- 24.04.2015, 11:35:00
- /
- OTS0115 OTW0115
AK Energiepreismonitor: Steile Talfahrt bei Gas-Großhandelspreisen
„Niedrige Einkaufs-Preise müssen voll an Haushalte gegeben werden!“
Utl.: „Niedrige Einkaufs-Preise müssen voll an Haushalte gegeben
werden!“ =
Wien (OTS) - Bei dem Großhandelspreis für Erdgas ist es zu einem
massiven Preissturz gekommen. "Aber die Lieferanten lassen sich
reichlich Zeit, den günstigen Einkaufspreis auch an ihre Kunden
weiter zu geben. Bei einem derartigen Preisverfall gibt es keine
Ausreden mehr", kritisiert AK Energieexperte Dominik Pezenka. Alleine
seit Dezember 2014 ist der Gas-Großhandelspreis um rund 40 Prozent
gefallen. Aber nur vier der zwölf analysierten Gaslieferanten haben
in den vergangenen Monaten Preissenkungen zwischen 3 und 10 Prozent
vorgenommen - die anderen großen Gaslieferanten haben sich noch gar
nicht bewegt. Bei den Strompreisen zeigt sich ein ähnliches Bild:
Seit Mitte 2008 hat sich der Stromgroßhandelspreis insgesamt beinahe
halbiert (minus 47 Prozent). Aber rund die Hälfte der großen
Strom-Versorger haben sogar ihre Preise um 2 bis 20 Prozent erhöht.
Die andere Hälfte hat ihre Preise zwar gesenkt, allerdings nur um 4
bis 12 Prozent. "Die niedrigen Preise müssen endlich voll weiter
gegeben werden!", fordert Pezenka.
Die AK beobachtet seit Juli 2008 laufend die
Haushalts-Preisveränderungen bei Strom und Gas. Diese Haushaltspreise
werden mit den Großhandelspreisen verglichen. Grund für den jüngst zu
beobachtenden Preisverfall bei Gas ist der warme Winter, aber auch
der stark gesunkene Rohölpreis der über Ölpreisbindung in vielen
Gas-Verträgen auf den Gasgroßhandelspreis durchschlägt. Aufgrund des
aktuellen Preissturzes bei Gas ist der Großhandelspreis auch in der
langfristigen Betrachtung im Minus: satte 46,5 Prozent ist der Preis
seit Mitte 2008 gesunken. Im selben Zeitraum sind die
Haushalts-Preise für Erdgas bei fast allen großen Versorgern sogar
gestiegen - nur die Vorarlberger VKW bildet mit einem
Haushalts-Preisrückgang von 6 Prozent in der Langfrist-Betrachtung
eine positive Ausnahme. Bei den meisten anderen Versorgern wurden
die Gas-Preise im Betrachtungszeitraum zwischen 17 und 34 Prozent
erhöht.
AK-Tipps für Haushalte:
+ Vergleichen Sie die Preise mit dem Strom- und Gaspreisrechner.
+ Achten Sie bei einem möglichen Tarif- bzw. Anbieterwechsel auf
befristete Rabatte, automatische Preisanpassungen und
Bindungsfristen.
+ Haushalte die GIS befreit sind, haben Anspruch auf eine Deckelung
der Ökostrom-Förderkosten (max. 20 Euro pro Jahr). Anträge sind beim
Gebühren Info Service (GIS) zu stellen.
Service: Der AK-Energiepreismonitor und der Tarifrechner sind unter
www.arbeiterkammer.at abrufbar.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW






