Die Heroes des Alltags: PROPAK – Produkte aus Papier und Karton

Ab 1. April neuer Name für industrielle Hersteller von Produkten aus Papier und Karton in Österreich

Wien (OTS) - Schnupfen ohne Papiertaschentücher? Getränke ohne Karton? Transport ohne Verpackung? Produkte aus Papier und Karton sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Jeder kommt täglich mit ihnen in Berührung. Produkte aus Papier und Karton sind ein wichtiger Bestandteil der österreichischen Wirtschaft. Neben Verpackungen zählen Hygienepapierwaren, Bücher, Broschüren, Etiketten, Büro- und Organisationsmittel, Spielkarten und sonstige Papierwaren zum Portfolio der industriellen Hersteller von Produkten aus Papier und Karton.

Eine eigenständige, vielfältige Branche

Der Fachverband der Papierverarbeitenden Industrie Österreichs ist die Interessenvertretung der Industrie innerhalb der Wirtschaftskammer Österreich. Um die Eigenständigkeit der Branche gegenüber den Mitgliedern, der Öffentlichkeit und den benachbarten Industriezweigen bereits im Namen stärker zum Ausdruck zu bringen, wurde ein Re-Branding-Prozess gestartet und eine neue Dachmarke für die drei Branchen entwickelt.

Ab 1. April tritt die Branche unter dem neuen Namen "PROPAK Produkte aus Papier und Karton" auf. Die gesetzliche Interessenvertretung wird somit zum "Fachverband PROPAK"- Fachverband der industriellen Hersteller von Produkten aus Papier und Karton, aus dem Unternehmerverband PPV Austria wird die "PROPAK Austria" und aus dem Schulverein das "Bildungsforum PROPAK".

"Diese neue Dachmarke ist uns sehr wichtig", sagt Obmann KommR Mag. Georg-Dieter Fischer. "Denn bislang hat man unsere Unternehmen immer wieder mit der Papierindustrie verwechselt. Doch wir produzieren kein Papier, sondern die Mitglieder der PROPAK verarbeiten und veredeln Papier und Karton zu Produkten, und zwar in einer unglaublichen Vielfalt!"

STUDIE: WIRTSCHAFTLICHE BEDEUTUNG DER PROPAK

Im Auftrag der PROPAK hat das Industriewissenschaftliche Institut (IWI) die "Struktur und wirtschaftliche Bedeutung der industriellen Hersteller von Produkten aus Papier und Karton in Österreich" analysiert. Hier einige Ergebnisse in aller Kürze:
• Die PROPAK zählt 96 Firmen und beschäftigt 9.128 Mitarbeiter/innen in Österreich (Industriebetriebe, ohne Gewerbebetriebe).
• Die Betriebsgrößen liegen zwischen weniger als 20 und 500 Beschäftigten.
• Erzeugt wird eine Produktionsmenge von 1,1 Millionen Tonnen, der jährliche Produktionswert beträgt 2,2 Mrd. Euro.
• Rechnet man indirekte Effekte dazu, so generiert die PROPAK einen Produktionswert von rund 5 Mrd. Euro und eine Wertschöpfung von 1,6 Mrd. Euro.
• Sie schafft damit bis zu 33.017 Beschäftigungsverhältnisse. Dies entspricht einem Anteil von 0,76 Prozent aller Beschäftigungsverhältnisse in Österreich (Jahr 2012).

Die Leistungskraft der PROPAK zeigt sich jedoch nicht nur in den Unternehmen selbst. DDr. Herwig W. Schneider, Geschäftsführer des Industriewissen-schaftlichen Instituts (IWI): "Ein Euro an Wertschöpfung der PROPAK bewirkt 2,76 Euro an Wertschöpfung in der gesamten österreichischen Wirtschaft.
Oder anders formuliert: "Ein Beschäftigter der PROPAK schafft 3,57 weitere Arbeitsplätze in Österreich!"

