- 25.03.2015, 14:16:38
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VP-Leeb: Herr Bürgermeister, geben sie die Geschäfte frei
Sonntagsöffnung in Tourismuszonen endlich als Chance begreifen
Utl.: Sonntagsöffnung in Tourismuszonen endlich als Chance begreifen =
Wien (OTS) - Im Rahmen der heutigen Gemeinderatssitzung sprach sich
Gemeinderätin Isabella Leeb für eine sofortige Sonntagsöffnung in
Tourismuszonen aus und brachte dazu einen entsprechenden Antrag ein.
"Herr Bürgermeister - begreifen Sie Tourismuszonen endlich als
Chance", so Leeb in Richtung Bürgermeister Michael Häupl. Schließlich
liegt es einzig und allein an ihm, Tourismuszonen per Verordnung
festzulegen. Es ist "widersprüchlich und ökonomisch grob fahrlässig"
als Metropole, die sich im Rampenlicht des Life Balls sowie des
Eurovision Song Contests mit "kultureller Offenheit" schmückt,
tausenden Touristen das Einkaufen am Sonntag zu verwehren, so Leeb.
Heftige Kritik übte die Gemeinderätin dabei an Wirtschaftsstadträtin
Renate Brauner. Diese ignoriert über 13,5 Millionen Gästenächtigungen
in Wien, 150.000 Arbeitslose, düstere Wirtschaftsprognosen sowie den
Wunsch der Mehrheit der Bevölkerung, so Leeb. Während Wiens
Tourismusdirektor Norbert Kettner, aber auch der Bürgermeister
selbst, durchaus Anlass sehen, über eine generelle Sonntagsöffnung
nachzudenken, agiert Brauner wie die oberste Gewerkschaftsvertreterin
und nicht wie eine Wirtschaftsstadträtin. "Man sollte doch danach
trachten, so viele Menschen wie möglich in Beschäftigung zu bekommen
und nicht Arbeitslosigkeit zu verwalten", so Leeb, die auf mögliche
800 zusätzliche Arbeitsplätze verweist.
Gerade im Hinblick auf die zwei im Mai stattfindenden
Großveranstaltungen in Wien - den Life Ball sowie den Eurovision Song
Contest - wird Wien in höchstem Maße ins Blickfeld der
internationalen Öffentlichkeit treten. Dadurch werden auch besonders
viele kaufkräftige Touristinnen und Touristen nach Wien kommen, die
hier ihr Geld ausgeben wollen. "Während die Sonntagsöffnung in
Tourismuszonen in acht Bundesländern funktioniert, bricht in Wien bei
diesem Thema die Welt zusammen", so Leeb. "Alle ziehen in eine andere
Richtung, schieben sich gegenseitig die Verantwortung zu und hoffen,
das Thema auszusitzen."
Es grenzt auch an "Hohn", wenn sich Brauner hierbei als
"Schutzmantelmadonna" der kleinen und mittleren Unternehmen
aufspielt. Schließlich werden gerade diese seit Jahren von der
Stadtregierung "belastet, bevormundet und behindert", und
unternehmerische Bedürfnisse auf Bezirksebene immer hinter allen
anderen gereiht, so Leeb. Auch jetzt müssen die KMU dafür herhalten,
"dass Brauner nicht will und nicht kann".
Abschließend appelliert Leeb an den Bürgermeister: "Geben sie die
Geschäfte frei! Am 24. Mai ist es zu spät."
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