• 16.04.2015, 11:48:13
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Management Diabetischer Komplikationen

31. Frühjahrstagung der Österreichischen Diabetes Gesellschaft

Utl.: 31. Frühjahrstagung der Österreichischen Diabetes Gesellschaft =

Wien (OTS) - Am 23. und 24. April 2015 findet im Congress Center
Villach die Frühjahrstagung der Österreichischen Diabetes
Gesellschaft (ÖDG) statt. Die Tagung dient dem Erfahrungsaustausch,
namhafte österreichische und internationale Diabetes-ExpertInnen
diskutieren wichtige Themen aus der Diabetologie. Der ÖDG ist es bei
dieser Tagung aber auch ein Anliegen, dass sich die gesamte
Gesellschaft ihrer Verantwortung bei der komplexen und folgenschweren
Volkskrankheit bewusst wird, angefangen bei der Diabetesprävention
bis hin zur solidarischen Versorgung der einzelnen PatientInnen -
entsprechend dem ÖDG-Motto "FACE DIABETES".

Der Patient im Mittelpunkt

"Die Frühjahrstagung der Österreichischen Diabetes Gesellschaft
stellt traditionell den Patienten in den Mittelpunkt. Gut behandelte
Menschen mit Diabetes haben deutlich weniger Komplikationen und
kosten auch deutlich weniger als unzureichend Behandelte. Erreicht
werden kann dies durch medizinisch und psychosozial adäquate Beratung
und Schulung im Rahmen von Disease Management Programmen. Diese
ganzheitlichen Therapieansätze erfordern ein optimales Zusammenspiel
der niedergelassen ÄrztInnen und der nachgelagerten spezialisierten
Zentren. Dafür ist es essentiell Diabetes als Herausforderung für die
gesamte Gesellschaft zu begreifen und Menschen mit Diabetes ernst zu
nehmen", erläutert Univ.-Prof. Dr. Hermann Toplak von der
Medizinischen Universität Graz und wissenschaftlicher Leiter der ÖDG
Frühjahrstagung.

Diabetische Komplikationen im Fokus

"Wir haben die diesjährige Veranstaltung in Villach unter das Motto
Management diabetischer Komplikationen gestellt, denn diese stellen
für den einzelnen Patienten, für die Betreuenden im medizinischen
System und auch für den gesundheitsökonomischen Aspekt dieser
Erkrankung besonders große Herausforderungen dar", so Toplak weiter.

Praxisorientierte Vorträge befassen sich mit Erkrankungen der großen
Blutgefäße wie Koronare Herzkrankheit, periphere und zentrale
arterielle Verschlusskrankheit (makrovaskuläre Komplikationen) und
Erkrankungen der kleinen Blutgefäße wie Folgeerkrankungen der Nieren,
diabetischen Augenerkrankungen und Polyneuropathie (mikrovaskulären
Komplikationen).
Komplikationen der antidiabetischen Therapie, wie Fehler bei der
Handhabung von Pens und Pumpen, Vergessen der notwendigen Medikation
oder gar Überdosierungen werden genauso besprochen, wie bisher
weniger diskutierte Komplikationen an der Haut und der Unterhaut, an
der Lunge und dem Verdauungstrakt.

Auch psychosoziale Komplikationen bei Kindern und Erwachsenen von der
leider sehr häufigen Depression bis zu alltäglichen aber ganz
speziellen Herausforderungen im beruflichen, schulischen oder
privaten Leben, sind zu beachten, um Therapietreue und
Selbstmanagement der Erkrankung zu ermöglichen. Moderne Ansätze in
der Therapie von diabetischen Komplikationen runden den Schwerpunkt
ab.

Workshops mit hohem Praxisbezug

Um das Angebot zu erweitern, hat die ÖDG diskurs- und
praxisorientierte Fortbildungsformen wie Seminare und Workshops
geplant, da diese mehr zur Verbesserung der Behandlung in der
täglichen Praxis beitragen, als jeder Frontalvortrag. Die Workshops
beschäftigen sich zum Beispiel mit dem großen Problem des
diabetischen Fußsyndroms oder dem Tabuthema Diabetes und Sexualität,
das oft mit Ängsten besetzt ist und große Auswirkungen auf die
Beziehung und somit auf die gesamte Lebenssituation der Betroffenen
hat. Prim i.R. Dr. Werner Fortunat und Univ.-Prof. Dr. Hermann Toplak
sind die Tagungspräsidenten der 31. ÖDG Frühjahrstagung.

Diabetesfolgen: Von Kopf bis Fuß

Anhand des Programmes dieser Frühjahrstagung ist klar zu erkennen,
dass Diabetes und seine möglichen Folgeerkrankungen den gesamten
Menschen physisch und psychisch betreffen, aber auch sein soziales
Leben beeinflussen: Bei Typ 1 Diabetes stehen die Erkrankungen der
kleinen Gefäße im Vordergrund, bei Typ 2 Diabetes wissen wir, dass
schon lange vor der Manifestation der Erkrankung die Schäden an den
großen Gefäßen beginnen. Körperliche Folgen treten am gesamten Körper
auf - von den Augen bis zum Fuß. Aber auch den psychischen
Komplikationen müssen wir unsere Aufmerksamkeit widmen und den
Patienten in seiner sozialen und familiären Lebenssituation
begreifen", ergänzt Toplak abschließend: "Anfangs ist es "nur" eine
Krankheit, die eine Therapie erforderlich macht, aber die
Komplikationen schränken später das Leben oft massiv ein. Für den
einzelnen Patienten geht es darum, seine komplexe Erkrankung
anzunehmen und sich den vielfältigen Herausforderungen, die dadurch
entstehen, zu stellen. Es liegt an uns und an unserem
Gesundheitssystem dafür die optimalen Voraussetzungen zu schaffen."

Österreichische Diabetes Gesellschaft (ÖDG)

Die Österreichische Diabetes Gesellschaft, die
ärztlich-wissenschaftliche Fachgesellschaft der österreichischen
Diabetes-ExpertInnen, sieht es als ihre Aufgabe, die Gesundheit und
Lebensqualität von Menschen mit Diabetes mellitus zu verbessern. Sie
setzt sich daher für die Anliegen der Betroffenen ein. Sie fordert
und fördert die stetige Verbesserung der Versorgung von Menschen mit
Diabetes mellitus. Sie unterstützt die Forschung und verbreitet
wissenschaftliche Erkenntnisse aller den Diabetes berührenden
Fachgebiete sowohl zur Verbesserung der medizinischen Betreuung als
auch zur bestmöglichen Vorbeugung von Neuerkrankungen. Ordentliche
Mitglieder der Gesellschaft sind ÄrztInnen und wissenschaftlich
einschlägig orientierte AkademikerInnen. Assoziierte Mitglieder sind
DiabetesberaterInnen und DiaetologInnen.

Pressefoto zum Pressetext finden Sie unter:
http://www.ots.at/redirect/diabetes1

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