- 09.04.2015, 13:48:34
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AK: Durch Dividenden-Geldsegen fehlt Firmen wichtiges Eigenkapital
Zu hohe Ausschüttungen gefährden auch Jobs
Utl.: Zu hohe Ausschüttungen gefährden auch Jobs =
Wien (OTS) - Durch zu hohe Ausschüttungen wird Unternehmen wichtiges
Eigenkapital entzogen, kontert die AK der Industriellenvereinigung.
"Das Eigenkapital benötigen gerade Unternehmen in Zeiten schlechter
Konjunktur für die Überbrückung von Krisen, die Sicherung der
Rückzahlung von Krediten und freilich für wichtige Investitionen",
sagt AK Experte Heinz Leitsmüller. "Hohe Ausschüttungen schaffen
keine neuen Arbeitsplätze, sondern im Gegenteil, sie gefährden
Arbeitsplätze."
Die Arbeiterkammer hat in den letzten Jahren immer wieder zu hohe
Ausschüttungen kritisiert. Das betrifft insbesondere heimische
operative Unternehmen, also jene österrei-chischen Unternehmen, in
denen die eigentliche Geschäftstätigkeit stattfindet. Bei vielen
dieser Gesellschaften mussten in den vergangenen Jahren regelmäßig
die gesamten erwirtschaften Gewinne an die Mutter oder an die
Gesellschafter weitergegeben werden. "Das erwirtschaftete
Eigenkapital steht damit diesen Unternehmen nicht mehr zur Verfü-gung
und wird anderweitig eingesetzt oder in Finanzkapital veranlagt", so
Leitsmüller.
Werden nur die größten heimischen börsennotierten Unternehmen im
ATX herangezo-gen, so haben diese laut letzter AK-Studie bis 2013
ihre Dividendenausschüttungen auf rund 2,1 Milliarden Euro
gesteigert. Gemessen am Jahresüberschuss beträgt die
Aus-schüttungsquote fast 60 Prozent. Das wird nun auch von der
Industriellenvereinigung bestätigt. In ihrem 50 Unternehmen
umfassenden - allerdings nicht näher bekanntgege-benen Sample -
steigt die Ausschüttungsquote ebenfalls im Jahr 2013 an (laut
Industriel-lenvereinigung auf 39,1 Prozent).
"Eine zurückhaltende Dividendenpolitik stärkt die
Kapitalausstattung der heimischen Standorte und erhöht damit die
Krisenfestigkeit und die Innovationsstärke der Unterneh-men, da
ausreichend Kapital für Investitionen zur Verfügung steht", so
Leitsmüller.
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