„Kreuz des Südens“ auf der Diagonale 2015

ORF präsentiert Burgenland Landkrimi von Barbara Eder

Wien (OTS) - "Die Landkrimis sind gelebter und lebendiger Föderalismus, eine Verbeugung vor der Vielfalt unserer Regionen und Sprachen", erklärte ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis am Donnerstag, dem 19. März 2015, im Rahmen des ORF-Abends auf der Diagonale, wo bereits zum dritte Mal ein ORF-Landkrimi präsentiert wurde. Nach "Steiererblut" (Diagonale 2013) und "Die Frau mit einem Schuh" (Diagonale 2014) wurde dieses Jahr im Schubert Kino im Graz der Burgenland-Landkrimi "Kreuz des Südens" von Barbara Eder mit Andreas Lust und Franziska Weisz in den Hauptrollen präsentiert. Darin wird das sonst so idyllische Burgenland zum Zentrum des Verbrechens. Die Premiere fand in Anwesenheit von Regisseurin Barbara Eder sowie der Darsteller Franziska Weisz, Maria Urban, Alexander Jagsch, Michael Fuith, Harry Lampl, Jerome Thek, Tina Posch, Eugen Pirvu, Gabriele Weber, Michael Wallner, Franz Weichenberger u. a. statt. Durch den Abend führten ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner, ORF-Fernsehfilmchef Dr. Heinrich Mis sowie die Lotus-Film-Produzenten Tommy Pridnig und Peter Wirthensohn. Weiters unter den Premierengästen waren u.a. die ORF-Geschäftsführung mit dem Kaufmännischen Direktor Mag. Richard Grasl und dem Technischen Direktor Ing. Michael Götzhaber, LH.-Stv. Hermann Schützenhöfer, die ORF-Stiftungsräte Dr. Franz Küberl, GDir. i.R. Alois Sundl und Gerhard Berti, RTR-Geschäftsführer Dr. Alfred Grinschgl, Filmfonds-Wien-Geschäftsführerin MMag. Gerlinde Seitner, ORF-Landesdirektorin Dr. Brigitte Wolf und Diagonale-Intendantin Barbara Pichler.

ORF-Fernsehdirektorin Mag. Kathrin Zechner: "Drehbuchautorin und Regisseurin Barbara Eder schenkt unseren Zuseherinnen und Zusehern einen überraschenden, spannenden, komischen und perfiden Krimi. Sie und ein großartiges Schauspielensemble machen erneut das sichtbar, was diese Reihe so besonders macht: den Schulterschluss von höchster Qualität, facettenreicher Kreativität und authentischer regionaler Verortung einer spannenden Geschichte. Diese Merkmale, die Identität und Nähe zum Publikum erzeugen, machen diese ORF-Krimireihe zu einem Juwel österreichischen Filmschaffens. Hier liegt der Erfolg dieser Reihe."

Barbara Eder: "Das Burgenland ist nicht nur Mörbisch."

"Ich halte die Landkrimi-Reihe für etwas ganz Besonderes, weil man wirklich die Identität der jeweiligen Regionen, der jeweiligen Bundesländer widerspiegeln kann. Dazu gehört die Sprache des Landes, der Humor - und deshalb sind der Output sehr hochwertige und ganz eigene Krimis", erklärt Barbara Eder und meint weiter: "Das Burgenland ist nicht das, was man im Fernsehen normalerweise gewohnt ist. Es ist nicht nur Mörbisch. Es hat so seine Eigenheiten." Über den Film verrät die Regisseurin: "Es ist eine Reise in der Vergangenheit, es ist die Auseinandersetzung der Hauptfigur mit ihrer Kindheit und ihrer Identität: Woher komm ich? Wer bin ich, wenn ich keine Geschichte habe? Wenn ich nicht weiß, was meine Vergangenheit ist, weiß ich dann auch nicht, wer ich bin? Darum geht es in diesem Film."

Franziska Weisz "Das Burgenland ist eine Gegend, wo ich mich automatisch entspanne."

"Das Reizvolle an diesem Film war natürlich die Zusammenarbeit mit Andreas Lust und Barbara Eder sowie das Drehbuch, aber auch das Burgenland", sagt Franziska Weisz und erklärt weiter: "Ich habe die meisten Urlaube meiner Kindheit im Burgenland verbracht. Für mich ist das Burgenland eine Gegend, wo ich mich automatisch entspanne." Über ihre Rolle sagt sie: "Eva ist sehr selbstbewusst, steht voll im Leben, hat sehr früh gelernt, auf eigenen Beinen zu stehen und Verantwortung zu übernehmen und zieht auch ganz schön was mit." Und weiter: "Eva lebt in diesem Dorf. Aber natürlich, wenn jemand von außen kommt, setzt der einem auch einen Spiegel vor. Wenn man in einem Umfeld lebt, wo festgefahrene Strukturen existieren und man gewisse Hierarchien als gegeben annimmt, und dann kommt einer, der das alles durcheinander bringt, das lässt einen dann einiges hinterfragen und automatisch bricht einiges auf."

Maria Urban: "Der Dialekt war eine Herausforderung für mich."

