• 29.03.2015, 11:44:12
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Airbus-Absturz - ÖJC-Medienrat erinnert an Opfer- und Täterschutz im österreichischen Medienrecht

Journalisten sollen in der Berichterstattung unbedingt die Würde der Opfer und die des mutmaßlichen Täters erhalten

Utl.: Journalisten sollen in der Berichterstattung unbedingt die
Würde der Opfer und die des mutmaßlichen Täters erhalten =

Wien (OTS) - Der Österreichische Journalisten Club (ÖJC) und sein
Medienrat ersuchen alle österreichischen Journalisten dringend, auch
in dem stark in der Öffentlichkeit diskutierten Airbus-Absturz, die
Würde der Opfer und auch die des mutmaßlichen Täters zu
gewährleisten.

Dazu gehören, die "Verpixelung" von Fotos und Videos in denen man
Personen erkennen kann und der Schutz von Namen und der Privatsphäre
der Beteiligten.

"Als österreichische Journalisten müssen wir nicht ausführlicher als
die Kolleginnen und Kollegen berichten, deren Länder direkt betroffen
sind", ruft ÖJC-Präsident Fred Turnheim zur Beruhigung in der
Berichterstattung über die Hintergründe, die zum tragischen Absturz
des Germanwings-Airbus geführt haben, auf.

Das vorschnelle Ziehen von Schlüssen kann nur Spekulation sein, aber
nicht Teil einer seriösen Berichterstattung. Besonders schlecht für
das Image von uns Journalisten ist es, wenn falsche Fotos gezeigt
werden. Die Wiedergabe von Ferndiagnosen selbsternannter "Experten"
ist kein Qualitätsjournalismus. Besonders in solchen tragischen
Situationen ist ein behutsamer Journalismus gefragt, der nur Fakten
transportiert.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | OJC

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