- 27.03.2015, 10:10:20
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SOS Mitmensch: Hetze gegen Muslime? Nicht in unserem Namen, Herr Strache und Herr Wilders!
Bedrohung für Europa geht von jenen aus, die Menschen auseinanderdividieren
Utl.: Bedrohung für Europa geht von jenen aus, die Menschen
auseinanderdividieren =
Wien (OTS) - SOS Mitmensch spricht sich im Vorfeld des umstrittenen
Auftritts von FPÖ-Obmann Strache und Geert Wilders in der Wiener
Hofburg gegen das Auseinanderdividieren von Menschen nach Herkunft
und Religion aus. Dort, wo Menschen entlang von Kriterien wie
Herkunft oder Religionszugehörigkeit auseinanderdividiert werden,
werde die Freiheit der Menschen in Europa nicht verteidigt, sondern
angegriffen, so die Menschenrechtsorganisation, die einen Flashmob
unter dem Motto "Hetze gegen MuslimInnen? #NichtinmeinemNamen"
veranstaltet.
Hassideologien entschlossen bekämpfen
SOS Mitmensch betont, dass es wichtig sei, Ideologien der
Ungleichwertigkeit, der Ausgrenzung und des Hasses entschlossen zu
bekämpfen, unabhängig davon, ob es sich um rassistisch,
nationalistisch oder religiös gespeiste Ideologien handle. "Beim
Kampf gegen diese zerstörerischen Ideologien ist die entscheidende
Frage nicht, woher wir kommen und welcher Konfession wir angehören,
sondern, ob wir die Würde, die Rechte und die Freiheit unserer
Mitmenschen respektieren", betont Alexander Pollak, Sprecher von SOS
Mitmensch.
Keinen Keil zwischen Menschen treiben
"Wir rufen Strache und Wilders dazu auf, nicht länger daran zu
arbeiten, Hass und Misstrauen zu schüren und einen Keil zwischen die
Menschen zu treiben. Ansonsten müssten sie, wenn sie vor der
Bedrohung Europas durch Hassprediger warnen, konsequenterweise auch
vor sich selbst warnen", so Pollak.
FPÖ-Forderung ist Rückfall in dunkle Zeiten
Bestürzt zeigt sich SOS Mitmensch über Äußerungen des
oberösterreichischen FPÖ-Obmanns Manfred Haimbuchner. Dieser hatte
kürzlich seine Forderung nach einem Niederlassungsverbot für Muslime
bekräftigt. "Das, was Haimbuchner heute für Muslime fordert, hat es
in der österreichischen Geschichte bereits gegeben, für Juden. Es ist
besorgniserregend, dass sich ein Politiker, der in einer
Landesregierung sitzt, für einen Rückfall in jene dunklen Zeiten
stark macht, als Menschen aufgrund ihrer religiösen Herkunft
staatlicher Diskriminierung ausgesetzt waren. Solchen
Diskriminierungsbestrebungen gilt es mit aller Entschiedenheit
entgegenzutreten", betont Pollak.
Flashmob am Josefsplatz
SOS Mitmensch ruft für Freitag, 18.00 Uhr, am Wiener Josefsplatz zu
einem Flashmob unter dem Motto "Hetze gegen MuslimInnen?
#NichtinmeinemNamen" auf.
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