- 17.04.2015, 16:46:50
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Heinisch-Hosek trifft polnische Amtskollegin Kluzik-Rostkowska
"Der produktive Austausch über Erfahrungen gibt Kraft dran zu bleiben"
Utl.: "Der produktive Austausch über Erfahrungen gibt Kraft dran zu
bleiben" =
Wien (OTS) - Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek nutzte die
Polenreise heute noch für ein Treffen mit ihrer polnischen
Amtskollegin Joanna Kluzik-Rostkowska. Bei einem vorangehenden
Arbeitsgespräch mit der zuständigen Unterstaatssekretärin Ewa Dudek
standen die polnischen Reformmaßnahmen, die zur Verbesserung der
PISA-Ergebnisse geführt haben, im Zentrum. "Die Bildungssysteme in
Europa stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Unser gemeinsames Ziel
ist es, die Jugendlichen bestmöglich auf ihren weiteren Bildungs- und
Berufsweg vorzubereiten", so Heinisch-Hosek. Der internationale
Erfahrungsaustausch sei deshalb gerade im Bildungsbereich sehr
wertvoll.
Polen begann 1999 mit den derzeit laufenden Bildungsreformen und ist
nun an 9. Stelle aller Länder in Bezug auf die allgemeine
Lesekompetenz nach PISA und somit das einzige Reformland, das es von
einem PISA-Ergebnis unter dem OECD-Durchschnitt zu einem
überdurchschnittlichen Ergebnis geschafft hat. Eine spätere
Entscheidung der SchülerInnen für die weitere Ausbildung, durch eine
gemeinsame Schule bis 15, war ein wichtiger Faktor für die
Verbesserung der Testergebnisse. "Es gibt viele Parallelen zum dem,
was wir auch gerade in Österreich auf den Weg bringen:
Bildungsstandards, regelmäßige Evaluierungen, eine zentrale
Reifeprüfung und eine gewisse Autonomie, um auf die
standortspezifischen Herausforderungen eingehen zu können", so
Heinisch-Hosek, die auch die österreichischen Reformmaßnahmen auf
einem guten Weg sieht. Auch ein der polnischen "Lernpflicht" bis 18
ähnliches Modell werde in Österreich gerade ressortübergreifend
diskutiert.
"Erfolge bei Bildungsreformen in anderen Ländern und der produktive
Austausch über Erfahrungen geben auch Kraft dran zu bleiben. Mein
Ziel ist ganz klar die beste Bildung für alle", so Heinisch-Hosek. Am
Nachmittag standen noch Termine im polnischen
Bildungsforschungsinstitut und der zentralen Prüfungskommission auf
dem Programm. Die zwei Institutionen haben ähnliche Aufgaben wie das
österreichische Bifie und sind unter anderem mit der Konzeption,
Durchführung und Evaluierung der Matura betraut.
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