• 17.03.2015, 17:27:48
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Landes-Kinder- und Jugendhilfereferentenkonferenz in St. Pölten

Karmasin, Androsch und Wilfing präsentieren die Ergebnisse

Utl.: Karmasin, Androsch und Wilfing präsentieren die Ergebnisse =

St. Pölten (OTS/NLK) - Im Anschluss an die Konferenz der
Landes-Kinder- und Jugendhilfereferenten in St. Pölten präsentierten
Bundesministerin Dr. Sophie Karmasin, Landesrat Ing. Maurice Androsch
und Landesrat Mag. Karl Wilfing am heutigen Dienstag die Ergebnisse:

Androsch bezog sich dabei neben dem Opferschutz zunächst auf die
soziale Absicherung der Pflegeelternschaft und insbesondere das Thema
Karenz. Zudem habe es in der vorangegangenen Konferenz den
übereinstimmenden Wunsch nach einer aktiven Einbindung der
Volksanwaltschaft gegeben. Hinsichtlich der Unterbringung
unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge, von denen es derzeit in den
Erstaufnahmezentren rund 800 gebe, sagte Androsch: "In
Niederösterreich wird es zukünftig zu einer maximalen Gruppengröße
von zehn sowie zusätzlich höchstens zwei Notbetten bzw. zu nicht mehr
als vier Gruppen pro Kinder- und Jugendeinrichtung kommen, sodass es
höchstens 48 Kinder und Jugendliche pro Einrichtung geben wird."

Wilfing erinnerte daran, dass mit dem Übergang von der Kinder- und
Jugendwohlfahrt zur Kinder- und Jugendhilfe auch die mobile
präventive Arbeit massiv aufgewertet worden sei: "Von ca. 4 Millionen
Euro im Jahr 2011 sind die Mittel auf rund 13 Millionen Euro im Jahr
2014 verdreifacht worden, um den worst case einer Heimzuweisung zu
vermeiden, wobei sich die Gemeinden mit 50 Prozent an diesen Kosten
beteiligen." Zusätzlich zu den vier flächendeckenden Schwerpunkten
der sozialpädagogischen Familien-Intensivbetreuung, der
Jugend-Intensivbetreuung, der mobilen Erziehungsberatung in den
Familien und der Familienhilfe mit konkreter praktischer
Unterstützung sprach der Landesrat auch das Thema der
Gewaltprävention an: "Die Fachstelle für Gewaltpräventionen hat in
den letzten fünf Jahren 48 Fortbildungsveranstaltungen mit 2.500
Teilnehmern, fünf Fachtagungen und 65 Workshops abgehalten und mit
Kindertheaterstücken in 85 Vorstellungen über 10.000 Kinder und
Jugendliche erreicht."

Karmasin hob unter den 14, zum Teil unter Einbindung des Ministeriums
gefassten Beschlüssen der Landes-Kinder- und
Jugendhilfereferentenkonferenz zum einen das Thema eines
uneingeschränkten Karenzrechtes für Pflegeltern hervor: "Derzeit
besteht laut Gesetz kein Karenzanspruch, wenn keine Adoptionsabsicht
besteht. Die Pflegeltern müssen sich daher in vielen Fällen Urlaub
nehmen oder sogar kündigen, um besonders herausfordernde Situationen
mit oft traumatisierten Kindern bewältigen zu können." Zum anderen
ging auch Karmasin auf die Gewaltprävention und die Diskrepanz
zwischen einem deutlich veränderten Bewusstsein und der nach wie vor
bestehenden Realität der Erziehungsmaßnahme Ohrfeige bzw. auf den im
Steigen befindlichen Bereich psychischer Gewalt ein.

Abschließend verwies die Ministerin auf die seit 1. Dezember im
Familienministerium angesiedelte Beratungsstelle Extremismus, die mit
seither über 200 Kontakten genau so viel aufweise wie Deutschland im
Jahr 2014, sowie ein in Bayern laufendes Projekt, das in Form von
Familienpaten niederschwellige Hilfe in alltäglichen Notsituationen
bietet, und einen weiteren wichtigen Baustein in der Prävention
bilden könnte.

Nähere Informationen beim Büro LR Androsch unter 02742/9005-12576,
Mag. Anton Heinzl, und e-mail [email protected] bzw. beim Büro
LR Wilfing unter 02742/89005-12324, Florian Liehr, e-mail
[email protected].

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