Kleinrechnen der Mehrwertsteuerbelastung empört Tierhalter

Hunde würden nach Kostenangaben der Tierschutzministerin verhungern

Wien (OTS) - Die Erhöhung der Mehrwertsteuer auf Tiernahrung macht viele Tierhalter zu Verlierern dieser Steuerreform. Besonders hart werden wieder mal sozial schwache Tierhalter, Senioren und Familien mit Haustieren getroffen. Auf massiven Protest gegen die Mwst-Erhöhung durch Österreichs Club für Tierhalter, den Tierfreunden Österreich, will Tierschutzministerin Oberhauser in einer Presseaussendung beschwichtigen und die Problematik klein rechnen. Sie fordert: "Keine Verunsicherung bei Tierfreund(innen) zu schüren". Laut Oberhauser, "gibt eine durchschnittliche Hundebesitzerin 180 Euro pro Jahr für Futter aus". Die Mehrkosten, die durch die Mehrwertsteuer-Erhöhung von drei Prozent entstehen, belaufen sich laut Oberhauser "pro Jahr auf rund fünf Euro".

Hundehalter können bei solchen Aussagen der Tierschutzministerin nur den Kopf schütteln. Dass man um 180 Euro pro Jahr nicht einmal einen Chihuahua, geschweige denn einen größeren Hund ein Jahr lang artgerecht ernähren kann, sollte unsere Tierschutzministerin eigentlich wissen. Wie schon bei den fortwährenden Erhöhungen der höchst umstrittenen Hundesteuer, fühlen sich Österreichs Tierhalter wieder einmal von Politikern für dumm verkauft. In nur 5 Jahren haben sich für Hundehalter in der Bundeshauptstadt die Steuerabgaben um satte 43,25 Prozent erhöht, wenn die Mehrwertsteuererhöhung durchgeht!

Im Jahr 2011 lieferten Halter eines mittelgroßen Hundes noch ca. Euro 72,00 an Mehrwertsteuer für Tiernahrung und Euro 43,60 Hundesteuer ab. Seit 2012 sind satte Euro 72,00 Hundesteuer fällig und mit der 13%igen Mehrwertsteuer wären es Euro 93,60 für Tiernahrung. Für sozial schwache Tierhalter, die sich die Haltung ihrer Tiere vom Mund absparen müssen, ist die aktuelle, tierfeindliche Steuerpolitik ein Schlag ins Gesicht. "Tiere bringen dem Staat bereits über 200 Mio. Euro jährlich, schaffen tausende Arbeitsplätze und reduzieren die Kosten des Gesundheitssystems, ohne entsprechende Kosten zu erzeugen", betonen die Tierfreunde Österreich. Tiersteuern sind blanke Willkür, um Geld für anderweitige Budgetlöcher einzutreiben.

Die Tierfreunde Österreich machen gegen diese Steuerwillkür mobil. Mit einer groß angelegten Initiative will man bis zum Parlamentstermin am 17. Juni einen Großteil der 2 Mio. Hunde- und Katzenhalter mobilisieren und sämtliche Tiersteuern abschaffen. Die Petition können Hunde- und Katzenhalter online unterschreiben:
www.nein-zur-tierfuttersteuer.at

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Dr. Erich Goschler
Tel: 0680/5012337
E-Mail: presse@tierfreunde.org

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