SWV NÖ-Thomas Schaden: Direktzahlungen an Gastronomiebetriebe müssen erhöht werden

Wirtschaftsverband NÖ: „Bei dem von der Regierung beschlossenen, generellen Rauchverbot in der Gastronomie muss es außerdem eine spezielle Förderung für Rückbauten geben“

St. Pölten (OTS) - Höhere Direktzahlungen an Gastronomieunternehmen bei dem von der Regierung beschlossenen, generellen Rauchverbot in der Gastronomie fordert der Vizepräsident und Spartenvorsitzende des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbandes Niederösterreich (SWV NÖ) im Tourismus und in der Freizeitwirtschaft, KommR Thomas Schaden:

"Die Betriebe müssen für ihre Investitionen beim Nichtraucherschutz wesentlich stärker durch Direktzahlungen entschädigt werden als es das nun zur Begutachtung ausgesendete Maßnahmenpaket der Regierung vorsieht. Denn die Möglichkeit für Abschreibungen und die geplante ‚Nichtraucherschutz-Prämie‘ reichen nicht aus, um die Kosten für die Umbauten der letzten Jahre abzugelten."

"Bei Abschreibungen besteht das Problem, dass man erst dementsprechende Gewinne erzielen muss, um die Investitionen abschreiben zu können. Die meisten Gastronomie- und Hotelleriebetriebe erzielen aber nicht die dafür nötigen Gewinne."

"Und dass die Regierung nun eine sogenannte ‚Nichtraucherschutz-Prämie‘ für Unternehmen plant, die schon vor Juli 2016 ein generelles Rauchverbot einführen, ist zwar grundsätzlich positiv, allerdings fällt diese Prämie viel zu gering aus. Der Wirtschaftsverband Niederösterreich spricht sich bereits seit längerem dafür aus, dass die Betriebe im Fall eines totalen Rauchverbots Direktzahlungen als Entschädigung erhalten. Diese müssen aber deutlich höher sein als es das aktuelle Maßnahmenpaket der Regierung vorsieht."

"Viele Gastronomiebetriebe haben in den letzten Jahren aufgrund der bisher geltenden Regelung beim Nichtraucherschutz kostenintensive Umbauten vorgenommen, um eigene Raucher- und Nichtraucherbereiche zu schaffen. Insgesamt sind den Unternehmen dadurch Kosten im dreistelligen Millionenbereich entstanden. Direkte Entschädigungszahlungen an die Unternehmen sind daher nicht nur betriebswirtschaftlich notwendig, sondern auch gerecht."

"Die Umbauten haben den Gastronomiebetrieben ja nicht nur hohe Kosten verursacht. Zum Teil wurde dadurch auch das Platzangebot verringert, wodurch weniger Gäste verköstigt werden können. Für Unternehmen, die diese Umbauten rückgängig machen wollen, muss es daher auch eine spezielle Förderung für Rückbauten geben", verlangt Wirtschaftsverband NÖ-Spartenvorsitzender Thomas Schaden.

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