- 07.04.2015, 12:19:44
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Grüne/Lesjak: „Korruptions-Sumpf rund um Seenkauf muss trockengelegt werden“
Kaufmann-Bruckberger sagte aus, 117.000,- Euro Schmiergeld an Stefan Petzner übergeben zu haben
Utl.: Kaufmann-Bruckberger sagte aus, 117.000,- Euro Schmiergeld an
Stefan Petzner übergeben zu haben =
Klagenfurt (OTS) - Der Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses des
Kärntner Landtags rund um die Seen-Deals zwischen Land Kärnten und
Bawag/ÖGB im Jahr 2007, Barbara Lesjak, liegen nunmehr Akten der
Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft vor.
Kaufmann-Bruckberger belastet mit ihren Aussagen vor der
Staatsanwaltschaft Proponenten des damaligen BZÖ massiv: So habe sie
am 21.03.2008 117.000,- Euro aus dem mit Steuergeld finanzierten
Seen-Deal an Stefan Petzner bar übergeben. Zwei weitere Tranchen
Bargeld seien von ihr direkt an den damaligen Landeshauptmann Jörg
Haider übergeben worden, welcher darauf bestanden habe, zwei der
insgesamt fünf Tranchen persönlich zu erhalten. Eine Tranche sei
entweder an Petzner oder an Karlheinz Petritz "geliefert" worden.
Auch habe Petritz jedenfalls "von der Geldübergabe und der im
Hintergrund stehenden Parteifinanzierung" gewusst.
Weiters sagte Kaufmann-Bruckberger aus, dass sie 133.000 Euro der
erhaltenen Provision an den damaligen Geschäftsführer der A & W TRADE
GmbH bezahlt habe. Dieser habe für den Nachweis, dass sie das Geld
nicht behalten habe, inhaltlich falsche Bestätigungen ausgestellt und
für das Abdecken seines Risikos den genannten Betrag erhalten.
Lesjak liegt des Weiteren das Protokoll der Einvernahme von Ing.
Robert Wagner, Vorstand der AUCON Immobilien AG, vor. Dieser
berichtet, dass Kaufmann-Bruckberger ihm im Jahr 2014 anvertraut
habe, dass der Kontakt zur A & W TRADE GmbH, also jener Firma, welche
die Scheinrechnungen ausstellte, über den ehemaligen FPÖ-Parteichef
und Vizekanzler Norbert Steger hergestellt worden sei.
"Die Dimension dieses Skandals wird immer unglaublicher. Unfassbar
ist für mich auch, dass Kaufmann-Bruckberger noch immer in Amt ist
und Stefan Petzner nach wie vor als Berater des Team Stronach Kärnten
fungiert. Offenbar fehlt gewissen Personen restlos jedes Mindestmaß
an politischer Ethik. Das Wichtigste für mich ist es aber, weitere
Erkenntnisse zu Tage zu fördern, um so bestmögliche Voraussetzungen
dafür zu schaffen, dass die Kärntnerinnen und Kärntner ihr Geld
zurückbekommen", so Lesjak.
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