- 27.03.2015, 10:30:02
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Höchstnoten für Smart Grids Labor am AIT
Internationale Fachjury sieht in den Forschungsarbeiten und dem SmartEST Labor am AIT eine wichtige Grundlage für die intelligenten Stromnetze der Zukunft.
Utl.: Internationale Fachjury sieht in den Forschungsarbeiten und
dem SmartEST Labor am AIT eine wichtige Grundlage für die
intelligenten Stromnetze der Zukunft. =
Wien (OTS) - Die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energiequellen wie
Sonne oder Wind bringt die Strominfrastruktur europaweit an ihre
Grenzen. Intelligente Netze, so genannte Smart Grids, sollen in
Zukunft die sichere Stromversorgung auch bei einem hohen Anteil
dezentraler Erzeugungsanlagen garantieren. Am AIT feierte man in
diesem Zusammenhang kürzlich die positive Endevaluierung des
Forschungsprojekts DG-EV-HIL, ein Forschungsprojekt, in dessen Rahmen
das einzigartige Smart Grids Labor (SmartEST) errichtet wurde. In
diesem vom Klima- und Energiefonds geförderten Projekt wurden
wissenschaftliche Methoden, technische Konzepte und Entwicklungstools
für die bessere Netzeinbindung dezentraler erneuerbarer Energieträger
und Speicher entwickelt. Innovationsminister Alois Stöger: "Mit dem
SmartEST Labor legen wir den Grundstein, dass Smart Grids
Technologien "made in Austria" rascher von der Forschung in den Markt
kommen."
Wichtiger Beitrag zur Transformation des Energiesystems
Klima- und Energiefonds Geschäftsführerin Theresia Vogel: "Die
Transformation unseres Energiesystems ist Ziel unserer
Forschungsförderung. Seit 2007 haben wir mehr als 37 Millionen Euro
in die Entwicklung von Smart Grids investiert. Aktuell werden
Österreichweit in zwölf Modellregionen Smart Grids im Echtbetrieb
getestet. Mit dem SmartEST Labor haben wir den Aufbau einer weltweit
einzigartigen Forschungsinfrastruktur für die Stromnetze der Zukunft
unterstützt. Damit stärkt der Klima- und Energiefonds den
Innovationsstandort Österreich und die Wettbewerbsfähigkeit der
heimischer Industrie."
Bestnoten von der internationalen Fachjury
Im abschließenden Projektreview vergab nun eine international
hochrangig besetzte Fachjury Höchstnoten für die erzielten Ergebnisse
und das im Rahmen des Projekts aufgebaute SmartEST-Labor, in dem
Smart Grids und deren Komponenten analysiert und simuliert werden
können. Hervorgehoben wurden in der Evaluierung vor allem der
wissenschaftliche Output und die neuen Möglichkeiten, die sich durch
die "einmalige Testinfrastruktur" für die Industrie eröffnen.
Impulse für die Energiewende
Die internationalen ExpertInnen waren sich einig, dass ein Großteil
der Arbeiten "an der vordersten Front von Wissenschaft und
Technologieentwicklung" anzusiedeln sei, wie sich an den zahlreichen
Publikationen in internationalen Fachjournalen und Konferenzbeiträgen
ablesen lässt. Die Ergebnisse stießen aber nicht nur in der
Forschungscommunity, sondern auch in der Industrie auf großes
Interesse: "Das Projekt DG-EV-HIL und das SmartEST Labor waren eine
Initialzündung für mehr als 20 Forschungsprojekte und zahlreiche
Kooperationen mit Netzbetreibern und Komponentenherstellern auf
nationaler und internationaler Ebene", so Wolfgang Hribernik, Head of
Business Unit Electric Energy Systems am AIT. Damit konnte das AIT
seine Vorreiterstellung in der Smart Grid Forschung weiter ausbauen.
Einzigartige Testinfrastruktur für Smart Grids
Das im Rahmen des Projekts DG-EV-HIL aufgebaute SmartEST-Labor
eröffnet Komponentenherstellern und Netzbetreibern völlig neue Test-
und Analysemöglichkeiten. So lassen sich hier Hardwaretests mit den
Vorteilen der numerischen Echtzeitsimulation verbinden. In
sogenannten "Power Hardware-in-the-Loop" (P-HIL) Simulationen werden
Netzmodelle an reale Komponenten angekoppelt, um Regelalgorithmen,
Systemkonzepte und Komponenten für intelligente Stromnetze unter
realitätsnahen Bedingungen zu untersuchen. Die internationalen
ExpertInnen des Evaluierungsgremiums sehen im Labor eine
"einzigartige Testinfrastruktur" für die Entwicklung und Prüfung von
Komponenten für die Smart Grids von morgen und erwarten sich dadurch
"die Entwicklung neuer Netzdienstleistungen und Geschäftsmodelle für
erneuerbare Energieträger" in diesem zukunftsträchtigen Gebiet.
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