- 26.03.2015, 12:25:49
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Österreichische Treibhausbilanz ist leider kein Grund zum Jubeln
GLOBAL 2000 fordert Regierung auf, beim Klimaschutz Ärmel hochzukrempeln und Arbeit aufzunehmen. Neues österreichisches Klimaschutzpaket ist erforderlich, um auf Kurs zu kommen.
Utl.: GLOBAL 2000 fordert Regierung auf, beim Klimaschutz Ärmel
hochzukrempeln und Arbeit aufzunehmen. Neues österreichisches
Klimaschutzpaket ist erforderlich, um auf Kurs zu kommen. =
Wien (OTS) - Heute wurde die Treibhausgasbilanz 2013 für Österreich
präsentiert, die minimale Einsparungen gegenüber dem Vorjahr
ausweist. Die österreichische Umweltschutzorganisation GLOBAL 2000
sieht deshalb aber keinen Grund zum Jubeln, sondern deutlichen
Handlungsbedarf: "Die Regierung ist aufgefordert die Ärmel
hochzukremplen und die Arbeit beim Klimaschutz endlich aufzunehmen.
Zwar wurde eine minimale Einsparung an Treibhausgasemissionen
erreicht, mittel- und langfristig ist Österreich aber leider nicht
auf Zielkurs. Der Lackmustest für die Regierung wird das bereits bis
März versprochene Maßnahmenpaket für Klimaschutz sein, das deutliche
Akzente setzen muss. Die Erwartungshaltung ist groß", so Johannes
Wahlmüller, GLOBAL 2000 Klimasprecher.
Steigerung der Treibhausgasemissionen um 1,1 Mio. Tonnen gegenüber
1990
Das aktuelle Emissionsniveau liegt zwar minimal unter jenem des
Vorjahres, aber immer noch klar über dem Emissionsniveau von 1990 von
78,2 Mio. Tonnen, das international als Basisjahr herangezogen wird.
Damit liegt Österreich auch rund 11 Mio. Tonnen über dem
Kyoto-Zielwert von 68,8 Mio. Tonnen, das bereits bis 2012 erreicht
werden hätte sollen. Bis 2020 müssen Industrienationen ihre
Treibhausgasemissionen aber um 25 bis 40 % senken und bis 2050 ist
eine Reduktion um 80 bis 95 % für den Klimaschutz notwendig. GLOBAL
2000 sieht deshalb vor allem langfristig Probleme auf Österreich
zukommen, wenn nicht entschlossen gehandelt wird. "Dass sich
Österreich bis 2020 wenig vornimmt, wird sich langfristig rächen und
Klimaschutz unnötig verteuern. Wir sollten deshalb die günstige
Ausgangsposition nutzen und deutlich mehr Akzente setzen", so
Wahlmüller.
Konjunkturpaket für Klimaschutz gefordert
Dazu ist ein Umdenken in der Politik gefordert, die derzeit kaum
Akzente für Klimaschutz setzt, im Gegenteil: Vizekanzler und
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner und Umweltminister Andrä
Rupprechter hatten erst vor wenigen Wochen die Sanierungsförderung
des Bundes 2015 präsentiert, die gegenüber dem Vorjahr um 20 %
gekürzt wurde und auch im erst vor wenigen Tagen präsentierten
Konjunkturpaket der Bundesregierung fehlt Klimaschutz völlig. Die
Umweltschutzorganisation fordert deshalb ein Konjunkturpaket für den
Klimaschutz und sieht als zentrale Maßnahmen die Ökologisierung des
Steuersystems, eine Forcierung der thermischen Sanierung und eine
Offensive für sanfte Formen der Mobilität an: "Es braucht ein
Konjunkturpaket für den Klimaschutz, das unser Land langfristig auf
Zielkurs bringt und dringend notwendige Arbeitsplätze schafft. Als
ersten Schritt sollte die Regierung nun darauf achtgeben, dass beim
jetzt präsentierten Konjunkturpaket und bei der begrüßenswerten
Wohnbauoffensive moderne Umweltstandards eingehalten werden", so
Wahlmüller abschließend.
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