"Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist" auf der Diagonale 2015

ORF präsentiert Kärnten Landkrimi von Andreas Prochaska

Wien (OTS) - "Es ist alles andere als nur ein Krimi", beschreibt Andreas Prochaska seinen neuesten ORF-Fernsehfilm "Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist." Neben der Präsentation des Burgenland Landkrimis "Kreuz des Südens" auf der Diagonale, durfte ebendort gestern, am Samstag, dem 21. März noch ein weiterer Fernsehfilm der ORF-Landkrimi-Reihe Premiere feiern. Andreas Prochaska präsentierte gemeinsam mit ORF-Fernsehfilmchef Heinrich Mis, Produzent Klaus Graf, den Darstellern Gerhard Liebmann, Simon Hatzl, Insel Honsel, Manuel Sefciuc, Robert Putzinger, Arthur Klemt, Julian Waldner, Susanne Kubelka, Jana Thomaschütz, Philine Schmölzer, Magda Kropiunig und Michael Glantschnig sowie Thomas Kiennast (Kamera) und den Drehbuchautoren Stefan Hafner und Thomas Weingartner seinen Kärnten Landkrimi "Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist" im KIZ Kino in Graz. Ebenfalls unter den Premierengästen war RTR-Geschäftsführer Dr. Alfred Grinschgl.

Für "Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist" kehrten Andreas Prochaska, Thomas Kiennast an der Kamera und Schauspieler Gerhard Liebmann nach dem internationalen Erfolg von "Das Wunder von Kärnten" (u.a. International Emmy Award) nach Kärnten zurück und verwirklichten in Hüttenberg und Umgebung einen Krimi mit jeder Menge Lokalkolorit. Nach einem Mordfall im idyllischen Ort Hüttenberg ändert sich das Leben des Postenkommandanten Hannes Muck, dargestellt von Gerhard Liebmann, schlagartig. Plötzlich liegt es an ihm, einen Mord aufzuklären. Druck gibt es dabei u. a. von Chefinspektor Plöschberger (Simon Hatzl), der nur einer von vielen ist, die Muck eine solche Aufgabe nicht zutrauen. An der Seite von Liebmann und Hatzl spielen Ines Honsel, Branko Samarovski, Fritz Egger u. v. m. Das Drehbuch stammt aus der Feder von Stefan Hafner und Thomas Weingartner.

ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis: "Was macht einen Landkrimi aus? Eine Story, die überall auf der Welt verstanden wird, und trotzdem nur ausschließlich dort spielen kann, wo sie eine kundige Regie und kluge Autoren hinsetzen, in ein schlüssiges und authentisches Biotop im Herzen von Österreich. Wenn Schöpfer großer Stoffe, wie Anzengruber, heute lebten, dann wären sie Drehbuchautoren. Und schrieben wie das Duo Hafner-Weingartner. Mit einem untrüglichen Gespür für Drama und die wesentlichen Dinge des Lebens. Und wenn dann Andreas Prohaska so einen Stoff in die Hände kriegt, dann wird das ein elementarer Film. Da wird nicht bloß ein Kriminalfall verhandelt. Da geht es um uns Menschen in unseren Lebenszusammenhängen und emotionalen und existenziellen Abhängigkeiten."

Graf Film Produzent Klaus Graf: "Die Landkrimi-Reihe ist etwas ganz Besonderes und für uns eine Gelegenheit, Kärnten als kulturelles Land zu präsentieren. Ich bedanke mich beim ORF für das Vertrauen sowie bei unseren Förderern, dem Fernsehfond Austria und dem Land Kärnten, für die Unterstützung. Dass dieser Film jetzt auf Einladung von Barbara Pichler auch auf der Diagonale laufen darf, ist eine Ehre. Besonders freut es mich auch, dass 'Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist' ab Juni in Südösterreich in den Kinos laufen wird."

Andreas Prochaska: "Ein bisschen Drama, ein bisschen Liebesgeschichte und ein Mord."

