- Vorbereitungsklassen für zugezogene Kinder und Jugendliche, wobei man die Lehrinhalte über das Thema Sprache hinaus auch auf gesellschaftliche und soziale Hintergründe erweitern muss. Kleingruppen mit intensiver Schulung.

"Die Bildungsverantwortlichen in Wien sind sich ihrer Verantwortung nicht bewusst. Sie setzen die Zukunft unserer Kinder mutwillig aufs Spiel und damit auch den sozialen Frieden in der Stadt. Die SPÖ setzt auf Schlagworte wie "Gratisnachhilfe" und schiebt die Verantwortung auf den Bund. Die Wiener Grünen haben 5 Jahre lang zum Thema Bildung geschwiegen und waren de facto nicht vorhanden. Wenn nicht schleunigst Maßnahmen ergriffen werden, wird das System kippen. Die außerordentlichen Schüler von heute sind die Arbeitslosen von morgen!", so Leeb abschließend.

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