Ertragreiches Geschäftsjahr 2014 durch HETA-Vorsorgen und verdoppelte Bankenabgabe belastet

Harold: Mit erfolgreichem Geschäftsmodell, hohen Kapitalratios und einem starken 100%-Eigentümer sind wir für die Zukunft gut aufgestellt

St. Pölten (OTS) -

  • Neu-Kreditvolumen in Höhe von 1,45 Mrd. Euro
  • Konzernbilanzsumme (IFRS) von 14,2 Mrd. Euro auf 15,9 Mrd. Euro gesteigert
  • Konzernzinsüberschuss (IFRS) mit 127,4 Mio. Euro über dem Ergebnis der Vorjahresperiode (2013: EUR 115,4 Mio.)
  • Da der Marktwertrückgang der gehaltenen HETA-Anleihen bereits während der letzten Perioden im Eigenkapital (AfS-Rücklagen) ausgewiesen war, kommt es durch die Wertberichtigung zu einer Entlastung der AfS-Rücklagen, allerdings auch zu einer Belastung der Gewinn- und Verlustrechnung 2014 und einem Konzernfehlbetrag (IFRS) nach Steuern und Minderheiten von 31,3 Mio. Euro
  • Hohes Kapitalisierungsniveau konnte gehalten werden: CRR Konzernkapitalratios deutlich über gesetzlichen Anforderungen: Kernkapitalquote bei 12,3 % und Eigenmittelquote bei 14,9 %
  • Bilanzgewinn (UGB) bei HYPO NOE Gruppe Bank und Landesbank
  • Top-Rating A/A-1 mit stabilem Ausblick von S&P

Das Geschäftsjahr 2014 verlief für die HYPO NOE trotz herausfordernden Marktumfelds im Kerngeschäft durchwegs positiv. So konnte die Bank im 100 Prozent Eigentum des Landes Niederösterreich mit einer gesteigerten Neu-Kreditvergabe von über 1,4 Mrd. Euro ihrem Auftrag bestmöglich nachkommen, als Konjunkturmotor zu fungieren. Erfreulich entwickelten sich im Konzern sowohl das Zinsergebnis mit 127,4 Mio. Euro (+12 Mio. Euro) als auch das Provisionsergebnis mit 14 Mio. Euro (+0,7 Mio. Euro). Anstatt einen erwarteten Gewinn in der durchschnittlichen Höhe der letzten Jahre zu erwirtschaften (2013 war mit einem überdurchschnittlich hohem Nettogewinn von 53,7 Mio. Euro aufgrund der Pönalerückerstattung von 57,9 Mio. Euro ein Ausnahmejahr), musste jedoch dem HETA-Moratorium im März 2015 während der Werterhellungsperiode entsprochen werden.

Wie bereits in einer Ad Hoc-Meldung angekündigt, hat die HYPO NOE im Jahresabschluss 2014 für erwartete HETA-Belastungen vorgesorgt und Wertberichtigungen für gehaltene HETA-Anleihen in Höhe von rd. 64 Mio. Euro gebildet. Dies brachte den Konzerngewinn 2014 zwar in die Verlustzone, die Einzelabschlüsse bei Gruppe Bank AG und Landesbank AG gemäß UGB konnten aber jeweils einen Bilanzgewinn ausweisen. Im Segment Leasing konnte sogar ein Periodenüberschuss erreicht werden.

Kapitalratios und Bilanzsumme erreichen hohes Niveau

Die Bilanzsumme stieg 2014 auf Konzernebene gegenüber dem Jahr davor um 12,1 Prozent oder 1,7 Mrd. Euro auf 15,9 Mrd. Euro an. Deutlich über den gesetzlichen Anforderungen liegen weiterhin die Kapitalratios der Bank mit einer Kernkapitalqote von 12,3 Prozent und einer Eigenmittelquote von 14,9 Prozent.

