• 20.03.2015, 12:19:55
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Bundesminister Rupprechter: Umstieg auf Erneuerbare braucht fairen Wettbewerb

Rupprechter und luxemburgische Umweltministerin für eine Energieunion ohne Kernenergie

Utl.: Rupprechter und luxemburgische Umweltministerin für eine
Energieunion ohne Kernenergie =

Wien (OTS) - "Die Energiewende ist auch ohne Atomkraft möglich", das
betonten die luxemburgische Umweltministerin Carole Dieschbourg und
Umweltminister Andrä Rupprechter, bei einem Arbeitstreffen in Wien.
Das war auch die klare Erkenntnis aus dem wissenschaftlichen
Symposium "Energieunion ohne Kernenergie - Utopie oder Perspektive",
das gestern in Wien stattfand. Die im Februar von der Europäischen
Kommission vorgestellte Strategie der Energieunion umfasst fünf
Dimensionen: Sicherheit der Energieversorgung, ein vollständig
integrierter Energiemarkt, Energieeffizienz, Verringerungen der
CO2-Emissionen der Wirtschaft sowie Forschung, Innovation und
Wettbewerb.

Gleiche Wettbewerbsvoraussetzungen für Erneuerbare

Expertinnen und Experten aus Österreich und Europa sind überzeugt,
dass die Energieunion ohne Atomenergie keineswegs Utopie ist.

"Das ist eine reale Perspektive, die notwendigen Weichenstellungen
müssen heute erfolgen. Es ist sicherer, schneller und kostengünstiger
auf erneuerbare Energien und Effizienz zu setzen als auf Atomkraft",
so Carole Dieschbourg.

Rupprechter drängt auf ein "Level Playing Field" für erneuerbare
Energie, das gleiche Wettbewerbsbedingungen in Bezug auf Förderung,
Marktzugang und Haftung wie für fossile bzw. Atomenergie schafft.
"Wir brauchen einen europäischen Energiewendevertrag als Gegengewicht
zum Euratom-Vertrag. Das vorhandene Energiekapitel im EU-Vertrag
reicht nicht aus. Wenn Europa die Führungsrolle beim Umstieg auf
Erneuerbare übernehmen will, dann braucht es einen fairen
Wettbewerb", betont Rupprechter. Nach wie vor wird fossile Energie
weltweit fünfmal höher subventioniert als Erneuerbare. Auch in Europa
werden fossile und Atomenergie insgesamt mit rund 61 Milliarden Euro
subventioniert. 30 Milliarden Euro für die Förderung von Erneuerbaren
in der EU machen weniger als die Hälfte aus.

Der Euratom-Vertrag trat 1958 in Kraft als Europa mitten im
Wirtschaftswunder versuchte, seinen hohen Energiebedarf zu stillen.
Mittlerweile haben Katastrophen wie Tschernobyl und Fukushima der
ganzen Welt die Gefahren der Atomkraft vor Augen geführt. Dazu kommen
die nach wie vor ungelöste Frage der Endlagerung, Importabhängigkeit
und die steigenden Sicherheitsrisiken alternder Anlagen. "Die
Sicherheit der Bevölkerung steht an erster Stelle. Daher muss bei der
Verlängerung der Betriebsdauer eines AKW eine grenzüberschreitende
Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden", so Rupprechter
abschließend.

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