• 01.04.2015, 11:37:48
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AMS Wien: Mehr ältere Arbeitslose, aber auch mehr offene Stellen

Besonders hohes Arbeitslosigkeitsrisiko bei niedrigsten Bildungsabschlüssen – Wiener "Wochen für Beruf und Weiterbildung" wollen Mut zur Höherqualifizierung machen

Utl.: Besonders hohes Arbeitslosigkeitsrisiko bei niedrigsten
Bildungsabschlüssen – Wiener "Wochen für Beruf und
Weiterbildung" wollen Mut zur Höherqualifizierung machen =

Wien (OTS) - Die Zahl der beim AMS Wien als arbeitslos vorgemerkten
Personen ist im März 2015 im Jahresvergleich um 23 Prozent auf
125.215 gestiegen. Die Zahl der AMS-Kundinnen und -Kunden in Schulung
ist in Wien um 29,7 Prozent auf 24.646 gesunken, die Summe beider
Gruppen um 9,5 Prozent gewachsen.

Nach Altersgruppen betrachtet, ist die Zahl der unter-20-jährigen
Arbeitslosen um 3,1 Prozent gestiegen, jene der über-50-jährigen um
24 Prozent. "Für Über-50-Jährige, die ein halbes Jahr lang arbeitslos
waren, übernehmen wir drei Monate lang die gesamten Lohn- und
Lohnnebenkosten", erinnert AMS-Wien-Vizechef Winfried Göschl. Bis zu
neun weitere Monate wird ein Teil dieser Kosten übernommen. Und,
jetzt neu: Bei gemeinnützigen Organisationen trägt das AMS Wien ein
ganzes Jahr lang zwei Drittel der Lohn- und Lohnnebenkosten bei einer
Neueinstellung aus der genannten Zielgruppe.

Nach wichtigen Branchen betrachtet, ist im März die Arbeitslosigkeit
in Wien im Bau um 17,8 Prozent gewachsen, bei der Warenproduktion um
19,1 Prozent, im Einzelhandel um 19,7 Prozent und in Gastronomie und
Hotellerie um 20,3 Prozent.

Erfreulich ist hingegen, dass die Zahl der offenen Stellen, die die
Wiener Unternehmen dem AMS Wien im März gemeldet haben, um 7,5
Prozent gestiegen ist, die Zahl der "erledigten" (großteils also der
erfolgreich besetzten) offenen Stellen sogar um 16,8 Prozent.

Besorgniserregend ist in Wien die Arbeitslosenquote bei den
niedrigsten Bildungsabschlüssen: Von 100 Wienerinnen und Wienern, die
keinen höheren Abschluss haben als den der Pflichtschule, sind
derzeit mehr als 37 arbeitslos. Zum Vergleich: bei jenen mit einer
abgeschlossenen Lehre sind es nicht einmal 12 Prozent.

"Mit anderen Worten: Wer einen Lehrabschluss nachholt, kann sein
Risiko der Arbeitslosigkeit auf ein Drittel senken", sagt Winfried
Göschl. Das AMS Wien beteiligt sich daher an den Wiener Wochen für
Beruf und Weiterbildung und informiert von 13. April bis 22. Mai bei
Bezirksveranstaltungen und in den sechs Wiener AMS-BerufsInfoZentren.
Göschl: "Unser Ziel ist, so viele Menschen wie möglich davon zu
überzeugen, dass der nächsthöhere Bildungsabschluss greifbar und
lohnend ist."

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