Verschmutztes Trinkwasser verursacht 80% der Krankheiten in Entwicklungsländern

Am 22. März ist Weltwassertag

Wien (OTS/Rotes Kreuz) - Der Mangel an sauberem Trinkwasser und Hygieneeinrichtungen ist die häufigste Krankheitsursache der Welt. Jedes Jahr sterben zwei Millionen Menschen an Durchfallerkrankungen, die auf verschmutztes Wasser und mangelnde Hygiene zurückzuführen sind.
Seit dem Jahr 2000 wurde der Anteil der Menschen, die keinen Zugang zu Trinkwasser haben, halbiert. Dennoch gibt es nach wie vor rund 750 Millionen Menschen, denen nicht genug sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht. "Das prognostizierte Bevölkerungswachstum von sieben auf neun Milliarden Menschen bis 2050 wird zu einer weiteren Verknappung der Ressource Wasser führen", sagt Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. "Die Leidtragenden sind die Jüngsten: In 90 Prozent der Todesfälle handelt es sich um ein Kind unter fünf Jahren."

Zur Bekämpfung dieser Krankheiten braucht es sowohl die Versorgung mit sicherem Trinkwasser als auch Sanitäranlagen. 2,5 Milliarden Menschen haben keinen Zugang zu Toiletten. Diese sind aber notwendig, um die Verschmutzung von Wasser mit Fäkalien zu verhindern.

Das Österreichische Rote Kreuz bildet laufend Trinkwasserexperten aus. Diese helfen sowohl nach Katastrophen wie Erdbeben und Wirbelstürmen, als auch bei langfristigen Projekten in der Entwicklungszusammenarbeit. "Ihre Tätigkeit richtet sich nach den lokalen Gegebenheiten: Sie bereiten verschmutztes Wasser zu sicherem Wasser auf, bauen Brunnen, errichten Latrinen", sagt Schöpfer.

Seit 2010 haben die internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften 470 groß angelegte Wasser- und Hygieneprojekte durchgeführt. 15 Millionen Menschen weltweit konnte dadurch geholfen werden. Weil der globale Bedarf aber weiterhin nicht gestillt ist, wurde die Wasserinitiative von Rotem Kreuz und Rotem Halbmond bis 2025 verlängert. Das Ziel: Insgesamt 30 Millionen Personen mit sauberem Trinkwasser und Sanitäranlagen zu versorgen.

Weitere Informationen über Thema Wasser: www.roteskreuz.at/wassertag

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