• 29.03.2015, 10:00:33
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Bürgermeister Häupl in Paris: Städte gemeinsam gegen Klimawandel aktiv

Wien/Paris (OTS/RK) - Im Vorfeld der UN-Klimakonferenz COP 21, die im
Dezember 2015 in Paris stattfinden wird, haben sich
Bürgermeisterinnen und Bürgermeister von EU-Städten in Paris
getroffen, um eine gemeinsame Vorgangsweise zu beschließen. "Wien
kann da besonders punkten. Mit Initiativen wie dem ÖkoKauf oder den
Wiener Klimaschutzprogrammen sind wir weit vorne", so Wiens
Bürgermeister und früherer Umweltstadtrat Michael Häupl, der ein
Vorkämpfer darin ist, die Interessen der Städte in der Europäischen
Union zu stärken.

Rund 30 europäische Städte unterzeichnen gemeinsame
Deklaration

In Paris bekennen sich rund 30 europäische Städte (neben Wien und
Paris u.a. auch Brüssel, Bukarest, Dublin, Florenz und Rom,) dazu,
umweltbelastenden Verkehr, alte und mangelhaft gedämmte Häuser und
die Energieversorgung im Sinne des Klimaschutzes zu optimieren.
Parallel dazu sollen zukunftsträchtige Projekte wie der Kampf gegen
die Verstädterung, die (Wieder-)Einführung von Natur und
Biodiversität in Städten, Abfallverwertung, der Kampf gegen
Verschwendung und für die Entwicklung hin zu einer
Kreislaufwirtschaft, E-Mobilität, Gebäudesanierung und
Energieeffizienz betrieben werden. Gemeinsam und im stärkeren
Austausch als bisher sollen die jeweiligen "Klimapläne" weiter
vorangetrieben werden.

Städte als Laboratorien für Innovation

Das Umweltproblem ist global, gelöst werden kann es jedoch vor
allem auf lokaler Ebene. Das gilt umso mehr, als bis 2050 zwei
Drittel aller Menschen weltweit in Städten leben werden. Daher haben
die großen europäischen Städte nun beschlossen, Kampf gegen die
Klimaerwärmung an vorderster Front gemeinsam zu führen.
BürgermeisterInnen europäischer Haupt- und Großstädte vertreten 60
Millionen EinwohnerInnen und ein Bruttoinlandsprodukt von 2.000
Milliarden Euro. Europäische Metropolen können also hinsichtlich
ihrer Beschaffungspolitik maßgeblich steuern, Vorbildwirkungen auch
auf die Privatwirtschaft haben und eine neue globale Governance
schaffen. Zentrales Element dabei ist die Schaffung von neuen
Arbeitsplätzen auch in innovativen Bereichen.

Gemeinsame Interessen auf europäischer Ebene verteidigen

Mehr als 6.000 Städte in Europa, die in Städtenetzwerken
organisiert sind, haben sich bereits im Rahmen des Konvents der
BürgermeisterInnen dazu verpflichtet, ihren Treibhausgasausstoß bis
2020 um mindestens 20% zu senken. Nun wollen die Städte ihre
Interessen auf europäischer Ebene stärker bündeln. Das Europäische
Parlament und die Europäischen Kommission werden daher aufgefordert,
Maßnahmen zu setzen, die den Dialog und regelmäßigeren Austausch von
Analyse und Best Practice-Modellen stärker fördern. Damit sollen die
Treibhausgasemissionen in europäischen Städten bis zum Jahr 2030 um
mindestens 40% gesenkt werden.

Pressebilder online auf www.wien.at/pressebilder. (Schluss)

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