- 27.03.2015, 10:36:19
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Bundesminister Rupprechter: Großes Potenzial für Export von Umwelttechnologie und Agrarwaren nach China
Staatsbesuch mit Bundespräsident Fischer - Veterinär- und Landwirtschaftsabkommen unterschrieben
Utl.: Staatsbesuch mit Bundespräsident Fischer - Veterinär- und
Landwirtschaftsabkommen unterschrieben =
Peking (OTS) - Bei einem offiziellen Staatsakt im Beisein des
chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping in Peking hat
Bundesminister Andrä Rupprechter heute drei Abkommen zwischen
Österreich und der Volksrepublik China unterschrieben. Die Abkommen
betreffen die Lieferung von österreichischem Schweinefleisch nach
China sowie die verstärkte Zusammenarbeit in der Landwirtschaft und
bei der Umwelttechnologie.
Staatspräsident Xi Jinping betonte ausdrücklich das Interesse Chinas
an einer Intensivierung der Handelsbeziehungen und vor allem an
österreichischem KnowHow im Agrar- und Umweltbereich. Für die
konkrete Umsetzung des Landwirtschaftsabkommens schlug er die
Einrichtung einer bilateralen Arbeitsgruppe vor.
Bundesminister Rupprechter sieht großes Potenzial für den Export von
österreichischen Produkten, Technologie und KnowHow: "China ist ein
Zukunftsmarkt, Klimaschutz und Lebensmittelsicherheit werden in
diesem riesigen Markt immer wichtiger. Die Nachfrage nach qualitativ
hochwertigen Lebensmitteln steigt ständig. Mit österreichischer
Qualität können wir die Konsumenten überzeugen. Unsere Vorreiterrolle
in der biologischen Landwirtschaft und unsere gentechnikfreien Felder
sind ein großer Vorteil im Wettbewerb mit anderen Ländern, die weit
größere Mengen liefern können."
Mit der Unterschrift von Rupprechter und dem chinesischen Minister Wu
Quinghai ist das Veterinärprotokoll, das die Lieferung von
österreichischem Schweinefleisch nach China ermöglicht, endgültig
besiegelt. Das Abkommen war im Dezember auf Botschafterebene
paraphiert worden. Im Rahmen des Staatsbesuches von Bundespräsident
Heinz Fischer erfolgte jetzt die formelle Bestätigung. Rupprechter,
der gemeinsam mit Fischer, Justizminister Brandstetter und
Wirtschaftskammerpräsident Leitl nach China gereist ist, erwartet,
dass österreichische Firmen jetzt rasch die Bewilligung für den
Export bekommen. Am Montag wird er dazu Gespräche mit der
chinesischen Veterinärbehörde führen.
Das Protokoll lässt vorerst nur die Lieferung von Schweinehälften zu.
Für die in China als Delikatesse geltenden Schweineohren oder Pfoten
muss ein eigenes Abkommen abgeschlossen werden. Rupprechter ist
optimistisch, dass dies demnächst gelingt. Weiters will der Minister
den Export von Rind- und Kalbfleisch ermöglichen. Die Nachfrage nach
diesen Fleischsorten steigt in China enorm. Bis 2023 wird eine
Steigerung um fast 25 Prozent erwartet.
Noch mehr Chancen ortet Rupprechter bei Milchprodukten und Käse. Laut
Prognosen steigt der Verbrauch bei diesen Produkten in China in den
nächsten Jahren um 50 Prozent. Die Lieferung von Milchprodukten nach
China ist bereits möglich. Bei einem österreichisch-chinesischen
Wirtschaftsforum in Peking wurden entsprechende Kontakte geknüpft.
Mit dem chinesischen Landwirtschaftsminister Han Changfu
unterzeichnete Rupprechter auch das Kooperationsabkommen für die
Landwirtschaft. Österreich und China wollen vor allem in den
Bereichen Biolandwirtschaft, Tierhaltung, Pflanzenbau und Handel
verstärkt zusammenarbeiten.
Mit Handelsminister Gao Hucheng unterschrieb Rupprechter ein Abkommen
über die Einrichtung eines Ökoparks in Nantong. Dieser soll als
Vorzeigeprojekt für Energieeffizienz und kohlenstoffarme Entwicklung
dienen und auf diesem Gebiet die bilaterale wirtschaftliche
Kooperation zwischen China und Österreich stärken.
Bereits am Donnerstag traf die österreichische Delegation mit Chinas
Ministerpräsidnet Li Keqiang zusammen. Auch bei diesem Treffen
standen die Themen Umwelt und Landwirtschaft im Vordergrund.
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