- 24.04.2015, 13:56:03
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Forschungskompetenz in Österreich halten
Bei ihrer Generalversammlung stellte die Pharmig die Leistungsfähigkeit Österreichs im Forschungsbereich ins Zentrum: Österreich muss international attraktiver werden!
Utl.: Bei ihrer Generalversammlung stellte die Pharmig die
Leistungsfähigkeit Österreichs im Forschungsbereich ins
Zentrum: Österreich muss international attraktiver werden! =
Wien (OTS) - Die diesjährige Generalversammlung der Pharmig stand
ganz im Zeichen des Innovationsstandortes Österreich. Prof. Dr. Robin
Rumler, Präsident der Pharmig, unterstrich in seiner Rede, dass große
Umbrüche in der Pharmaindustrie auch Auswirkungen auf nationale
Forschungsstandorte haben. "Weil der Wettbewerb um Forschungsaufträge
steigt, kommt es immer mehr auf national attraktive Rahmenbedingungen
wie Arbeitskräftepotenzial, Förderungslandschaft oder auch
unternehmensrechtliche Bedingungen, wie etwa Gründungsrecht, an.
Zudem ist medizinischer Fortschritt ohne Forschung unmöglich, nur so
können weiterhin innovative Arzneimittel für die Menschen entwickelt
werden."
Die Pharmawirtschaft habe mit 14,4 Prozent des Umsatzes die höchste
Forschungsquote aller Branchen, so Rumler. Österreich kann es sich
daher nicht leisten, hier an Attraktivität zu verlieren. Ein
Alarmsignal ist aber der Rückgang der klinischen Studien in
Österreich um 15 Prozent von 2013 auf 2014. Für
Pharmig-Generalsekretär Dr. Jan Oliver Huber ist es in diesem
Zusammenhang bedeutend, dass Österreich ein internationaleres Profil
als Wissenschaftsland bekommt. "Entscheidend dafür ist letztlich
auch, den Austausch von Wissenschaftlern und grenzüberschreitenden
Projekten von Industrie und öffentlicher Hand zu unterstützen", so
Huber.
Was es braucht, um die Attraktivität zu erhalten, brachte Key Note
Speaker Dr. Hannes Androsch, Vorsitzender des Rates für Forschung und
Technologieentwicklung, auf den Punkt. "Im Interesse der
Standortattraktivität und der Wettbewerbsfähigkeit benötigt
Österreich verstärkt Bemühungen in den Bereichen Bildung, Forschung
und Investitionen. Die zuletzt gesetzten Maßnahmen, wie zum Beispiel
die Erhöhung der Forschungsprämie, zusätzliche Dotationen wie für die
Nationalstiftung sowie verbesserte Bedingungen für gemeinnützige
Stiftungen samt möglicherweise besserer steuerlicher
Absetzmöglichkeiten für Spenden sind wichtige Perlen in einer
allerdings noch zu vervollständigenden Kette. All diese Maßnahmen
sind Voraussetzung, um die strategischen Forschungsziele der
Bundesregierung vom März 2011 für das Jahr 2020 erreichen zu können.
Dafür ist außerdem die Sicherstellung der Kontinuität der Forschungen
durch langfristige Planungssicherheit mittels des seit langem
angekündigten Forschungsfinanzierungsgesetzes von grundlegender
Bedeutung."
Univ.-Prof. Dr. Josef Penninger, wissenschaftlicher Direktor des
Institute of Molecular Biotechnology (IMBA) und
Wittgenstein-Preisträger 2014, sagte: "Vor allem das Vienna
Biocenter, dem das IMBA zugehörig ist, hat sich in den letzten Jahren
zu einem der Hotspots für Forschung in der Welt entwickelt. Dieser
Standort muss weiter ausgebaut werden, um ein Schwergewicht in der
Forschung zu werden. Dafür gibt es Ideen und es ist absolut
essentiell, dass wir uns hier in Österreich dazu entscheiden in
Spitzenforschung zu investieren. Nur dann kommen gute Leute nach
Österreich und gute Ideen können entstehen - für eine Vielfalt an
neuen, vielversprechenden Entdeckungen, und damit auch von neuen
Firmen."
Im Zuge der Generalversammlung wurde außerdem Mag. Martin Munte,
Geschäftsführer der Amgen GmbH, als neuer Vizepräsident bestätigt. Er
folgt in dieser Funktion Mag. Pascal Broschek (Geschäftsführer der
Gebro Pharma) nach.
Über die Pharmig:
Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der
österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120
Mitglieder (Stand April 2015), die den Medikamenten-Markt zu gut 95
Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten
Arbeitsplätze für ca. 18.000 Beschäftigte (Quelle: Vollerhebung
unter den Pharmig - Mitgliedsunternehmen, Stand Februar 2015).
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