- 26.03.2015, 08:49:51
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Mitterlehner zeichnete voestalpine mit Staatspreis Innovation 2015 aus
Vizekanzler und Bundesminister würdigt voestalpine für "phs-ultraform®" mit höchster staatlicher Auszeichnung für innovative Unternehmen

Utl.: Vizekanzler und Bundesminister würdigt voestalpine für
"phs-ultraform®" mit höchster staatlicher Auszeichnung für
innovative Unternehmen =
Wien (OTS/BMWFW) - Wissenschafts-, Forschungs- und
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner hat am Mittwochabend den
Staatspreis Innovation 2015 an die voestalpine verliehen. "Die
erfolgreiche Umsetzung neuer Ideen entscheidet über den langfristigen
Wohlstand Österreichs. Denn innovative Unternehmen sind krisenfester,
wachsen schneller und schaffen mehr Arbeitsplätze als andere Firmen",
sagte Mitterlehner bei der Verleihung der höchsten staatlichen
Auszeichnung für innovative Unternehmen in der Aula der
Wissenschaften in Wien. "Wissenschaft und Forschung sind unsere
entscheidenden Rohstoffe. Als Hochlohnland müssen wir uns im
internationalen Wettbewerb in erster Linie mit Qualität und
Innovationen durchsetzen", betonte Mitterlehner. Zur Unterstützung
wird die Forschungsprämie auf zwölf Prozent erhöht und das für
Start-ups verfügbare Risikokapital ausgebaut, zum Beispiel durch die
Erleichterung von Crowdfunding.
Die voestalpine erhielt den Staatspreis für phs-ultraform(R), einen
feuerverzinkten, höchstfesten Stahl für Karosserieteile in
Leichtbauweise. Zink kommt häufig als Korrosionsschutzbeschichtung
zum Einsatz, obwohl dieses Element bei hohen Temperaturen rasch
aufschmilzt und verdampft und daher beim Presshärten als schwer
verarbeitbar gilt. Die voestalpine hat nun einen verzinkten Borstahl
entwickelt und mit einem indirekten Bauteilherstellungsverfahren
kombiniert, um Zink mit presshärtendem Stahl (PHS) einzusetzen und
diesen so vor Korrosion schützen zu können. Die Lösung besteht im
exakten Steuern der Temperatur, sodass Zink auch bei dickeren
Schichten zum Zeitpunkt der Warmumformung zu Stahlbauteilen nie
flüssig wird und sich keine Mikrorisse bilden.
Insgesamt hatten sich 618 Unternehmen um den Staatspreis beworben,
der im Auftrag des Wissenschafts-, Forschungs- und
Wirtschaftsministeriums von der Austria Wirtschaftsservice (aws)
organisiert und bereits zum 35. Mal vergeben wurde. "Der Staatspreis
Innovation ist ein renommiertes Gütesiegel für die Unternehmen. Nur
wenn die Leistungen der Unternehmen über ihre Branche hinaus für die
Öffentlichkeit sichtbar und nachvollziehbar sind, kann der
Schlüsselfaktor Innovation jenen Stellenwert erfahren, der ihm in
einer wissensbasierten Gesellschaft zukommt", so Mitterlehner.
Nominierungen für den Staatspreis
Mit einer Nominierung für den Staatspreis zeichnete Mitterlehner die
folgenden fünf Unternehmen aus:
- Amann Girrbach AG aus Koblach für die Entwicklung von "Ceramill
Sintron". Das Cobalt-Chrom-Rohmaterial kann direkt im zahntechnischen
Labor mit kleinen Fräsmaschinen bearbeitet werden.
- AT & S Austria Technologie & Systemtechnik AG aus Leoben für die
Entwicklung neuer thermischer Lösungen für das Kühlen von
Leiterplattenelektronik. Gezielte Bohrungen und geschickte Anordnung
verhindern die Überhitzung von Leiterplatten in elektronischen
Geräten.
- Benteler SGL Composite Technology GmbH aus Ried im Innkreis für die
Entwicklung der Fertigungslinie für Faserverbundblattfedern. Das
automatisierte Verfahren ermöglicht den breiten Einsatz von
Blattfedern aus Faserverbund im Automobilbau.
- BIOMIN Holding GmbH aus Herzogenburg für das einzigartige Enzym
"FUMzyme(R)" zur Entgiftung von Fumonisinen im Getreide. Das Enzym
baut giftige Schimmelpilzprodukte in Futtermitteln noch im
Verdauungstrakt von Tieren ab.
- Liebherr GmbH aus Lienz für die energiesparende und dezentral
bedienbare Tiefkühltruhe für Supermärkte.
