StR Ludwig: Mit Tipps vom Autoabstellplatz zum Carport

Behördlicher Wegweiser zum überdachten Autoabstellplatz der Wiener Baupolizei

Wien (OTS) - Viele BewohnerInnen von Siedlungshäusern verfügen über keine Garage, jedoch über einen Autoabstellplatz im Freien. Spätestens bei Wind und Wetter wünscht man sich ein schützendes Dach für den fahrbaren Untersatz. Mit ein paar Tipps lässt sich dieser in vielen Fällen überdachen. Auf Initiative von Wohnbaustadtrat Michael Ludwig hat die Wiener Baupolizei (MA 37) einen Wegweiser erstellt, der anschaulich erklärt, welche Art der "Autounterbringung" bewilligungsfrei erlaubt ist und welche genehmigt werden muss. Die Tipps vom Autoabstellplatz zum Carport sind unter www.bauen.wien.at abrufbar.****

"Bezüglich der Errichtung von Carports herrscht oft große Unsicherheit. Konflikte mit der Behörde, aber auch mit Nachbarinnen und Nachbarn sind ein häufiges Ergebnis. Daher wurde von den Expertinnen und Experten der Baupolizei ein Leitfaden erstellt, der in groben Zügen erklärt, was erlaubt ist, welche Ausnahmen eventuell angewendet werden können und welche Konstruktionen möglicherweise baupolizeilich genehmigt werden müssen, um legal einen überdachten Autoabstellplatz zu kommen", hält Stadtrat Ludwig fest.

Bei der Magistratsbteilung 37 - Baupolizei gehen immer wieder Anzeigen erboster NachbarInnen wegen vermeintlich illegal errichteter Carports ein. Als Behörde ist die Baupolizei gesetzlich verpflichtet, diesen Anzeigen nachzugehen. Aber auch bei Routinekontrollen fallen überdachte Autoabstellkonstruktionen von BauherrInnen auf, denen die geltenden Regelungen der Bauordnung scheinbar nicht bewusst sind. "Die Gründe für ein Einschreiten der Baubehörde sind unter anderem Sicherheit, das Stadtbild und last but not least die Bebauungsbestimmungen Die Bauuordnung gilt wie jede rechtliche Vorschrift für alle gleichermaßen. Nichts ärgert BürgerInnen mehr, als wenn etwas nicht erlaubt ist und sich andere - häufig aufgrund mangelnden Wissens -darüber scheinbar hinweg setzen", so Gerhard Cech, Leiter der MA 37.

Das Carport auf der "seitlichen Abstellfläche" ist die sicherte Variante

Die einfachste Variante ist ein Carport bis zu 3 Meter links und rechts des Hauses. "Häuselbauer" kennen dies unter dem Begriff "seitliche Abstandsfläche" So ein Carport ist grundsätzlich bewilligungsfrei, wenn man ein paar Grundregeln einhält: Die Fläche darf 25 m2 nicht überschreiten und der höchste Punkt liegt unter 2,5 Metern. Maximal die Hälfte aller Seitenflächen dürfen auch mit Wänden verkleidet werden. Verfügt jemand auf seinem Grundstück noch über eine bebaubare Fläche, so darf auch dort nach denselben Grundregeln ein Carport errichtet werden.

Ein Carport ist somit nichts anderes als ein Flugdach, das ausschliesslich als Autoabstellplatz gebraucht wird. Eine günstigere Variante dazu ist eine Pergola über einem Autoabstellplatz. Eine Pergola ist überall bewilligungsfrei zu errichten. Es hindert einen aber niemand daran, sein Carport zu begrünen.

In Schutzzonen und Gebieten mit Bausperre ist immer eine Bewilligung einzuholen

Zu beachten ist außerdem, ob sich das Haus in einem Gebiet mit Bausperre befindet oder das als Schutzzone ausgewiesen ist. Auch im Vorgarten, sowie im Garten hinter dem Haus wird man nur in extremen Ausnahmefällen (z.B. Platzmangel) eine Genehmigung bekommen. Hier gilt: fachliche Beratung ist unerlässlich. Auch die MA 37 steht mit Rat gerne zur Seite. (Schluss) temp/kau

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Christian Kaufmann
Mediensprecher Wohnbaustadtrat Michael Ludwig
Tel.: 01/4000-81277
E-Mail: christian.kaufmann@wien.gv.at

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