Offener Brief: Kapitalmarktfeindliche Politik der Bundesregierung gefährdet unseren Wohlstand!

An Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Reinhold Mitterlehner

Wien (OTS) -

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, sehr geehrter Herr Vizekanzler,

wir wenden uns heute mit diesem Brief an Sie, weil wir uns um die langfristige Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Österreich sorgen. Ein handlungsfähiger Kapitalmarkt generiert Einkommen, Beschäftigung und Wohlstand für Österreich. Die Wirtschaftswissenschaften belegen, dass eine gesunde Entwicklung des Finanzsektors ein wichtiger Faktor für Wettbewerbsfähigkeit und Wachstum einer Volkswirtschaft ist. Seit 2008 wurden von der Bundesregierung mehr als 20 Maßnahmen (www.db20.at) beschlossen, die das reibungslose Wirken des Kapitalmarkts behindern und somit den Interessen aller Menschen in diesem Land entgegenwirken.

Die jüngste Steuerreform war ohne Zweifel dringend notwendig, um die Kaufkraft der unselbstständig Beschäftigten kurzfristig zu sichern und damit die heimische Konjunktur zu stützen. Die darin enthaltene Erhöhung der Kapitalertrags- und Kursgewinnsteuer von 25 Prozent auf 27,5 Prozent ausschließlich für Anlage-, aber nicht für Sparprodukte reiht sich jedoch ansatzlos in die Liste kontraproduktiver Maßnahmen ein und ist in der Summe der Belastungen für den Einzelnen nicht mehr zu schultern.

Denn durch die Mehrbelastung des Kapitalmarkts erreichen Sie genau das Gegenteil dessen, was Sie bezwecken wollen: Diese Politik der Höherbesteuerung von Wertanlagen bestraft nicht die sogenannten "Reichen‘‘, sondern trifft zukünftig alle Steuerzahler, die direkt oder indirekt über Pensionsbeiträge in Wertpapiere veranlagen oder für ihren Ruhestand vorsorgen.

Sie - und mit Ihnen nahezu alle Politiker - vertreten nicht die langfristigen Interessen der Bevölkerung, wenn Sie Wertpapiere verteufeln. Ein Beispiel soll veranschaulichen, dass es im Sinne der ArbeitnehmerInnen ist, eine kapitalmarktfreundliche Politik zu betreiben: Die Voest-Mitarbeiter haben seit 1995 mit der Investition in eigene Aktien jährlich mehr als 13 Prozent in Form von Kursgewinnen und Dividenden lukriert - und das trotz dreier Krisen.

Seien Sie mutig und überdenken Sie Ihre Entscheidung noch einmal:
Reduzieren Sie die Belastungen für den Kapitalmarkt und setzen Sie die Reformen fort. Geben Sie allen ÖsterreicherInnen die Möglichkeit, durch Fleiß, Arbeit und kluge Veranlagung Vermögen aufzubauen. Nur ein gut funktionierender Kapitalmarkt wird langfristig die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und somit den Wohlstand für alle Menschen in unserem Land sichern können.

Wir verbleiben mit dem Ausdruck unseres Respekts vor der Größe Ihrer Aufgabe

Dominik Hojas Michael Berl Chefredakteur DerBörsianer Geschäftsführender Gesellschafter Geschäftsführender Gesellschafter Wayne Financial Media GmbH Wayne Financial Media GmbH

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