Produkte für den Endverbraucher

Ein Charakteristikum der Branche ist die klein- und mittelbetriebliche Struktur. Die durchschnittliche Betriebsgröße eines PROPAK-Unternehmens liegt bei 90 Beschäftigten. Neun von zehn Unternehmen der PROPAK gelten als KMU.

Kennzeichnend für die PROPAK ist auch ihre Position auf dem Markt. In der Regel geht das Produkt zum Endverbraucher. Direkt verbraucht werden hygienische Papierwaren, aber ebenso Verpackungen sowie Büro-und Organisationsmittel. Demzufolge ist die PROPAK gegen Ende der Wertschöpfungskette tätig.

Die Kernaktivitäten der Unternehmen der PROPAK umfassen die Erzeugung von Wellpappe, die Verarbeitung von Papier, Karton und Wellpappe, die Veredelung durch Bedrucken, Beschichten, Kaschieren und Laminieren sowie die Kombination mit anderen Werkstoffen wie Kunststoff, Aluminium oder Metall.

Zusätzlich ist die PROPAK vermehrt als Dienstleister auf dem Markt tätig. Mit ihrer Lösungskompetenz bietet sie serviceorientierte und maßgeschneiderte Produkte für den Transport, die Logistik, den Produktschutz, die Sicherheit und das Marketing an. Dadurch bietet die Umstellung der PROPAK einen deutlichen Mehrwert.

Unter den einzelnen Sektoren und Branchen der PROPAK stellt der Verpackungssektor mit einem Wertanteil von 47 Prozent den größten Bereich dar und produziert im Jahr 2013 700.000 Tonnen an Produkten im Wert von 1 Mrd. Euro.

Die Anforderung an die Verpackungstechnologie steigt mit dem technologischen Fortschritt. Dies geht einher mit zunehmender Internationalisierung und steigendem Wettbewerbsdruck. Unternehmen müssen modernere Technologien einsetzen, um dem Kostendruck und den Kundenwünschen gerecht zu werden. Dabei spielen Kreativität, Innovation und Kundenservice eine wichtige Rolle. Die Branche ist technologisch positioniert die steigenden Ansprüche der Kunden Richtung Null-Fehler Qualität zu erfüllen.

Neuer Studienlehrgang Verpackungstechnologie

"Die immer höher werdenden Anforderungen an die Qualifikation sind eine zentrale Herausforderung an die Unternehmen der PROPAK", weiß Mag. Martin Widermann, Geschäftsführer der PROPAK. "Der Zugang zu gut qualifizierten Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen erweist sich oft schwieriger als der Zugang zu Kapital". Die PROPAK leistet mit dem "Bildungsforum PROPAK" einen wesentlichen Beitrag zur Abwicklung und Erweiterung des Ausbildungsangebotes.

Neben der klassischen Lehre Verpackungstechnik kann als zusätzliche Aus- und Weiterbildung der Industrielehrgang Verpackungstechnik oder die Seminarreihe Packaging Professional in Anspruch genommen werden. Und ab Herbst 2015 startet mit Unterstützung der PROPAK erstmals ein berufsbegleitender Fachhochschul-Studiengang Verpackungstechnologie.

Um sich auch im öffentlichen Bewusstsein als attraktiver Arbeitgeber zu positionieren, hat die PROPAK unter dem Slogan "Packen wir’s!" ein Employer Brand entwickelt und dafür die Website www.packenwirs.at eingerichtet. Diese soll insbesondere junge Menschen ansprechen, bietet Informationen zu Ausbildungen und zur Branche.

WIRTSCHAFTSJAHR 2014

Das Wirtschaftsjahr 2014 war für die PROPAK von schwierigen Markt-bedingungen geprägt. Volatilität und Kurzfristigkeit der Auftragseingänge erschwerten den PROPAK-Unternehmen die Planung.

