„Kulturmontag“ am 13. April: Hubert von Goisern, der Wiener Karlsplatz und ein sehr persönlicher Blick auf Jemen

Außerdem: Erste Ausgabe des Literaturmagazins „les.art“ in diesem Jahr

Wien (OTS) - Clarissa Stadler begrüßt im "Kulturmontag" am 13. April 2015 um 22.30 Uhr in ORF 2 Hubert von Goisern live im Studio, der eine neue CD und einen neuen Film mit im Gepäck hat. Zudem berichtet die schottisch-jemenitische Filmemacherin Sara Ishaq ausführlich über Krieg und Terror in ihrer Heimat. Weiters blickt der "Kulturmontag" aus allen Winkeln auf den Wiener Karlsplatz, der als große städtebauliche Herausforderung Wiens gilt.

Eine imposante architektonische Kulisse, ein internationales Staraufgebot an Schriftstellerinnen und Schriftstellern, Musik - und Wein: Das Festival "Literatur und Wein" im niederösterreichischen Stift Göttweig hat seinen fixen Platz im österreichischen Literaturbetrieb und ist Schauplatz der ersten Ausgabe 2015 des ORF-Literaturmagazins "les.art" - am Montag, dem 13. April, um 23.15 Uhr in ORF 2. Christian Ankowitsch begrüßt diesmal die georgische Autorin und Theatermacherin Nino Haratischwili sowie den Schweizer Schriftsteller Peter Stamm zum Gespräch.

Die Themen im "Kulturmontag":

Kampf-Schauplatz: Der Jemen am Abgrund - Die jemenitische Filmemacherin Sara Ishaq über Krieg und Terror

Die Lage ist dramatisch. Seit Jahren ist das arabische Land Schauplatz religiöser, nationalistischer und internationaler Konflikte. Nun ist die Lage eskaliert. IS-Milizen kämpfen gegen Al-Kaida-Truppen und in den von Saudi-Arabien bombardierten Städten herrschen Leid und Hunger. Die junge schottisch-jemenitische Filmemacherin Sara Ishaq bietet in ihren Filmen einen ungewöhnlichen Einblick in das Land. 2011 ist sie unmittelbar vor Ausbruch der Proteste gegen den damaligen jemenitischen Machthaber Ali Abdullah Saleh in ihre Heimat gereist. Entstanden sind eine - 2014 für den Oscar nominierte - Kurzdokumentation über die zunehmende Radikalisierung Jemens und der sehr persönliche Film "The Mulberry House", in dem Ishaq ein intimes Porträt ihrer Familie zeichnet und der dieser Tage im Topkino in Wien zu sehen ist. Der "Kulturmontag" hat Ishaq, die während ihrer Zeit im Jemen als Berichterstatterin und Bloggerin für die BBC im Einsatz war, zum ausführlichen Interview über die aktuellen Entwicklungen getroffen.

Verkehrs-Infarkt: Der Wiener Karlsplatz - Das raue Stadtzentrum als städteplanerische Herausforderung

"Der Karlsplatz ist kein Platz, sondern eine Gegend" hat Architekt Otto Wagner einmal gesagt - wohl ein wenig resignierend. Von Wagners zahlreichen Entwürfen, diese "Gegend" zu gestalten, wurden einzig seine beiden Stadtbahn-Pavillons realisiert. Auch Wagners "Kaiser Franz Josef Stadtmuseum" neben der Karlskirche blieb Vision -stattdessen wurde dort 1959 Oswald Haerdtls Wien Museum eröffnet. Der heute dringend sanierungsbedürftige Bau wird nach jahrelanger Standortdiskussion am Karlsplatz bleiben und erweitert. Ein internationaler Wettbewerb läuft. Ende des Jahres soll der Sieger feststehen. Geschätzte Baukosten: 70-100 Millionen Euro. Die Neueröffnung ist für 2020 geplant.
Das "Wien Museum Neu" ist das Prestigeprojekt der Wiener Kulturpolitik. Eine architektonische Landmark soll es werden, ein Museum des 21. Jahrhunderts, das sich zum Karlsplatz hin öffnet. Ein Platz, der eigentlich gar kein Platz im klassischen Sinn ist und über den seit Jahrzehnten gestritten wird. Eine sechsspurige "Stadtautobahn" zerschneidet das Areal in mehrere Teile. Die U-Bahn-Station Karlsplatz wird täglich von mehr als 200.000 Fahrgästen frequentiert. Der Resselpark im Zentrum ist unübersichtlich - obwohl er von hochkarätigen Kultur- und Bildungseinrichtungen wie der Kunsthalle, der Secession, dem Künstlerhaus oder dem Musikverein umgeben ist. Auch die mittlerweile abgewanderte Drogenszene hat zum schlechten Image des Karlsplatzes beigetragen.
Der "Kulturmontag" hat sich in die Vergangenheit und auf Lokalaugenschein begeben, ist in den Untergrund gegangen und hat die Dächer der umliegenden Gebäude erklommen. Im Interview sprechen Architekten, Architekturkritiker und Stadtplaner über den rauen Platz im Herzen der Stadt.

Brenn-Stoff: Der Globetrotter Hubert von Goisern - Der Musiker mit seinem neuen Album live zu Gast im Studio

Hubert von Goisern taucht immer wieder einmal ab. Er hat schon in Südafrika gelebt, in Kanada und auf den Philippinen. Er ist durch Tansania und Tibet gereist und hat monatelang die Donau befahren. Irgendwann taucht der österreichische Musiker dann aber genauso verlässlich wieder auf. Und fast immer hat der heute 62-jährige Erneuerer der heimischen Folklore dann Filme und Musikprojekte mit im Gepäck, die auf den Reisen entstanden sind.
Jetzt ist Goisern wieder einmal aufgetaucht. Mit im Gepäck hat der rastlose und neugierige Individualist sein Album "Federn". Entstanden ist es im Rahmen einer kulturellen Spurensuche im Süden der USA. So gibt es Country- und Blue-Grass-Musik auf dem Album zu hören, das dann doch wieder typisch Hubert von Goisern ist. Weiters im Gepäck hat Goisern diesmal auch einen neuen Film. Regisseur Marcus H. Rosenmüller hat unter dem Titel "Brenna tuats schon lang" einen Dokumentarfilm gedreht, der den Musiker und Nein-Sager Hubert von Goisern als gelebtes Gesamtkunstwerk porträtiert - als engagierten Humanisten, der sich des Öfteren auch politisch zu Wort meldet, und als einen Patrioten, dem Österreich aber auch immer wieder zu eng wird. Goisern ist live zu Gast im "Kulturmontag".

Der "Kulturmontag" - produziert in HD - wird als Live-Stream sowie nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage als Video-on-Demand auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bereitgestellt.

Das gesamte TV-Angebot des ORF - ORF eins, ORF 2, ORF III sowie ORF SPORT + - ist auch im HD-Standard zu empfangen. Alle Informationen zum ORF-HD-Empfang und zur Einstellung der neuen HD-Angebote finden sich auf der Website hd.ORF.at, die ORF-Service-Hotline 0800 / 090 010 gibt kostenfrei aus ganz Österreich persönliche Hilfestellung.

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