Heinisch-Hosek trifft polnische Amtskollegin Kluzik-Rostkowska

"Der produktive Austausch über Erfahrungen gibt Kraft dran zu bleiben"

Wien (OTS) - Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek nutzte die Polenreise heute noch für ein Treffen mit ihrer polnischen Amtskollegin Joanna Kluzik-Rostkowska. Bei einem vorangehenden Arbeitsgespräch mit der zuständigen Unterstaatssekretärin Ewa Dudek standen die polnischen Reformmaßnahmen, die zur Verbesserung der PISA-Ergebnisse geführt haben, im Zentrum. "Die Bildungssysteme in Europa stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Unser gemeinsames Ziel ist es, die Jugendlichen bestmöglich auf ihren weiteren Bildungs- und Berufsweg vorzubereiten", so Heinisch-Hosek. Der internationale Erfahrungsaustausch sei deshalb gerade im Bildungsbereich sehr wertvoll.

Polen begann 1999 mit den derzeit laufenden Bildungsreformen und ist nun an 9. Stelle aller Länder in Bezug auf die allgemeine Lesekompetenz nach PISA und somit das einzige Reformland, das es von einem PISA-Ergebnis unter dem OECD-Durchschnitt zu einem überdurchschnittlichen Ergebnis geschafft hat. Eine spätere Entscheidung der SchülerInnen für die weitere Ausbildung, durch eine gemeinsame Schule bis 15, war ein wichtiger Faktor für die Verbesserung der Testergebnisse. "Es gibt viele Parallelen zum dem, was wir auch gerade in Österreich auf den Weg bringen:
Bildungsstandards, regelmäßige Evaluierungen, eine zentrale Reifeprüfung und eine gewisse Autonomie, um auf die standortspezifischen Herausforderungen eingehen zu können", so Heinisch-Hosek, die auch die österreichischen Reformmaßnahmen auf einem guten Weg sieht. Auch ein der polnischen "Lernpflicht" bis 18 ähnliches Modell werde in Österreich gerade ressortübergreifend diskutiert.

"Erfolge bei Bildungsreformen in anderen Ländern und der produktive Austausch über Erfahrungen geben auch Kraft dran zu bleiben. Mein Ziel ist ganz klar die beste Bildung für alle", so Heinisch-Hosek. Am Nachmittag standen noch Termine im polnischen Bildungsforschungsinstitut und der zentralen Prüfungskommission auf dem Programm. Die zwei Institutionen haben ähnliche Aufgaben wie das österreichische Bifie und sind unter anderem mit der Konzeption, Durchführung und Evaluierung der Matura betraut.

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