Juraczka/Stiftner: Wiener Öffis sind durchaus wettbewerbsfähig – es gibt jedoch ein großes Aber

Wien (OTS) - "Ein komplexes Thema wie Verkehr in Wien in fünf Minuten abzuhandeln ist nicht so einfach. Aber ich darf es versuchen und der SPÖ, das wird sie jetzt überraschen, gratulieren: Die Wiener Öffis sind durchaus wettbewerbsfähig und ein Vorzeigeprojekt. Ich freue mich, dass sich die Sozialdemokratie im Gegensatz zum Koalitionspartner zum U-Bahn-Ausbau bekennt", so ÖVP Wien-Obmann Stadtrat Manfred Juraczka in der heutigen Aktuellen Stunde des Wiener Gemeinderates.

Es gebe aber ein großes Aber, so Juraczka: "Um die Öffis besser zu machen, braucht es Effizienz. Und die sehe ich nur bedingt. Die 365 Euro-Jahreskarte ist schön, aber es gibt unglaublich hohe Zahlungen von der Stadt an die Wiener Linien, um deren Betrieb zu erhalten."

"Im Jahr 2013 wurden sogar Rückgänge bei den Fahrgastzahlen verzeichnet. Das hat offensichtlich etwas mit der mangelnden Qualität bzw. mit dem stockenden infrastrukturellen Ausbau zu tun", ergänzt Verkehrssprecher Roman Stiftner. Die nun bejubelten Fahrgaststeigerungen 2014 sind lediglich auf die neuen Verkehrsmittel in den Stadtentwicklungsgebieten, wie zum Beispiel Aspern, zurückzuführen.

Ein weiterer Punkt sei die Pendlerproblematik: "Es ist wunderbar, wenn man sich am SPÖ-Landesparteitag vor wenigen Tagen zur Aussage ‚auch Autofahrer sind Menschen' durchgerungen hat. Aber das nach viereinhalb Jahren Politik gegen die Autofahrer zu sagen, ist ein bisschen spät", so Juraczka.

"Die extrem hohen Mittel, die in die sündteuren Radgaragen am Westbahnhof geflossen sind, wie vor kurzem die "Krone" aufdeckte, wären bei Park and Ride Anlagen deutlich besser aufgehoben", so Stiftner weiter.

"Ich appelliere an die Stadtregierung, endlich auch die heißen Themen anzugehen. Bei 250.000 Einpendlern pro Tag ist es hoch an der Zeit, den U-Bahn-Ausbau an den Stadtrand und darüber hinaus endlich anzugehen. Der niederösterreichische Verkehrslandesrat ist jederzeit bereit, diesbezüglich Gespräche aufzunehmen. Aber auf Seiten der Wieners Stadtregierung besteht offensichtlich kein Interesse", so Juraczka abschließend.

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