"Es ist alles andere als nur ein Krimi. Es ist ein bisschen Drama, ein bisschen Liebesgeschichte und natürlich auch ein Mord", erklärt Andreas Prochaska und meint weiter: "Die Sprache ist bei diesem Film sehr wichtig. Der Dialekt war ein wichtiger Teil davon. Es war bereits das Drehbuch im Dialekt geschrieben - da braucht man zwar ungefähr zehn Seiten bis man drin ist, aber dann ist es eine Freude." Über Kärnten sagt der Regisseur: "Kärnten ist schon anders. Ich kann gar nicht so genau beschreiben was es ist. Es sind das Temperament, das Tempo und die Mentalität anders. Ich würde nicht sagen langsamer, aber gemütlicher. Und Hüttenberg ist schon eine Reise wert - schöne Gegend und spannende Leute."

Liebmann und Hatzl - zwei Steirer sprechen Kärntnerisch

Gerhard Liebmann und Simon Hatzl stehen als Kärntner Polizisten vor der Kamera. Beide kommen ursprünglich aus Steiermark und mussten sich den Kärntner Dialekt für den Film erst aneignen. "Schwer war es nicht, aber ich musste halt zweieinhalb Monate vorher trainieren. Kärntnerisch ist sehr musikalisch und hat sehr schöne Höhen und Tiefen drin", erklärt Simon Hatzl und Gerhard Liebmann weiter: "Das hat schon eine Zeit gedauert bis man sich den Kärntner Dialekt antrainiert hat und war definitiv eine Herausforderung, aber ich denke es ist mir am Ende gar nicht so schlecht gelungen." Beeindruckt von den sprachlichen Kenntnissen war jedenfalls Kollegin Ines Honsel, eine waschechte Kärntnerin: "Ich war beeindruckt und fand, dass das von Anfang an erstaunlich original klang."

Mehr zum Inhalt von "Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist"

Hannes Muck (Gerhard Liebmann), der schüchterne Postenkommandant der ehemaligen Bergbaugemeinde Hüttenberg, kennt Opfer von Gewaltverbrechen bisher nur aus dem Fernsehen. Er hat ganz andere Probleme - seinen schrulligen Vater (Branko Samarovski) zum Beispiel. Oder Frauen, die auf sein zartes Werben wenn überhaupt, eher unwillig reagieren. Doch als die 16-jährige Tochter des wichtigsten Mannes im Ort im stillgelegten Bergwerk ermordet aufgefunden wird, ändert sich Mucks Lage dramatisch. Natürlich traut niemand dem unbedarften Provinzpolizisten die Aufklärung eines Mordfalls zu, was Chefinspektor Plöschberger (Simon Hatzl) aus Klagenfurt auf den Plan ruft. Der setzt Muck ziemlich zu, und mit jeder neuen Information muss der sich die Frage stellen, ob er den Ort, den er seine Heimat nennt, wirklich so gut kennt, wie er immer dachte.

"Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist" ist eine HD-Koproduktion von ORF, ARTE und Graf-Film gefördert von Fernsehfonds Austria und Land Kärnten.

Die ORF-Landkrimi-Reihe

Von Bundesland zu Bundesland, quer durch Österreich zieht die ORF-Landkrimi-Reihe. Im Dezember 2014 starteten - jeweils um 20.15 Uhr in ORF eins - die ersten drei ORF-Landkrimis. Den Beginn machte Niederösterreich: Nina Proll und Karl Fischer begaben sich am 18. Dezember auf die Suche nach der "Frau mit einem Schuh" und bis zu 753.000 Zuschauer/innen (durchschnittlich 684.000 bei 26 Prozent Marktanteil, 28 bzw. 26 Prozent in den jungen Zielgruppen) waren dabei. Bis zu 675.000 sahen am 20. Dezember Wolfgang Murnbergers Krimi "Steirerblut", durchschnittlich waren 651.000 bei 23 Prozent Marktanteil (23 bzw. 14 Prozent Marktanteil in den jungen Zielgruppen 12-49 bzw. 12-29) dabei.
"Alles Fleisch ist Gras" hieß es am 27. Dezember für Tobias Moretti und Wolfgang Böck im Vorarlberg-Landkrimi - bis zu 822.000 Zuschauerinnen und Zuschauer und durchschnittlich 778.000 bei 27 Prozent Marktanteil ließen sich diese Krimispannung made in Austria nicht entgehen.

