Respekt ist Herzenssache! Ideologie ist Kopfsache…

Respekt ist vor allem eine Frage des Empfindens! Mit Ideologie läuft man meist entweder offene Türen ein - oder man beißt auf Granit…

Wien (OTS) - Gefühle kann man nicht so leicht kontrollieren, wie Gedanken. Jeder kann mehr oder weniger denken, was er will. Wie wir uns fühlen, lässt sich hingegen nicht so leicht steuern. Schon gar nicht von außen. Meinungsführer, Marktführer, Machthaber -"Etablierte" aller Art - haben jedoch ein Interesse, ihre hervorgehobene Position zu bewahren. Wichtige Voraussetzung dafür ist es, möglichst starken Einfluss auf möglichst viele Menschen auszuüben. Und nichts ist aus Sicht eines etablierten Systems gefährlicher, als Leute, die nicht den gängigen ideologisch-korrekten Modetrends folgen - sondern ihrem eigenen Empfinden! Bürger also, die ihre Urteile und Entscheidungen selbst fällen… Die Menschen sollen daher - aus deren Sicht - nicht zu viel selbst denken - aber noch viel weniger, selbst fühlen. (Denn Gefühle sind ja noch weit unbestechlicher als Gedanken.)

Schon Kinder werden ja eher dafür belohnt, dass sie sich verstellen -als dass sie zu sich - also vor allem auch zu ihren eigenen Empfindungen - stehen. "Vertrauen ist gut, Kontrolle jedoch besser!" Noch bevor Kinder ihr eigenes Wertegefüge entfalten können, wird ihnen also "sicherheitshalber" bereits von außen eines aufgeprägt.

Es scheint überhaupt kaum eine größere "Tugend" zu geben, als Verdrängung. Denn je mehr Leute die Wahrheit verdrängen, desto weniger fällt es auf...

Wer nicht mit seinen eigenen Empfindungen und Gefühlen verbunden ist, wird jedoch kaum je ein eigenständiger Mensch sein können. Und wer nicht weiß, was er wirklich will - der weiß auch kaum, was er wirklich braucht. Also wird er oder sie auch anfälliger für Ersatzbefriedigungen und Kompensationen aller Art.

Wir sollten uns daher eigentlich niemals von anderen Menschen vorschreiben lassen, was wir denken. Aber noch viel weniger, was wir fühlen. Im Grunde kann uns ohenhin niemand daran hindern - am ehesten wohl noch, jeder Einzelne sich selbst... Man kann uns nur daran hindern, es auch zu sagen! Aber ist das sinnvoll?

Meinungsfreiheit heißt ja zum Glück nicht, dass jeder tun kann, was er will!! Wenn man jedoch offen und ehrlich seine Meinung artikulieren kann, dann besteht zumindest die Chance, dass andere darauf eingehen. Dass es einen Dialog, Austausch gibt. Dann zählen Argumente - und man kann Verträge schließen. Und wer das Gefühl hat, gehört - und vielleicht auch verstanden - zu werden, ist wohl auch eher dazu bereit, anderen zuzuhören. Sie ebenfalls zu verstehen.

Das wäre der Unterschied zwischen Empathie und Ideologie: Man ist eher bereit, sich auch in andere hinein zu versetzen - statt zu versuchen, einander gegenseitig die jeweils eigene Meinung aufzuzwingen.

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