- 01.04.2015, 13:26:36
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JW-Rohrmair-Lewis ortet „arbeitsmarktpolitisches Versagen“
Junge Wirtschaft fordert Sozialminister auf, längst überfällige Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu setzen – Lohnnebenkosten senken
Utl.: Junge Wirtschaft fordert Sozialminister auf, längst
überfällige Maßnahmen zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu
setzen – Lohnnebenkosten senken =
Wien (OTS) - Die aktuellen Arbeitsmarktzahlen offenbaren eine
anhaltende negative Entwicklung in Österreich. Mit Ende März waren
428.519 Menschen ohne Job - ein Anstieg um 6,5 Prozent zum Vorjahr.
360.212 Personen waren als arbeitslos gemeldet (+12,9%) und 68.307
befinden sich derzeit in AMS-Schulungen (-17,8%). Auch die
durchschnittliche Verweildauer in der Arbeitslosigkeit stieg um 4
Tage (103 Tage). "Die aktuellen Arbeitsmarktdaten sind beunruhigend.
Richtig alarmierend ist aber die Untätigkeit von Bundesminister
Hundstorfer, der wieder viel Zeit ohne effektive Maßnahmen zur
Bekämpfung der Arbeitslosigkeit verstreichen hat lassen. Mit der
derzeitigen Arbeitsmarktpolitik steuern wir auf die halbe
Million-Marke bei den Arbeitslosen zu. Das ist ein
arbeitsmarktpolitisches Versagen", kritisiert Herbert Rohrmair-Lewis,
Bundesvorsitzender der Jungen Wirtschaft (JW).
Kein Mut, keine Ideen, kein Gestaltungswille?
In einer aktuellen Aussendung bleibt Sozialminister Hundstorfer
konkrete Maßnahmen und Schritte weiter schuldig. Stattdessen
vertröstet er auf mögliche konjunkturbelebende Effekte der kürzlich
beschlossenen Steuerreform und hofft offenbar auch, dass Österreich
ohne eigenes Zutun vom leichten Konjunkturaufschwung in Europa
profitieren kann. Europaweit sank die Arbeitslosigkeit Ende März auf
den tiefsten Wert seit 3 Jahren, während in Österreich lähmende
Untätigkeit herrscht. "Für mich ist es unbegreiflich, warum nicht
schon längst entgegengesteuert wird. Fehlt es unserem Sozialminister
an Mut, Ideen oder gar an Gestaltungswillen?", fragt Rohrmair-Lewis
und bringt die Lage auf den Punkt: "Es reicht nicht auf Geschenke des
Himmels zu warten. Es muss jetzt rasch gehandelt werden!"
Junge Wirtschaft fordert die Entlastung des Faktors Arbeit
Ein Schlüsselfaktor in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit ist für
den JW -Bundesvorsitzenden die Entlastung des Faktors Arbeit: "Die
Lohnnebenkosten sind in Österreich schlicht zu hoch. Wir fordern
daher eine Lohnnebenkostenbefreiung für den ersten Mitarbeiter im
ersten Jahr. Das ermöglicht besonders jungen Unternehmen, die im
gerade im Aufbau ihrer Geschäftstätigkeit sind, neue Mitarbeiter
einzustellen." Unternehmensgründer und Start-ups besitzen ein
riesiges Beschäftigungspotential, denn neugegründete Unternehmen
schaffen bereits im ersten Betriebsjahr durchschnittlich 2,4
Arbeitsplätze. Aus diesem Grund setzt sich die Junge Wirtschaft so
vehement für Unternehmensgründer und Start-ups ein und fordert rasche
Schritte zum Abbau der Wirtschaftsbremse Bürokratie.
Unternehmen lieber motivieren als belasten
Statt die Unternehmer mit der Bonus-Malus Regelung eine weitere
Demotivierung anzudrohen, wäre es an der Zeit, ein
Motivationsprogramm zu starten. Gerade Klein- und Kleinstunternehmer
können ein Jobmotor sein, wenn ihnen Wertschätzung entgegengebracht
und Programme entwickelt werden, die Lust auf Neuanstellungen und
Wachstum machen. "Daher fordern wir die Lohnnebenkostenbefreiung für
die ersten Mitarbeiter. Laut unseren Stimmungsbarometer der
Jungunternehmer Kilometer von einer positiven Stimmung entfernt. Wir
erwarten klare Signale aus der Politik. Das ist die einzige Chance
für eine Trendwende", so der JW-Vorsitzende. (PWK241/PM)
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