HTU verstört über Milchmädchenrechnungen der Regierung

Wien (OTS) - "Wahlkampf ist Zeit fokussierter Unintelligenz. Da passieren halt gelegentlich Dinge, die nicht gescheit sind - leider auch in der eigenen Partei". Dies äußerte Michael Häupl schon 2005 und hält sich anscheinend auch heute daran.

Die Vertretung der Lehramtsstudierenden versteht nicht, warum mit billigem Populismus das Budgetloch gestopft werden soll, welches durch die letzte Steuerreform noch vergrößert wurde. Die Unterrichtsverpflichtung für Lehrerinnen und Lehrer soll um weitere zwei Stunden erhöht werden.

"Trotz eines angeblich fünfzehnstündigen Arbeitstages, scheint es nicht zu Dr. Häupl durchgedrungen zu sein, dass Lehrerinnen und Lehrer neben der reinen Anwesenheit in der Klasse noch weitere wichtige Leistungen vollbringen. Zeit zum Faulenzen bleibt gewissenhaften Lehrerinnen und Lehrern nicht.", stellt Fabian Grasser, Studienvertreter für Lehramt, fest. "Derartig kuriose Aussagen erwarte ich von populistischen Stimmenfängern, aber nicht vom Wiener Landeshauptmann.", so Grasser weiter. Katharina Labschütz, Vorsitzende der Studienvertretung Lehramt, meint: "Die Auswirkungen auf die Unterrichtsqualität, welche durch eine Beschränkung der Unterrichtsvorbereitung automatisch entstehen würden, werden außer Acht gelassen." "Aussagen wie diese tragen nur dazu bei, dass eine vernünftige Diskussion zur Weiterentwicklung des österreichischen Bildungssystems im Keim erstickt wird." so Grasser und Labschütz unisono.

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