• 16.04.2015, 15:28:57
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AK: Arbeits- und Bildungschancen von Roma/Romja und KurdInnen verbessern

Studie über die Lage zugewanderter Roma/Romnja und KurdInnen: Auf allen Ebenen stark benachteiligt

Utl.: Studie über die Lage zugewanderter Roma/Romnja und KurdInnen:
Auf allen Ebenen stark benachteiligt =

Wien (OTS) - Verstärkter Einsatz als LeiharbeiterIn, freie/r
DienstnehmerIn oder geringfügig Beschäftigte, öfter Arbeit an
Wochenenden oder Feiertagen und öfter Arbeit unter ihrer
Qualifikation: Was für Zugewanderte allgemein zutrifft, gilt für
zugewanderte Roma/Romnja verschärft, gilt aber auch für KurdInnen.
Das zeigt eine Teilstudie zur AK Studie über MigrantInnen in Wien.
Die Studie wird Donnerstagabend im Rahmen der Ausstellung "Romane
Thana" im Wien Museum präsentiert. "Wir fordern Maßnahmen, die
Benachteiligungen sozial schlechter gestellter Gruppen ungeachtet
ihrer Herkunft ausgleichen", sagt Josef Wallner, Leiter der AK Wien
Abteilung Arbeitsmarkt und Integration. Das von der Bundesregierung
geplante Anerkennungsgesetz für ausländische Abschlüsse dürfe nicht
auf Abschlüsse über Maturaniveau beschränkt bleiben. Der
Finanzminister muss die ab 2016 geplante Kürzung des
Arbeitsmarktservice-Budgets zurücknehmen.

Der Großteil der zugewanderten Roma/Romja und der KurdInnen lebt
bereits seit Jahren in Wien, der Hauptgrund für die Zuwanderung war
das Angebot von Arbeit. Bei den KurdInnen ist aber auch Flucht aus
politischen Gründen ein oftmals gegebenes Motiv. Von den Unternehmen
werden sie auf den untersten Rängen der Beschäftigten eingesetzt.

Nur zwei Drittel der zugewanderten Roma/Romja haben eine
Standardbeschäftigung (vollversicherter Arbeitsvertrag ohne
Leiharbeit und freie Dienstverträge), im Unter-schied zu 90 Prozent
der MigrantInnen allgemein und 91 Prozent der Nicht-MigrantInnen.
Mehr als die Hälfte von ihnen hat maximal die Pflichtschule
abgeschlossen, drei Viertel verdienen weniger als netto 1.400 Euro im
Monat, und zwei Drittel von ihnen sind auf eine Wohnung im privaten
Altbau angewiesen.

"Auf die zugewanderten Roma/Romja trifft in besonders hohem Maß
zu, was generell auf sozial schlechter gestellte Gruppen zutrifft",
sagt Wallner. Die Arbeiterkammer fordert Maßnahmen, um die
Benachteiligungen aller sozial schlechter Gestellter auszugleichen:

+ Das von der Regierung geplante Anerkennungsgesetz darf sich
nicht auf die Anerkennung ausländischer Abschlüsse über Maturaniveau
beschränken, sondern muss auch die Validierung und Anerkennung von
anderen Ausbildungen und informellen und nonformal erworbenen
Kompetenzen einschließen.

+ Der steigenden Arbeitslosigkeit muss verstärkt mit gezielten
Arbeitsmarktmaßnahmen entgegengewirkt werden. Der Finanzminister muss
dafür im künftigen Bundesfinanzrahmen 2016 bis 2019 die derzeit
geplante Absenkung des Arbeitsmarktservice-Budgets ab 2016
zurücknehmen.

+ Die Wohnsituation für sozial Benachteiligte muss verbessert
werden - durch mehr sozialen Wohnbau und durch effektive Begrenzung
der Mieten im privaten Altbau.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

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