- 11.04.2015, 08:00:16
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„profil“: Affäre Hypo – Kulterer ließ eigene Manager bespitzeln
Kroatischer Ex-Geheimdienstmitarbeiter war zwei Jahre auf Günter Striedinger angesetzt
Utl.: Kroatischer Ex-Geheimdienstmitarbeiter war zwei Jahre auf
Günter Striedinger angesetzt =
Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner Montag
erscheinenden Ausgabe berichtet, ließ der ehemalige
Vorstandsvorsitzende der Hypo Alpe-Adria Wolfgang Kulterer seinen
langjährigen Stellvertreter Günter Striedinger sowie einen früheren
Manager der kroatischen Hypo-Tochter zwei Jahre lang bespitzeln. Dies
geht aus einem "profil" vorliegenden Bericht der "Soko Hypo" vom
November des Vorjahres hervor. Demnach habe Kulterer Ende 2004 den
früheren kroatischen Geheimdienstmitarbeiter Josko D. auf die
Hypo-Manager angesetzt, da diesen "unlautere Geschäftspraktiken" und
der "Umgang mit zweifelhaften Personen in Kroatien" nachgesagt worden
sei. Josko D. sollte deshalb "Nachforschungen betreiben". Im Jänner
2007 legte der Detektiv unter dem Aliasnamen "Ante Horvath" eine
Rechnung über 97.405,32 Euro, die aus "taktischen Gründen" zunächst
von der kroatischen Tochter der Grazer Wechselseitigen Versicherung
bezahlt und erst später von der Hypo refundiert wurde. GraWe-Chef
Ederer schildert die damalige Vereinbarung mit Kulterer gegenüber
"profil" so: "Es ging um Nachforschungen zu verschiedenen Personen.
Wir haben gesagt, wir machen das für euch, aber zahlen müsst das ihr.
Es war klar, dass die Vorgänge so nicht in den Büchern ersichtlich
sein sollten." Was D. in diesen zwei Jahren herausfand, ist nicht
bekannt. Ederer will sich dazu nicht äußern.
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