- 21.04.2015, 12:52:58
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Gesundheitsbezogene Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche
Die Einreichfrist zur Förderung von Projekten aus dem Rahmen-Pharmavertrag startete am 1.4. und endet am 30.6.2015. Im Fokus: Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche
Utl.: Die Einreichfrist zur Förderung von Projekten aus dem
Rahmen-Pharmavertrag startete am 1.4. und endet am 30.6.2015.
Im Fokus: Chancengerechtigkeit für Kinder und Jugendliche =
Wien (OTS) - Gleicher Zugang zu Gesundheits- und
Versorgungsangeboten: Aus dem Rahmen-Pharmavertrag werden mit 1,5
Millionen Euro Maßnahmen gefördert, die die gesundheitliche
Chancengerechtigkeit begünstigen. "Wir möchten damit gezielt die
Versorgung jener Kinder und Jugendlichen verbessern, die mit schweren
gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu leben haben. Weiters wollen
wir eine adäquate gesundheitliche Versorgung auch für jene Kinder und
Jugendliche sicherstellen, die in belastenden familiären Situationen
aufwachsen", spezifiziert Prof. Dr. Robin Rumler, Präsident der
Pharmig, den Förderschwerpunkt.
Gesundheitliche Belastungen im Alltag erwachsen Kindern aus
unterschiedlichsten Gründen. Ob durch eine Behinderung, Defizite im
sozialen und familiären Umfeld, durch gesellschaftliche Ausgrenzung
oder besondere Herausforderungen durch familiäre Pflege. Kinder und
Jugendliche, die von psychosozialen Problemen betroffen sind, können
in weiterer Folge durch Schulabbruch, Alkohol- und Drogenkonsum,
Depression oder Suizidversuche stark in ihrer Lebensqualität
eingeschränkt werden.
"Psychosoziale und gesundheitliche Belastungen, die sich bereits im
Kindesalter manifestieren, wirken sich langfristig auf Gesundheit und
gesellschaftliche Chancen aus. Dem Leid, das Kinder in
unterschiedlichster Form erfahren, soll mit gezielten und
treffgenauen Initiativen eine Perspektive entgegengestellt werden,
die ihre Chancen auf ein gesünderes und selbstbestimmtes Leben wieder
verbessern", erklärt Mag. Alexander Hagenauer, MPM,
Generaldirektor-Stellvertreter im Hauptverband der Österreichischen
Sozialversicherungsträger.
"Wiewohl Kinder und Jugendliche die demografisch gesündeste Gruppe
darstellen, können wir beobachten, dass es immer mehr chronisch
erkrankte Kinder gibt und immer mehr ihren Gesundheitszustand als
spürbar eingeschränkt empfinden. Außerdem steigt die Anzahl an
Kindern und Jugendlichen mit psychosozialen Störungen und
Entwicklungsbeeinträchtigungen", so Prof. Dr. Rumler.
Eine adäquate gesundheitliche Versorgung ist wesentlich, um ihren
Gesundheitszustand zu verbessern. Dazu ergänzt Mag. Hagenauer: "Die
Förderung der Kindergesundheit ist ein zentraler Schwerpunkt der
Sozialversicherung für 2015. Unter dem Aspekt der
Chancengerechtigkeit legen wir im Rahmen der aktuellen Förderperiode
den Fokus dort, wo die Betroffenheit am größten ist und der Nutzen im
Sinne der Gesundheit der belasteten Kinder maximiert wird."
Die Projekte zu diesem Thema sollen wie in den vergangenen Jahren
Leuchtturmcharakter haben und Ideen für einen möglichen Regelbetrieb
liefern. Die Einreichfrist startete am 1. April 2015 und endet am
30.6.2015. Mehr Informationen zur Einreichung unter www.pharmig.at
und www.hauptverband.at. Die bisherigen Schwerpunkte lagen bei
Kindergesundheit (2012), psychosozialer Gesundheit/Suchtprävention
(2013) und bei der Stärkung der Gesundheitskompetenz (2014).
Über das Gremium Gesundheitsziele:
Gemeinsam mit dem Hauptverband der Sozialversicherungsträger hat die
Pharmawirtschaft das Gremium Gesundheitsziele gegründet. Es ist
paritätisch besetzt und vergibt bis Ende 2015 insgesamt 6,75 Mio.
Euro für Projekte, die der Kindergesundheit und Prävention gewidmet
sind. Die Mittel stammen aus dem Rahmen-Pharmavertrag, der im
Wesentlichen die Leistung eines Solidarbeitrages der Pharmawirtschaft
an die Krankenkassen im Ausmaß von 82 Mio. Euro bis Ende 2015
vorsieht.
Über den Rahmen-Pharmavertrag:
Die Pharmawirtschaft und die Sozialversicherung setzten im Sommer
2011 den im Jahr 2008 begonnenen gemeinsamen Weg fort: Bis 2015
leistet die Pharmawirtschaft einen Beitrag in Höhe von 82 Millionen
Euro zur Erhaltung der Leistungsfähigkeit der sozialen
Krankenversicherung gegenüber deren PatientInnen. Neu war die
Zweckwidmung für Investitionen in gemeinsame Gesundheitsziele zu den
Themen Kindergesundheit und Prävention.
Über die Pharmig:
Die Pharmig ist die freiwillige Interessenvertretung der
österreichischen Pharmaindustrie. Derzeit hat der Verband 120
Mitglieder (Stand April 2015), die den Medikamentenmarkt zu fast 100
Prozent abdecken. Die Mitgliedsunternehmen der Pharmig bieten
Arbeitsplätze für ca. 18.000 Beschäftigte (Quelle: Vollerhebung
unter den Pharmig - Mitgliedsunternehmen, Stand Februar 2015).
Über den Hauptverband der österreichischen
Sozialversicherungsträger:
Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger ist
das organisatorische Dach über der solidarischen Kranken-, Unfall-
und Pensionsversicherung Österreichs. Die Sozialversicherung
garantiert unabhängig von Alter, Einkommen, sozialer Herkunft und
Bildung hochwertige Gesundheitsversorgung und eine sichere
Pensionsvorsorge. Aktuell sind rund 8,4 Millionen Menschen
anspruchsberechtigt (Versicherte und mitversicherte Angehörige).
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