"Die HYPO NOE hat in den letzten Jahren stets gut gewirtschaftet und seit 2007 kontinuierlich Gewinne geschrieben, das wäre auch - trotz der Verdoppelung der Bankenabgabe von 6,3 auf 12,9 Mio. Euro - im Jahr 2014 der Fall gewesen. Die Bank ist bezüglich Eigenmittelausstattung und Liquidität nach wie vor sehr solide aufgestellt. Wir haben mit dem Land NÖ einen starken Eigentümer an unserer Seite und benötigten auch in herausfordernden Zeiten nie Staatshilfe. Die HYPO NOE ist kerngesund und für die Zukunft sehr gut aufgestellt", fasst HYPO NOE Vorstandsvorsitzender Peter Harold die Gesamtsituation und Positionierung der Bank zusammen.

Positive Statements der HYPO NOE am Kapitalmarkt

Zudem ist es 2014 gut gelungen, wiederum kräftig am Kapitalmarkt aufzuzeigen. So konnte die HYPO NOE erstmals einen hypothekarisch besicherten Pfandbrief im Benchmarkformat in Höhe von 500 Mio. Euro mit nationaler und internationaler Beteiligung emittieren. Welche Auswirkungen das HETA-Moratorium und die damit in Zusammenhang stehenden Belastungen, nicht nur für österreichische Banken, mittel-und langfristig auf den Ruf des Finanz- und Bankplatzes Österreich haben, bleibt freilich abzuwarten.

HYPO NOE setzt weiter auf Finanzierung und Nachhaltigkeit

Dennoch geht die HYPO NOE positiv und weiterhin mit Fokus auf ihr bewährtes Geschäftsmodell in das neue Geschäftsjahr. "Auch 2015 sehen wir es als unsere Aufgabe, als Bank des Landes sowie der NiederösterreicherInnen ein vertrauensvoller Partner zu sein und die Konjunkturentwicklung durch breite Finanzierungsaktivitäten wie etwa von Projekten der Gemeinden und öffentlichen Hand zu unterstützen sowie unseren Privatkunden in allen Geldangelegenheiten zur Seite zu stehen", so Harold mit Blick auf das aktuelle Geschäftsjahr.

Auch im Bereich Nachhaltigkeit wird die HYPO NOE weiter den im Jahr 2014 eingeschlagenen Weg verfolgen und einen Nachhaltigkeitsbericht auf Konzernebene umsetzen. Dass die Bank dabei bisher vor allem mit ihren Unternehmensstandorten auf einem guten Weg ist, wurde neuerdings mit zwei Auszeichnungen - der "klima:aktiv-Plakette Silber" sowie dem von der EU vergebenen "Green Building"-Zertifikat für die energieeffiziente im Niedrigenergiestandard 2012 eröffnete Konzernzentrale in St. Pölten - bestätigt.

HYPO NOE Gruppe

1888 als Niederösterreichische Landes-Hypothekenbank gegründet, blickt die HYPO NOE Gruppe auf eine lange Tradition und Erfahrung im Banken- und Finanzsektor zurück. Nach einer Teilprivatisierung 1996 steht der Bankkonzern seit 2007 erneut im 100%-Eigentum des Landes Niederösterreich. Die HYPO NOE Gruppe betreut als Mutterinstitut im Konzernverbund mit HYPO NOE Leasing und HYPO NOE Real Consult vorwiegend Großkunden im Landes- und Gemeindebereich in Österreich sowie auch selektiv in der Donauraumregion.
Gemeinsam mit den HYPO NOE-Töchtern HYPO NOE Real Consult und HYPO NOE First Facility ist es der HYPO NOE Gruppe möglich, durch ihre Immo-Servicekette den gesamten Lebenszyklus einer Immobilie aus einer Hand abzudecken.
Die Retailtochter HYPO NOE Landesbank bietet sich als Universalbank für Private, Freiberufler und Kommerzkunden in NÖ und Wien an; besondere thematische Schwerpunkte bilden Wohnbau und Familie, Bildung und Gesundheit. Rund 70.000 Kunden vertrauen der Landesbank, die sich durch Regionalität und Kundennähe auszeichnet. 30 Geschäftsstellen in Niederösterreich und Wien sind die Drehscheibe und Basis für eine erfolgreiche Kundenbeziehung.

Nähere Informationen unter: www.hyponoe.at

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Markus Nepf
HYPO NOE Gruppe
Leiter Group PR / Konzernpressesprecher
Tel. +43 (0)5 90 910-1053
Mail: markus.nepf@hyponoe.at

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