- 23.04.2015, 09:50:21
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Grüne Wien/Wurzer zu Töchtertag: „Töchter können alles, die Grenzen kommen von Erwachsenen“
Töchtertag ist auch Eltern- und Erwachsenenbildung
Utl.: Töchtertag ist auch Eltern- und Erwachsenenbildung =
Wien (OTS) - "Mädchen können alles", ist Gemeinderätin Martina Wurzer
überzeugt. Anlässlich des heutigen Wiener Töchtertags geht sie nicht
nur selbst in einen Betrieb, sondern weist auch auf die große
Verantwortung der Eltern bei der Berufswahl ihrer Töchter hin.
Wurzer: "Der Töchtertag ist die etwas andere Art der
Berufs-orientierung für Mädchen. Aber in erster Linie ist er Eltern-
und Erwachsenenweiterbildung."
Die Berufswahl beginnt schon mit der Schulwahl. Eltern üben hier
einen großen Einfluss aus. Die rot-grüne Stadtregierung hat daher das
Töchtertags-Büro mit mehr Ressourcen ausgestattet. Jetzt kann das
ganze Jahr hindurch Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit bei
Eltern, Lehrerinnen und Lehrern wie auch in Unternehmen und
Bildungseinrichtungen gemacht werden.
Wurzer: "Wir leben noch in einer stark geschlechtergetrennten Welt.
Das Spektrum der erlernten Berufe bei jungen Frauen ist viel kleiner
als das von Männern. Es gibt eine starke Konzentration im Bereich
Handel, Büro, Friseurin oder auch Geisteswissenschaften. Die Grenzen
bei der Berufswahl der Töchter (und auch der Söhne) kommen von
Erwachsenen. Der Wiener Töchtertag ist ein wichtiges Instrument der
rot-grünen Stadtregierung, um Barrieren und Vorurteile bei der
Berufswahl und in der Arbeitswelt abzubauen."
Wurzer: "Mädchen wollen hoch hinaus, wie das diesjährige
Töchtertagsmotto sagt. Wenn wir Mädchen und junge Frauen alle
Möglichkeiten offen halten wollen, ist es wichtig, die Eltern mit ins
Boot zu holen. Mädchen können sich für alternative Ausbildungswege
dann entscheiden, wenn sie diese kennen und volle Unterstützung von
allen Seiten erhalten. Nur wer Wissen über das breite Spektrum der
Berufe hat und Gendersensibilität mitbringt, eröffnet alle Chancen.
Wir wollen mit dem Wiener Töchtertag sowohl Mädchen als auch Eltern
Mut machen, um die zähen Geschlechtsstereotypen nachhaltig
aufzubrechen."
Am heutigen Wiener Töchtertag lernen wieder tausende Mädchen im Alter
von 11 bis 16 Jahren neue Arbeitsfelder kennen. Viele Betriebe öffnen
ihre Türen und bieten Mädchen spannende Workshops und spezielle
Betriebsführungen an. So lernen Mädchen neue Arbeitsfelder kennen, an
die sonst nicht denken würden. Am Wiener Töchtertag geht es darum,
dass Mädchen praktische und begreifbare Erfahrungen mit Berufen aus
dem technischen, naturwissenschaftlichen oder handwerklichem Bereich
machen können. Schweißen, Stapler fahren, Roboter bauen, Ingenieurin
oder Forscherin spielen sollen helfen, die geschlechtsspezifische
Berufswahl aufzubrechen. Denn die Berufswahl von Frauen und Männern
unterscheidet sich sehr stark. Der geschlechtergetrennte Arbeitswelt
hat weitreichende Folgen für Einkommen, Karriere und die persönliche
wie gesellschaftliche Entwicklung.
Wurzer: "Der Töchtertag soll den Mädchen in erster Linie Spaß machen.
Eine positive Lernerfahrung ist der erste Schritt, um das Interesse
von Mädchen an Technik, Forschung, oder Handwerk wach zu halten. Ich
sehe den Töchtertag als Türöffner, um veraltete und einschränkende
Rollenbilder und Berufsvorstellungen zu durchbrechen. Das gilt für
Eltern und LehrerInnen ebenso wie für Betriebe und die Mädchen
selbst. Ich freue mich, dass der Wiener Töchtertag so zahlreich von
Mädchen und Betrieben genützt wird".
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