- 25.03.2015, 11:15:58
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20 Jahre „Am Schauplatz“ am 26. März um 21.05 Uhr in ORF 2
Jubiläumsausgabe zeigt die Highlights der vergangenen zwei Jahrzehnte
Utl.: Jubiläumsausgabe zeigt die Highlights der vergangenen zwei
Jahrzehnte =
Wien (OTS) - Es war im März 1995, vor genau 20 Jahren, als die erste
"Am Schauplatz"-Reportage auf dem Programm stand. Die Sendung hieß
"Der Hausherr" und es ging darin um einen Immobilienspekulanten mit
höchst zweifelhaften Methoden. Der Hausherr gab Peter Resetarits in
seiner Luxuslimousine ein Interview. Noch vor der Ausstrahlung
tauchte er unter. Als er wieder auftauchte, klickten die
Handschellen. Ungerechtigkeiten, Alltagssorgen und Alltagskonflikte:
Darum geht es bei "Am Schauplatz" bis heute. 700 Sendungen gab es
bisher, das Publikumsinteresse ist größer denn je. 2014 sahen im
Jahresschnitt jede Woche mehr als 500.000 Österreicherinnen und
Österreicher zu, die 2015 ausgestrahlten Ausgaben verfolgten im
Schnitt 630.000 Seherinnen und Seher (23 Prozent Marktanteil). Das
ist neuer Rekord. "Am Schauplatz"-Chefin Heidi Lackner und Klaus
Dutzler haben für die Jubiläumsausgabe der Sendung am Donnerstag, dem
26. März 2015, um 21.05 Uhr in ORF 2 die Highlights der vergangenen
20 Jahre zusammengestellt.
Was macht "Am Schauplatz" aus? Was hat er bewirkt? Christian
Schüller, Erfinder der Sendereihe und 17 Jahre lang ihr Chef,
erinnert sich: "Eine Sendung, in der keine Experten, sondern die ganz
normalen Leute zu Wort kamen, das gab es bis dahin nicht." Das Motto
von "Am Schauplatz" sei gewesen, keine Antworten zu haben, sondern
Fragen. Schüller: "Der Zuseher sollte selbst sein Urteil bilden
können. Und die schönsten Geschichten waren die, wo wir glaubten, zu
wissen, woran wir sind - und dann hat sich das während der
Dreharbeiten oft mehrfach umgedreht."
Der steirische Caritas-Präsident Franz Küberl erinnert sich aber auch
an ganz handfeste "Am Schauplatz"-Auswirkungen: Seine Organisation
etwa rief ein Projekt ins Leben, bei dem jede Woche zwei Tonnen
Erdäpfel davor gerettet werden, am Kompost zu landen. Nicht etwa,
weil sie schlecht wären - sondern nur, weil sie nicht der Größennorm
der Supermärkte entsprechen. Dem voran ging ein "Am
Schauplatz"-Bericht.
Die Jubiläumssendung zeigt aber auch skurrile Momente aus dem "Am
Schauplatz"-Archiv: Zum Beispiel, wenn Herr Farkas seinen Liebling
Susi streichelt - ein Krokodil. Oder wenn ein Ehepaar in einem
öffentlichen Klo über die romantische Liebe philosophiert. Wenn eine
Dame mit angeblich übersinnlichen Talenten mit dem verstorbenen Bruno
Kreisky parliert - in einer Pizzeria in Tarvis. Zu Wort kommen auch
Beobachter und Wegbegleiter von "Am Schauplatz": Der Philosoph Franz
Schuh spricht über den Schrebergarten als Sehnsuchtsort des
österreichischen Kleinbürgers.
20 Jahre gibt es "Am Schauplatz" nun. "Am Anfang hat es geheißen,
zwei Jahre wird es die Sendung geben, dann gehen die Themen aus",
sagt die Sendungsverantwortliche Heidi Lackner. "Das Gegenteil ist
der Fall - wir haben mehr Themen, als wir verfilmen können." Aktuell
in Arbeit sind eine Reportage über späte Eltern, eine Geschichte über
Schlaflosigkeit und eine Reportage über den Konflikt zwischen reichen
Zweitwohnsitzbesitzern und Alteingesessenen in idyllischen
Tourismusorten.
Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der
Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand
abrufbar.
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