- 22.04.2015, 10:37:43
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Wehsely und Reischl eröffnen Zentrum für Entwicklungsförderung mit weiteren 700 Therapieplätzen für Kinder
Wien (OTS) - Die neue Einrichtung der Wiener Sozialdienste in der
Donaustadt bietet neun unterschiedliche therapeutische Leistungen,
mit denen Entwicklungsverzögerungen von Kindern bis zu 10 Jahren
behandelt werden.
Mit der Eröffnung des neuen Zentrums für Entwicklungsförderung (ZEF)
der Wiener Sozialdienste hat die Gesundheitsversorgung von
Neugeborenen und Kindern bis 10 Jahren ein weiteres wichtiges
Standbein bekommen. Das neue Zentrum in der Lieblgasse im 22. Wiener
Gemeindebezirk ist das letzte von drei Zentren, das im Rahmen einer
dreijährigen Initiative der Stadt Wien und der Wiener
Gebietskrankenkasse (WGKK) zum Ausbau der Therapieplätze für Kinder
mit Entwicklungsstörungen oder -verzögerung errichtet wurde. Damit
wird die Umsetzung der Gesundheitsreform um ein weiteres Puzzlestück
ergänzt. Die Finanzierung des laufenden Betriebes erfolgt zu gleichen
Teilen durch die Stadt Wien und die WGKK. Die Errichtungskosten von
ca.1,1 Mio. Euro wurden zur Gänze vom Fonds Soziales Wien getragen.
Im Rahmen der Eröffnungsfeierlichkeiten betonte Gesundheits- und
Sozialstadträtin Sonja Wehsely: "Die Umsetzung solcher wegweisender
und innovativer Projekte sind der Grund für den hohen Standard
unserer Gesundheitsversorgung. Mit diesem neuen Zentrum setzen wir
neue Maßstäbe bei der Entwicklungsförderung in jungen Jahren und
investieren damit in die Zukunft unserer Kinder. Mit der neuen
Einrichtung stehen in den ZEFs jetzt insgesamt 1.700 Therapieplätze
für Kinder, die infolge von Entwicklungsstörungen oder -verzögerungen
Hilfe und Unterstützung benötigen, zur Verfügung. Das bringt den
Kindern schnellere gesundheitliche Fortschritte und Familien werden
durch die professionelle Unterstützung entlastet - ein weiteres
erfolgreiches Beispiel für die gute Zusammenarbeit von Stadt Wien und
Wiener Gebietskrankenkasse."
"Mit der Eröffnung des neuen Standorts haben wir einen weiteren
wichtigen Schritt für die Versorgung unserer jüngsten Versicherten
gesetzt. In dem neuen Zentrum werden jährlich 700 Buben und Mädchen
betreut. Die Kinder bekommen hier alle Therapien und
heilpädagogischen Maßnahmen, die für sie wichtig sind. Das Angebot
umfasst neben ärztlicher Betreuung unter anderem auch Ergo-, Logo-
und Psychotherapie sowie Musiktherapie und Sozialberatung", so
WGKK-Obfrau Ingrid Reischl.
Reischl unterstreicht, dass alle Zentren für Entwicklungsförderung
auch Teil des in Österreich einzigartigen Wiener Netzwerkes
Entwicklungsbegleitung sind. Im Rahmen dieses Programms werden alle
Säuglinge, bei denen auf Grund von Problemen während der
Schwangerschaft oder rund um die Geburt ein erhöhtes Risiko für
Entwicklungsauffälligkeiten besteht, zu entwicklungsdiagnostischen
Untersuchungen eingeladen. Wird dabei entsprechender Bedarf
festgestellt, erhalten die Betroffenen vor Ort das Angebot für
Therapie sowie Beratung und Begleitung in allen Fragen der kindlichen
Entwicklung. "So können wir vielen Entwicklungsverzögerungen
vorbeugen und den Kleinkindern einen guten Start ins Leben
ermöglichen", betont die WGKK-Obfrau.
Bestes Behandlungs- und Therapieangebot für Neugeborene und Kinder
Im ZEF Lieblgasse können im Jahr 700 Kinder von 0 bis 10 Jahren mit
Entwicklungsstörungen oder -verzögerungen auf 900m2 behandelt werden.
Insgesamt werden in 21 Therapieräumen neun unterschiedliche
therapeutische Leistungen kostenlos angeboten. Von klassischen
funktionalen Therapien wie Physiotherapie und Logopädie bis zur
Musiktherapie und Psychotherapie - nach eingehender Untersuchung und
Diagnostik des Kindes wird gemeinsam mit den Eltern entschieden,
welche Behandlung sich am besten eignet, die Entwicklung ihres Kindes
individuell zu fördern.
"Sehen zu können, wie Kinder dank der Förderprogramme Fortschritte in
ihrer Entwicklung machen, ist eine besondere Freude. Mit dem neuen
Zentrum können wir noch mehr Kinder in ihrer Entwicklung fördern.
Familien können darauf vertrauen, mit den Wiener Sozialdiensten einen
kompetenten Partner für die gesunde Entwicklung ihrer Kinder an der
Seite zu haben", zeigt sich Marianne Klicka, Dritte
Landtagspräsidentin und Präsidentin der Wiener Sozialdienste erfreut.
Bunte, attraktive Räumlichkeiten und ein spielerischer Therapieansatz
wirken dabei unterstützend. Neben Einzeltherapien werden auch
Therapien in Kleingruppen mit individuell festgelegten Schwerpunkten
angeboten.
"Therapieerfolge werden dann sichtbar, wenn sich das Kind wohlfühlt.
Entscheidend dafür sind an die Interessen angepasste
Therapiemaßnahmen, die individuell Ehrgeiz und Neugier im Kind
wecken", sagt Gisela Kersting-Kristof, Geschäftsführerin der Wiener
Sozialdienste Förderung & Begleitung GmbH.
Über die Wiener Sozialdienste
Die Wiener Sozialdienste sind ein gemeinnütziger Verein, der im
Auftrag der Stadt Wien soziale Dienste anbietet. Seit dem Jahr 2003
präsentiert sich der Verein mit den zwei vom Fonds Soziales Wien
anerkannten und geförderten Tochtergesellschaften, der Wiener
Sozialdienste Alten-und Pflegedienste GmbH und der Wiener
Sozialdienste Förderung & Begleitung GmbH. Das Leistungsspektrum
reicht von mobilen Betreuungs- und Pflegediensten für ältere Menschen
über ein Geriatrisches Tageszentrum und betreute
Seniorenwohngemeinschaften, Tagesstruktur, voll- und teilbetreuten
Wohnformen sowie mobiler Betreuung für Menschen mit Behinderung und /
oder psychischen Erkrankungen, Basale Förderklassen, therapeutische
Entwicklungsförderung, Frühförderung und Familienbegleitung für
Kinder bis zur Wohnungsadaptierung. Weiters bieten die Wiener
Sozialdienste Unterstützung zur Lösung von Familien- und
Partnerproblemen an, informieren Seniorinnen und Senioren ab dem 65.
Lebensjahr kostenlos über kommunale und regionale Angebote der Stadt
Wien und führen therapeutische Behandlung und Rehabilitation von
kranken, behinderten, älteren sowie pflegebedürftigen Personen zu
Hause durch.
Weitere Informationen zu den Wiener Sozialdiensten unter:
www.wienersozialdienste.at
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