In den ersten drei Quartalen 2014 konnte die Branche einen Zuwachs von +2,9 Prozent beim Wert auf 1,6 Mrd. Euro und um +2,6 Prozent bei der Menge auf 840.000 Tonnen erwirtschaften. Auf den Absatz bezogen war die Entwicklung mit +2,0 Prozent Wert bzw. +1,8 Prozent Menge etwas geringer. Allerdings war die Entwicklung über das Jahr kontinuierlich degressiv, im dritten Quartal war praktisch kein Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr gegeben. Auf das Gesamtjahr bezogen rechnet die Branche mit einem Mengenwachstum um nicht mehr als +1 bis +1,5 Prozent. Bei gleichbleibenden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen rechnet die Industrie mit einem Wachstum in derselben Größenordnung für 2015.

Die Unternehmen der österreichischen PROPAK Industrie sind vorwiegend auf dem europäischen Markt, in den Ostländern, im Nahen Osten und im Mittelmeerraum tätig. Angesichts der reifen Märkte in Österreich und den Ländern Westeuropas kommt dem Export eine wichtige Rolle in der konjunkturellen Entwicklung der Unternehmen der PROPAK zu. Dementsprechend steigt die Exportquote kontinuierlich und beläuft sich bereits auf über 70 Prozent im Branchenschnitt. Davon gehen 72 Prozent in die Europäische Union, 6 Prozent nach Resteuropa und 22 Prozent in die übrigen Staaten.

In den ersten drei Quartalen 2014 war aber auch in diesem Bereich ein Rückgang um -2,3 Prozent beim Wert (1.13 Mrd. Euro) bzw. -0,2 Prozent Menge (523.000 Tonnen) zu verzeichnen.

Die Zahl der Beschäftigten in der PROPAK ist langfristig stabil in einer Größenordnung von 9.500 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen (Industrie- und Gewerbebetriebe). Angesichts der schwierigen Preissituation und des intensiven internationalen Wettbewerbs sind die steigenden Kosten eine große Herausforderung. Für die Branche ist eine Verbesserung der Rahmenbedingungen ein politisches Anliegen, insbesondere wäre eine Flexibilisierung der Arbeitszeit dringend notwendig, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. (PWK212/us)

Über die PROPAK

Die Vereinigung PROPAK Austria und der Fachverband PROPAK stehen für die industriellen Hersteller von Produkten aus Papier und Karton in Österreich. 110 Unternehmen verarbeiten und veredeln mit 9.500 Mitarbeitern in Österreich jährlich über 1 Mio. Tonnen Papier und Karton zu Wellpappe, Verpackungen, hygienischen Papierwaren, Büro-und Organisationsmitteln, Büchern und Broschüren sowie sonstigen Papierwaren. Mit ihrem industriellen Druckbereich ist
die PORPAK-Industrie, insbesondere mit dem Verpackungssektor, auch medialer Dienstleister.

Der Fachverband PROPAK ist die gesetzliche Interessenvertretung und eine Körperschaft öffentlichen Rechts im Rahmen der Wirtschaftskammerorganisation. Der Fachverband ist Mitglied im europäischen Dachverband CITPA (International Confederation of Paper and Board Converters in Europe).

Die Vereinigung PROPAK Austria ist ein freier Unternehmerverband und Plattform für die Branchen: Forum Wellpappe Austria, Verband der Faltschachtelindustrie, Verband der Industrie flexibler Verpackung, ARGE Getränkekarton, Verband industrieller Buchbinder, Verband der Hülsenindustrie, Verband der Kartonageure und ARGE Verpackungsdruck. Das Bildungsforum PROPAK ist die operative Organisation der Branche in allen Angelegenheiten der Aus- und Weiterbildung.

Die Internetadresse lautet: www.propak.at
Oder folgen Sie der PROPAK auf Twitter: https://twitter.com/propak_at Pressefotos unter www.propak.at/pressecorner

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Fachverband Papierverarbeitende Industrie
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