Alles darf wahr sein...

Auch und gerade das, was uns nicht gefällt!

Wien (OTS) - Ideologie macht dumm: Wenn fixe Vorstellungen an die Stelle der Wahrnehmung, des Empfindens, Bewusstseins für Zusammenhänge, Urteilsvermögen und Verstandes treten… Wenn polarisiert und projiziert wird. Wenn die Gegenwartsbezogenheit verloren geht… Wenn man nicht mehr zuhört, aufeinander eingeht. Und wenn Kreativität und Lösungskapazität eingeschränkt werden.

Wir haben leider eine Art "moderne Inquisition": sie heißt Political Correctness. Und einen "modernen Ablasshandel": er heißt Umverteilung… Und auch der Begriff "Aufklärung" wird immer öfter irreführend verwendet. Nicht um Licht, Freiheit und Wahrheit geht es dann in erster Linie. Sondern immer mehr um einen Vorwand für Verdrängung, Beschönigung, aber auch Schuldzuweisungen aller Art.

Es sollte aber um die Wahrheit gehen. Auch - oder gerade wenn - sie nicht schön ist: Dinge nüchtern und sachlich darstellen, wie sie sind. Sich dann darum bemühen, Probleme und Konflikte möglichst kreativ zu lösen; vorhandene Ressourcen dabei möglichst produktiv einzusetzen.

Was heißt Aufklärung? Viele verstehen darunter ganz konkrete Inhalte aus einer längst vergangenen Zeit. Aufklärung sollte aber eigentlich immer in der Gegenwart stattfinden - Verdrängtes bewusst machen. Was dem heute am meisten entgegensteht, sind "ideologisch korrekte" Vorstellungen. (Denen zufolge dann eben nur noch wahr sein darf, was dem gerade gängigen Zeitgeist entspricht.)

Jeder Mensch kann aber glauben, was er will - schon allein deshalb, weil man ihn ohnehin schwer daran hindern kann. Allerdings können die meisten Menschen durch gute Argumente ja auch eines Besseren belehrt werden.

Meinungen orientieren sich allerdings sehr oft auch an subjektiven Interessen. Das heißt, man glaubt einfach, was einem nützt. Und sucht dann Argumente, um dies als mehr oder weniger "objektive Wahrheit" zu rechtfertigen. Im freien Spiel der Kräfte, haben aber andere Menschen eben auch andere - oft völlig zuwiderlaufende - Interessen.

Wir brauchen daher einen möglichst offenen Dialog: Es lebe die Meinungsfreiheit! Aber es lebe auch die Bereitschaft, sich in andere hinein zu versetzen - um Empathie und gegenseitiges Verständnis zu entwickeln.

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STIMME DER MITTE / www.willwaehlen.at

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