- 19.03.2015, 10:22:15
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VP-Clubobmann Hueter: Künftig Entschädigungen für Einschränkungen in Europaschutzgebieten
Langjährige Forderung der Kärntner Volkspartei wird umgesetzt: Grundeigentümer in Europaschutzgebieten erhalten künftig einen Anspruch auf Entschädigung.
Utl.: Langjährige Forderung der Kärntner Volkspartei wird umgesetzt:
Grundeigentümer in Europaschutzgebieten erhalten künftig einen
Anspruch auf Entschädigung. =
Klagenfurt (OTS) - Nach Einigung im Landtag erhalten Grundeigentümer
in Europaschutzgebieten künftig bei Unterschutzstellungen einen
gesetzlichen Anspruch auf Abgeltung der damit einhergehenden
Bewirtschaftungserschwernissen und Ertragsminderungen. "Seit Jahren
bemühen wir uns für alle Grundeigentümer in Natura-2000 Gebieten eine
angemessene Abgeltung zustande zu bringen. Das ist uns nunmehr
gelungen, ein einstimmiger Beschluss dafür wurde heute im
Naturschutzausschuss des Landtages gefasst!", freut sich
VP-Clubobmann Ferdinand Hueter über die Umsetzung dieses Vorhabens
aus dem Regierungsprogramm.
"Die Unterschutzstellung von besonderen Naturvorkommnissen steht in
unserem Interesse. Es darf aber nicht zu einseitigen Enteignungen der
Grundeigentümer, die diese Naturjuwelen über die Jahre erst dazu
gemacht haben, kommen.", hält VP-LAbg. Karin Schabus fest. Schabus
verweist in diesem Zusammenhang auf einen bereits im Jahr 2000 im
Kärntner Landtag einstimmig gefassten Beschluss, der für Kärnten
damals klar festlegte, dass weitere Nennungen von Gebietskulissen nur
im Einvernehmen und mit Zustimmung der Grundeigentümer, sowie unter
Entschädigung vorgenommen werden dürfen. "Kärntens
Naturschutzverantwortliche waren hier lange Zeit säumig. Annähernd
alle Bundesländer haben Bewirtschaftungseinschränkungen durch
besondere Unterschutzstellung mit einer gesetzlichen Gegenleistung
abgesichert.", verweist VP-LAbg. Schabus auf einen
Bundesländervergleich. Die aktuelle Diskussion um die Nachnominierung
von Europaschutzgebieten in Kärnten hat zu großen Unmut bei den
Grundeigentümern geführt. Besonders die vielen kleinen Waldbauern
fühlen sich in deren Recht auf Eigentum benachteiligt. Sie haben über
Jahrzehnte durch ihre Landschaftspflege dafür gesorgt, dass es
überhaupt noch schützenswerte Naturschönheiten gibt. "Im gemeinsamen
Zusammenspiel mit allen Beteiligten soll es bei künftigen
Unterschutzstellungen auch eine Anerkennung dafür geben. Was in
anderen Bundesländern für Leistung und Gegenleistung eine
Selbstverständlichkeit ist, wird nun auch in Kärnten endlich
umgesetzt!" freut sich VP-LAbg. Karin Schabus, die in den
Verhandlungen im Naturschutzausschusses um eine unbürokratische
Lösung bemüht war.
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