Sonderpreis ECONOVIUS 2015 an Geodata
Im Rahmen der Staatspreis-Gala hat die Wirtschaftskammer Österreich
den Sonderpreis ECONOVIUS an ein KMU verliehen, das sich durch
besonders innovative Leistungen ausgezeichnet hat.
WKÖ-Vizepräsidentin Martha Schultz überreichte den ECONOVIUS 2015 an
die Geodata Ziviltechnikergesellschaft mbH aus Leoben. Das
Unternehmen entwickelt das Steuerleitsystem Tauros für
Doppelschild-Tunnelvortriebsmaschinen. Dank modernster Sensoren,
Hard- und Software arbeitet das TAUROS-Schildkamera- und
-schwanzluftmesssystem im Tunnelbau zentimetergenau.
Dazu betonte Martha Schultz: "Ich möchte allen Nominierten und dem
Preisträger zu ihren großartigen Innovationen gratulieren. Die
eingereichten Projekte stammen aus unterschiedlichen Branchen und
zeigen, dass Unternehmen auch in schwierigen Zeiten mit ihren Ideen
und deren Umsetzung in die Praxis punkten. Wir wollen die Zahl der
innovationsaktiven Unternehmen in Österreich steigern. Dazu müssen
wir die Bedingungen für die Finanzierung in diesem Bereich durch
Private verbessern. Die geplante Anhebung der Forschungsprämie wird
sicherlich helfen."
Für den ECONOVIUS waren folgende weitere Unternehmen nominiert:
- Eberle Automatische Systeme GmbH & Co KG aus Dornbirn, Vorarlberg
- LITHOS Industrial Minerals GmbH aus Ennsdorf, Niederösterreich
- medPhoton GmbH aus Salzburg
- MTA Messtechnik GmbH aus St. Veit an der Glan Kärnten
- SCL-Sensor.Tech.Fabrication GmbH aus Wien
Sonderpreis VERENA prämiert AB Mikroelektronik
Mit dem von VERBUND gestifteten Sonderpreis VERENA (VERBUND
E-Novation Award) werden Unternehmen ausgezeichnet, die in den
Bereichen Elektrizitäts- und Energiesysteme,
Energieeffizienz/-management, erneuerbare Energien und E-Mobilität
innovative Projekte mit Universitäten, Fachhochschulen oder
außeruniversitären Forschungseinrichtungen umgesetzt haben. Den
diesjährigen VERENA erhielt das in Salzburg ansässige Unternehmen AB
Mikroelektronik GesmbH mit dem Kooperationspartner Universität
Salzburg für das Projekt "Vertical Integrated Chip-Stack Power
Module". Das neue Verfahren macht das Löten von Elektronikkomponenten
auf Aluminium möglich, das damit Elektrofahrzeuge noch
umweltschonender macht.
Übergeben wurde der Preis von Wolfgang Anzengruber,
Vorstandsvorsitzender VERBUND AG: "Elektrischer Strom ist der
Treibstoff der Zukunft. Wir setzen alles daran, die Effizienz und
Ökologisierung des Verkehrssektors zu beschleunigen. Deshalb treiben
wir bereits seit Jahren in nationalen und internationalen Projekten
die Elektromobilität voran und engagieren uns aktiv für
zukunftsträchtige, energieeffiziente und saubere Mobilitätslösungen.
Elektromobilität braucht starke Impulse und Partner. Deshalb freuen
wir uns besonders über dieses neue Verfahren, das der
Elektromobilität einen zusätzlichen Schub geben wird. Der Förderpreis
VERENA setzt auch in diesem Jahr wieder kräftige Signale auf dem Weg
zur Energiewende", so Anzengruber.
Für den VERENA-Preis waren zwei weitere Unternehmen nominiert: Egston
System Electronics Eggenburg GmbH aus Eggenburg, Niederösterreich und
KWB - Kraft und Wärme aus Biomasse GmbH aus St. Margarethen/Raab,
Steiermark.
Bilder zur Staatspreis-Verleihung
Die besten Bilder von der Staatspreis-Verleihung finden Sie im
AOM/Original Bild Service sowie im OTS Bildarchiv unter
http://bild.ots.at. Detail-Informationen zu allen Projekten gibt es
in der ausführlichen Staatspreis-Broschüre, die auf
www.staatspreis.at sowie auf der Homepage des Wissenschafts-,
Forschungs- und Wirtschaftsministeriums (www.bmwfw.gv.at) zum
Download bereit steht.
Weitere Bilder unter: http://www.apa-fotoservice.at/galerie/6463
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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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