An der Seite von Franziska Weisz stand auch Maria Urban vor der Kamera. Als waschechte Burgenländerin hatte aber auch sie es nicht ganz einfach: "Ich komme ja aus dem Burgenland, aber der Dialekt war für mich eine Herausforderung. Ich bin doch eigentlich bekannt für mein schönes Hochdeutsch und auf einmal musste ich Dialekt reden." Über den Film gibt sie sich bedeckt und meint nur: "Im Film geht es die Auswanderwelle, wo die Eltern einfach ihre Kinder zurückgelassen haben. Die anderen Dorfbewohner, die dageblieben sind, haben die Kinder groß gezogen und haben natürlich eine fürchterliche Wut."

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Nach einem traumatischen, aus dem Ruder gelaufenen Einsatz nimmt Polizist Tommy Wehrschitz (Andreas Lust) eine Auszeit. Er sucht Ruhe in dem kleinen beschaulichen Dorf im Burgenland, in dem sein Vater, der die Familie vor Jahren verlassen hat, Schuldirektor war und der ihm das alte Schulhaus vererbt hat. Die Dorfbevölkerung nimmt ihn nicht gerade mit offenen Armen auf - die Einzigen, die ihm mit weniger Feindseligkeit begegnen, sind Greißlerin Eva (Franziska Weisz) und die Nachbarin Traude (Maria Urban). Und auch mit der Ruhe ist es nicht weit her, denn im gastierenden Zirkus passiert ein schrecklicher Unfall, bei dem Feuerwehrhauptmann Fenninger getötet wird. Schon bald deutet einiges darauf hin, dass dieser Unfall einigen Dorfbewohnern sehr gelegen kommt. Immer deutlicher erkennt Tommy, dass sich hinter der Fassade des friedlichen Dorfes Abgründe auftun, die mit Rache, Hass und Vergeltung - und nicht zuletzt mit Tommys eigener Familiengeschichte - zu tun haben.

"Kreuz des Südens" ist eine Koproduktion von ORF und Lotus-Film gefördert durch den FERNSEHFONDS AUSTRIA und den Filmfonds Wien.

Der ORF auf der Diagonale

Bereits zum 18. Mal würdigt die Diagonale heuer vom 17. bis 22. März in Graz die vielfältige heimische Filmlandschaft. Das Festival des österreichischen Films bietet diesmal wieder ein breites Spektrum an Filmen und Videos made in Austria. Insgesamt 157 Produktionen aller Genres und Längen - von Spielfilmen über dokumentarische Arbeiten bis zu Kurz- und Experimentalfilmen und -videos - werden im Rahmen von 130 Vorstellungen, 97 davon im offiziellen Wettbewerb, zu sehen sein. Auch heuer ist der ORF nicht nur wieder traditioneller Hauptmedienpartner der Diagonale, sondern auch mit 25 Produktionen in Graz vertreten. Neben 21 im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens kofinanzierten Filmen - darunter der Eröffnungsfilm "Superwelt" von Karl Markovics - sind mit der Sondervorstellung der ORF-Landkrimis "Kreuz des Südens" von Barbara Eder und "Wenn du wüsstest wie schön es hier ist" von Andreas Prochaska sowie der ORF-Kulturdoku "Ulrich Seidl - A Director at Work" (wurde im September als ORF-Fassung "Ulrich Seidl und die bösen Buben" bereits im "Kulturmontag" gezeigt) und aus dem ORF-Archiv der Fernsehserie von 1978 "Draußen in der Stadt" auch dieses Jahr wieder hochkarätige ORF-TV-Produktionen auf der Diagonale zu sehen.

Aber auch on air spielt das österreichische Filmfestival 2015 im ORF eine große Rolle: Neben umfassender aktueller Berichterstattung in Radio, Fernsehen und Internet - u. a. in "Synchron - Das Filmmagazin" am Donnerstag, 19. März (16.40 Uhr, Ö1), oder auf dem eigens eingerichteten Sonderkanal news.ORF.at/diagonale - präsentiert ORF III Kultur und Informationen einen Programmschwerpunkt zur Diagonale. Zwei "Kultur Heute Spezial"-Ausgaben am Montag, 16. und Montag, 23. März, jeweils 19.50 Uhr, berichten von der Eröffnung bzw. der Preisverleihung in Graz. Am Freitag, dem 20. März, ab 1.00 Uhr zeigt ORF III in einer "Langen Nacht des kurzen Films" insgesamt zwölf Kurzfilme, kuratiert von Diagonale-Intendantin Barbara Pichler. Darüber hinaus zeigt ORF eins am 17. März um 0.45 Uhr "Suzie Washington" von Regisseur Florian Flicker, der im vergangen Sommer verstorben ist und für diese Produktion 1998 mit dem Großen Diagonale-Preis ausgezeichnet worden war. Außerdem steht am Sonntag, dem 22. März, um 23.05 Uhr in ORF 2 die ORF-Premiere von "Stillleben" auf dem Programm. Dem Spielfilm von Sebastian Meise wurden 2012 der Große Diagonale-Spielfilm-Preis sowie die Diagonale-Preise für Bildgestaltung und Kostümbild verliehen. Außerdem widmet sich das ORF-Landesstudio Steiermark der Diagonale in diversen Sendungen.

Zahlreiche Sendungen des TV-Programmschwerpunkts werden auf der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Live-Stream und/oder als Video-on-Demand bereitgestellt.

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