Nach dem erfolgreichen Start der Reihe wurden mit "Kreuz des Südens" (Burgenland) und "Wenn du wüsstest, wie schön es hier ist" (Kärnten) bereits zwei weitere ORF-Landkrimis produziert, die nun im Rahmen der Diagonale ihre Premiere feiern.

Derzeit entsteht der Oberösterreich-Landkrimi "Der Tote am Teich" mit Josef Hader und Maria Hofstätter.

Der ORF auf der Diagonale

Bereits zum 18. Mal würdigt die Diagonale heuer vom 17. bis 22. März in Graz die vielfältige heimische Filmlandschaft. Das Festival des österreichischen Films bietet diesmal wieder ein breites Spektrum an Filmen und Videos made in Austria. Insgesamt 157 Produktionen aller Genres und Längen - von Spielfilmen über dokumentarische Arbeiten bis zu Kurz- und Experimentalfilmen und -videos - werden im Rahmen von 130 Vorstellungen, 97 davon im offiziellen Wettbewerb, zu sehen sein. Auch heuer ist der ORF nicht nur wieder traditioneller Hauptmedienpartner der Diagonale, sondern auch mit 25 Produktionen in Graz vertreten. Neben 21 im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierten Filmen - darunter der Eröffnungsfilm "Superwelt" von Karl Markovics - sind mit der Sondervorstellung der ORF-Landkrimis "Kreuz des Südens" von Barbara Eder und "Wenn du wüsstest wie schön es hier ist" von Andreas Prochaska sowie der ORF-Kulturdoku "Ulrich Seidl - A Director at Work" (wurde im September als ORF-Fassung "Ulrich Seidl und die bösen Buben" bereits im "Kulturmontag" gezeigt) und aus dem ORF-Archiv der Fernsehserie von 1978 "Draußen in der Stadt" auch dieses Jahr wieder hochkarätige ORF-TV-Produktionen auf der Diagonale zu sehen.

Aber auch on air spielt das österreichische Filmfestival 2015 im ORF eine große Rolle: Neben umfassender aktueller Berichterstattung in Radio, Fernsehen und Internet - u. a. in "Synchron - Das Filmmagazin" am Donnerstag, 19. März (16.40 Uhr, Ö1), oder auf dem eigens eingerichteten Sonderkanal news.ORF.at/diagonale - präsentiert ORF III Kultur und Informationen einen Programmschwerpunkt zur Diagonale. Zwei "Kultur Heute Spezial"-Ausgaben am Montag, 16. und Montag, 23. März, jeweils 19.50 Uhr, berichten von der Eröffnung bzw. der Preisverleihung in Graz. Am Freitag, dem 20. März, ab 1.00 Uhr zeigt ORF III in einer "Langen Nacht des kurzen Films" insgesamt zwölf Kurzfilme, kuratiert von Diagonale-Intendantin Barbara Pichler. Darüber hinaus zeigt ORF eins am 17. März um 0.45 Uhr "Suzie Washington" von Regisseur Florian Flicker, der im vergangen Sommer verstorben ist und für diese Produktion 1998 mit dem Großen Diagonale-Preis ausgezeichnet worden war. Außerdem steht am Sonntag, dem 22. März, um 23.05 Uhr in ORF 2 die ORF-Premiere von "Stillleben" auf dem Programm. Dem Spielfilm von Sebastian Meise wurden 2012 der Große Diagonale-Spielfilm-Preis sowie die Diagonale-Preise für Bildgestaltung und Kostümbild verliehen. Außerdem widmet sich das ORF-Landesstudio Steiermark der Diagonale in diversen Sendungen.

Zahlreiche Sendungen des TV-Programmschwerpunkts werden auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Live-Stream und/oder als Video-on-Demand bereitgestellt.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0003