• 20.04.2015, 09:10:25
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SJ-Herr/Dutzi: Wie viele Boote braucht es noch?

Sozialistische Jugend (SJ) fordert legale Einreisemöglichkeiten

Utl.: Sozialistische Jugend (SJ) fordert legale
Einreisemöglichkeiten =

Wien (OTS) - "Das Massensterben von Flüchtlingen scheint strukturell
toleriert zu werden, da die EU zwar viele Millionen in Frontex und
die Abwehr von Flüchtlingen investiert, aber weder genügend Geld noch
Boote findet um Menschenleben im Mittelmeer zu retten.", kritisiert
Julia Herr, Vorsitzende der Sozialistische Jugend Österreich.

"Betroffene Aussagen und Gesten allein wirken scheinheilig, wenn
nicht konkrete Handlungen folgen.", stellt Herr fest und stimmt mit
Josef Weidenholzer, SPÖ-Abgeordneter im Europäischen Parlament, in
seiner Forderung nach humanitären Korridoren und legalen
Einreisemöglichkeiten überein. "Einem nächsten Bootsunglück von
Flüchtenden muss durch legale Alternativen vorgebeugt werden. Das
Frontexprogramm Triton ist die falsche Antwort."

"Ideen wie "Auffanglager" in Nordafrika um Flüchtlinge zu stoppen,
sind der falsche Schritt", äußert sich auch Naomi Dutzi, Vize
Präsidentin der YES (Young European Socialists) gegenüber Vorschlägen
von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner. "Wer glaubt, Flüchtlinge
aufhalten zu müssen, verkennt oder ignoriert deren extreme Notlage
und die ebenfalls unsichere Situation in Ländern wie Libyen.", meint
Dutzi und ergänzt, dass es auch innerhalb der EU eines besseren
Umganges mit Flüchtlingen bedarf: "Es braucht eine Abkehr von den
Dublin-Regelungen hin zu einer solidarischen Aufnahme von
Asylsuchenden, um dringend die stark betroffenen Länder Südeuropas zu
entlasten."

Handlungsspielraum sehen die SJ-Vertreterinnen bereits heute beim
AußenministerInnentreffen der EU und fordern von Minister Kurz sich
für legale Einreiserouten stark zu machen, sodass Flüchtende nicht
länger auf solche Boote gedrängt werden.

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