• 19.03.2015, 09:58:14
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GLOBAL 2000: Österreich muss beim heutigen EU-Rat Vorreiterrolle einnehmen

EU-Staatschefs sind dabei, die Abhängigkeit von veralteter fossiler und atomarer Energie unnötig zu verlängern.

Utl.: EU-Staatschefs sind dabei, die Abhängigkeit von veralteter
fossiler und atomarer Energie unnötig zu verlängern. =

Wien/Brüssel (OTS) - Heute treffen sich die EU-Staats- und
Regierungschefs, um unter anderem über die "Energy Union" zu
diskutieren. Wie ein geleaktes Abschlussdokument, das GLOBAL 2000
vorliegt, zeigt, wollen die EU-Staatschefs dabei einer unnötigen
Verlängerung der fossilen und atomaren Energieabhängigkeit zustimmen.
"Wir brauchen ein zukunftsfähiges Energiepaket, das auf erneuerbare
Energie und Energieeffizienz setzt und keine Invesitionen in
veraltete fossile und atomare Energietechnologien", so Johannes
Wahlmüller, Klima- und Energiesprecher von GLOBAL 2000. Die
Umweltschutzorganisation kritisiert, dass im Papier vor allem dem
Ausbau von Gaspipelines Priorität eingeräumt werden soll, während der
Ausbau von erneuerbarer Energie und Energieeffizienz zu wenig
Beachtung finden. Dagegen zeigen Studien, dass die Importe von Gas
europaweit mit einer gezielten Effizienzstrategie schon in wenigen
Jahren um 40 Prozent reduziert werden könnten.

Vor allem Österreich würde von einer ambitionierten Klima- und
Energiepolitik profitieren, da rund 64 Prozent der hierzulande
verbrauchten Energie importiert werden muss. Vor allem bei Kohle, Öl
und Gas wird nahezu 100 Prozent der eingesetzten Energie importiert,
bei Gas ist Russland mit ca. 70 Prozent der gelieferten Menge
Hauptlieferant. Durch die fossilen Energieimporte fließen ca. 13 Mrd.
EUR - der Gegenwert von mehr als zwei Steuerreformen - pro Jahr in
die Energierechnung. GLOBAL 2000 fordert deshalb eine Vorreiterrolle
Österreichs: "Österreich sollte sich in die Reihen derer einfügen,
die einen Ausstieg aus fossiler Energie und einen Umstieg auf 100
Prozent erneuerbare Energie vorantreiben. Niemand verbietet
Österreich eine eigenständige Klima- und Energiepolitik zu verfolgen
und beim Klimaschutz Nägel mit Köpfen zu machen", so Wahlmüller
abschließend.

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