• 08.04.2015, 10:44:19
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LR Anschober: Neue Studie zu Beginn der Garten-Saison: Wirkstoff Glyphosat „wahrscheinlich krebserzeugend“.

Forderung: Keine Neuzulassung durch EU & Appell für Bio-Garteln

Utl.: Forderung: Keine Neuzulassung durch EU & Appell für
Bio-Garteln =

Linz (OTS) - Gefährliche Pflanzenschutzmittel können in Böden und
Grundwasser eindringen, dadurch nicht nur unsere Umwelt belasten,
sondern auch über unsere Lebensmittel die menschliche Gesundheit. Die
Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat nun bekannt gegeben, dass der
weltweit am häufigsten eingesetzte Unkrautvernichtungswirkstoff
Glyphosat - z.B. im Mittel "Roundup" - "wahrscheinlich krebserzeugend
bei Menschen" (Kategorie 2a) sei. Schon seit den 1990er Jahren gibt
es dazu Diskussionen, bisher hatte die WHO den Wirkstoff aber als
unbedenklich eingestuft. Nun durchgeführte Studien in Kanada, den USA
und Schweden sowie bei Labormäusen zeigen andere Befunde.
Aktuell steht die EU-Kommission vor der Entscheidung, die Zulassung
für Glyphosat am europäischen Markt für weitere zehn Jahre zu
verlängern - und hat dazu schon erste positive Signale gesendet.
LR Anschober: "Angesichts der neuen WHO-Erkenntnisse darf die
EU-Kommission die erneute Zulassung für Glyphosat nicht durchwinken,
sondern muss im Sinne des Vorsorgeprinzips für Gesundheit und Umwelt
handeln. Es ist schon erschreckend, dass ein Konzern mit einem seit
Jahrzehnten als gesundheitsschädlich diskutierten Mittel nach wie vor
Milliardengewinne erzielen kann! Damit muss jetzt Schluss sein."

Glyphosat-Einsatz und Maßnahmen in OÖ
In Oberösterreich wird Glyphosat im öffentlichen Bereich bei Straßen
und Gehwegen zur Unkrautvernichtung durch die Straßenmeistereien seit
über einem Jahr nicht mehr eingesetzt, Grund dafür sind die
Bestimmungen des oö. Bodenschutzgesetzes sowie des
Bundes-Pflanzenschutzgesetzes.
Auf Gemeindeebene hat Ottensheim eine Vorzeigefunktion:
Bürgermeisterin Ulrike Böker hat die Verwendung von Roundup im
öffentlichen Raum vor rund drei Jahren verboten, weil niemand die
Ungefährlichkeit wirklich bestätigen konnte. Nun werden die
unerwünschten Pflanzen im Bereich der Straßen und Gehwege von Hand
entfernt - mit Unterstützung von Klient/innen der Lebenshilfe.
LR Anschober: "Die beiden Beispiele zeigen, dass es auch ohne den
Einsatz von gefährlichen Unkrautvernichtern geht - meine Forderung
daher, im gesamten öffentlichen Bereich auf Glyphosat zu verzichten!
Viele Gemeinden können dem Beispiel Ottensheim folgen. Zudem können
Landwirt/innen und Hausgärtner/innen einen riesigen Beitrag leisten,
indem sie Roundup oder ähnliche Präparate nicht mehr einsetzen, und
damit nicht nur die Böden schützen, sondern auch unsere Lebensmittel
direkt vor einem Glyphosat-Eintrag bewahren."

Beratung und Broschüre für giftfreie Gärten und Agrarflächen
Umfangreiche Beratungen für Landwirt/innen zur schonenden
Bewirtschaftung von Agrarflächen gibt es bei der
Boden.Wasser.Schutz.Beratung.
Für eifrige Hausgärtner/innen, die ihren Garten gern blüten- und
fruchtreich sehen ohne lästige Unkräuter oder Schädlinge, ist im
Ressort von LR Anschober die Broschüre "Garteln ohne Gift - Tipps für
einen gesunden Garten" kostenlos erhältlich - über www.anschober.at
oder [email protected].

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